Ostern 2020 …

… ist endlich Geschichte. Die Tage fühlten sich an als würden sie nie vergehen. Vom Fest konnte man wirklich nicht reden. Und dabei ging es uns in Thüringen noch einigermaßen gut, denn ein generelles Ausgangsverbot gibt es wie in Sachsen oder Wien nicht.

Eigentlich wollten wir zu Ostern wieder nach Mallorca fliegen. Schön am Strand lungern oder im Strassencafe guten Wein und Tapas vernaschen, die Sonne genießen und den wippenden Röckchen nachschauen.

Da muss irgendwie der Wurm drin sein. Im letzten Jahr die Pleite mit Germania und jetzt auch einen Vollausfall. Die Reise ist bezahlt, der Reisepreis wird in einem Gutschein umgewandelt, der dann nichts mehr wert ist, weil die Reiseindustrie den Bach runter geht.

Das Gute an der derzeitigen Situation ist die ungewohnte Ruhe im täglichen Leben. Auf dem Markt kann man ungeniert den Gesprächen in der Schlange lauschen, denn leise Gespräche funktionieren nicht mehr.

Auf der Strasse werden Klötzer mit Radarfallen als Hindernis geparkt.

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„Im Wald da steht ein Ofenrohr, nun stellt Euch mal die Wärme vor!“ In meinem Fall war es kein Ofenrohr, sondern ein Bürostuhl mit einer Mörtelwanne. Das sollte vllt. der Home office-Platz für ein Bauarbeiter werden.

Statt Urlaub am Meer sitze ich jetzt im Büro und übernehme Arbeiten der Sekretärinnen. Die junge Frau hat einen kleinen Sohn, den sie als allein erziehende Mutter zu Hause betreuen muss und die betagte Frau (in meinem Alter) trat vor einer Woche eine wohlverdiente „Kur“ an, die 5 Wochen dauert.

Zu Hause sitzt meine Frau und macht von dort aus ihren Job. Auch nicht gerade prickelnd.

1. April …

… und niemand hat Lust am Veräppeln. Ist der Humor flöten gegangen? Das wäre schon fatal.

1.April

Es gibt aber auch angenehme Begebenheiten zu beobachten.

Gestern im Supermarkt. Vor dem Eingang werde ich von 2 jungen Männern angehalten, um den Griff von Einkaufswagen live mit Desinfektionsspray zu bearbeiten. Das sollte auch nach dieser Krise beibehalten werden.

Oder an der Kasse. Der Abstand von 2 Meter zum nächsten Kunden ist für mich eine Erholung. Keiner drängelt mehr oder schiebt mir seinen Einkaufwagen in den Rücken. Ganz abgesehen von den Leuten (meist gut gepolsterte Damen) die sich vor den Wagen stellen, sich dann zum Wagen drehen um dann die Ware auf das Band zu legen. Beim Bücken drücken sie ihren Allerwertesten heraus, um den Vordermann mehr Platzbedarf zu signalisieren. Diese „Tuchfühlung“ brauche ich überhaupt nicht.

Ab Montag dürfen Supermärkte und öffentliche Verkehrsmittel in Jena nur noch mit Mundschutz betreten werden. Der Landkreis Nordhausen will auch nach ziehen.

Mundschutz kann man aber nicht kaufen. Schon deshalb ist das eine Zumutung, auch wenn ich großes Verständnis dafür aufbringe.

Man muss sich eben etwas einfallen lassen. Ich habe noch ein paar Taschentücher aus Leinen die ich noch nie benutzt habe. Sie waren mir immer zu klein. Die gab ich gestern meiner Frau  und Gummiband dazu (das Zeugs ist auch schon ausverkauft), wohl wissend das Frau gar nicht nähen kann. Den Hinweis dass die Nachbarin jetzt als Kinderfrau nicht mehr arbeitet und dankbar für eine sinnvolle Beschäftigung sein könnte, unterstrich ich noch mit einer guten Flasche Wein zur Bestechung. Das hat geklappt, wie zu Zeiten unseres Unrechtsstaates.

Die Ellenbögen sind zurzeit eingezogen. Das verbuche ich unter „positiv“.

Plötzlich ist alles anders

Das kann auch gut tun. Oder irre ich mich?

Am Samstag auf dem Wochenmarkt hatte ich den Eindruck, dass sich die Menschen  mehr mit Rücksicht und ohne Hektik bewegten. Na gut dachte ich mir, das liegt wohl an den fehlenden Touristen, die sonst mit Busladungen bei uns landen. Man hatte wieder Platz, niemand drängelte oder schubste in der Reihe, so etwas geht mir völlig auf die Nerven. Und wieder aller Gerüchte gab es das gewohnte Sortiment vom Ei über Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Käse und andere Molkereiprodukte, selbst farbenfrohe Blumen und Gewürze. Ich hörte kein Gekeife oder Gemecker. Das war schon wohltuend für mich.

Ist das die hochgepriesene Entschleunigung? Kann es sein, das durch diese weltweite Krise der Mensch zur Besinnung kommt? Wir haben wieder Zeit für uns. Nichts das mal schnell gemacht werden muss, wo man noch hinzufahren hat, es ist Ruhe.

Bei kalten und sonnigen Wetter wirkt die Ruhe auf mich wie ein Startsignal nach innen zu schauen und inne zu halten. Selbst die sonst so stark befahrene Autobahn A 4 raunt mir Besinnlichkeit zu.

Der Blick findet die zarten Farben der Natur im beginnenden Frühling. Das ungute Gefühl weicht für einen Augenblick dem Staunen über das „Anders“.

Wenn auch die Leute über sich selbst schimpfen, wegen Toilettenpapier und Nudelhamsterei, so sehe ich auch Eltern mit ihren Kindern reden, statt auf das Handy zu starren. Oder dem Papa, der mit zwei Kleinen im Sandkasten sitzt und das Eimerchen mit Sand befüllt, welches Seppel zum Burgen bauen braucht. Plötzlich ist alles anders.

Original Sugo

Eine liebe Freundin hatte mir ein leckeres Rezept geschickt, das ich natürlich ausprobieren musste …  jaaaa das erste Bild sind Soleier mit Gesicht. 😉
“ ,,, nach dem Fasten….vielleicht interessiert es Dich ja.

Empfehlenswert und jahrelang erfolgreich erprobt.

Original Sugo nach original ITALIENER Art

zum Vorkochen und auf Vorrat
in Portionen zum Einfrieren.
Ein original Italiener verriet mir
das Generationen-Rezept von seine Nonna. (Großmutter)
4 große Zwiebel grob geschnitten in Traubenkernöl (Spar) anrösten.
1 Kg frisches Rinderfaschiertes dazugeben kurz mit anrösten [Rinderhack]
1/2 Kg Paradeiser klein geschnitten (Strunk unbedingt entfernen) [Tomaten]
1/4 Liter Bio Paradeisersaft aus der Glasflasche [Tomatensaft]
1/2 Kg Karotten geschält und geraspelt
1/2 Sellerieknolle würfelig geschnitten
1 großer gelben Paprika würfelig geschnitten
1 Essl. Liebstöckel getrockneten und zerrieben
10 Zehen  Knoblauch geschält würfelig geschnitten
5 cm Ingwerknolle (Fingerdick) geschält und gerieben
1 Esslöffel Bio Gemüse-Suppenpulver von Alnatura
1 Kaffeel. Kümmel
Pfeffer frisch gerieben
Vollsalz frisch gemahlen
Alle Zutaten gut anrösten,
dann 1 Achtel hochwertigen guten Gin dazu, gut umrühren,
und auf kleinster Stufe zugedeckt an die 6 Stunden köcheln.
Ab und an dazwischen umrühren.
Das Sugo wird deshalb so lange geköchelt,
weil sich tatsächlich erst nach vielen Stunden köcheln,
das wichtige Lycopin aus den Paradeisern entwickelt.
Lycopin enthält hochpotente Antioxidantien,
wichtige Antikörper gegen viele Krankheiten,
stärkt das Immunsystem und stärkt die Sehkraft!
Ingwer verstärkt die medizinische Wirkung von Knoblauch.
Gin gibt durch sein fruchtiges Wacholder Aroma,
dem Sugo eine besondere köstliche Note (Alkohol verdunstet beim Köcheln).
Sugo für – 
Udon Nudeln (Bio-Basic Markt),
als Aufstrich auf Gebäck,
als Pizzabelag mit Käse
(Allerbesten Bio-Pizzateig gibt’s bei Hofer (Aldi)! [in Österreich]
Hervorragendes Österr. Produkt
und in 20 Minuten bei 200° Ober-Unterhitze fertig!)
Habe ich gekocht und für gut befunden. Alles wurde in mittelgroße Gläßer abgefüllt. Man muss ja vorsorgen. 😉
Udon Nudeln bekam ich bisher nur als Instant Nudeln. Aber das schmeckt herrlich.
Und wo bekomme ich normale Udon Nudeln her?