Erfurt …

ist die Hauptstadt der Bundengartenschau im Jahr 2021. Hier hat es immer in den letzten paar Wochen so richtig gut geregnet. Nicht zu viel aber auch nicht wenig. Der Natur und der Bundesgartenschau hat es sehr gut getan. Alles ist grün und wuchert, dass es auch der Seele so richtig gut tut.

Im Gegensatz dazu sind die Nachrichten und Bilder aus dem Westen Deutschlands. Mit welcher Naturkraft Verwüstung, Tod und unermessliches Leid über unsere Nachbarn gekommen ist, kann ich gar nicht fassen. Aus meiner Sicht zeigt uns die Erde seit 2002 mit dem überfluteten Flüssen und Bächen, welche natürlichen Grenzen wir überschritten haben. Aber auch schon vorher gab es solche Zeichen der Natur. Im Winter 1978/79, ich war zu dieser Zeit als Grenzsoldat im Einsatz, hat die Natur uns die Grenzen aufgezeigt. Nichts haben wir daraus gelernt!

„Vergesst nicht, Gutes zu tun und die Dinge mit anderen zu teilen, denn solche Schlachtopfer sind Gott wohlgefällig“ (Hebräer 13:16).

Schlachtopfer wurden wieder dargeboten. Das ist aber gar nicht nötig. Wir sollten auf die Naturseele der Erde hören, sehen, fühlen und dementsprechend handeln. Dann geht es auch uns Menschen gut.

Apropos gut gehen! Die letzten 2 Wochen hatten wir unseren Sommerurlaub. Gebucht hatte ich 9 Tage Wien und für die An- und Abreise jeweils 2 Tage Fahrt durch die Landen. Im Vorfeld war ich schon genervt über die Einreisebestimmungen nach Österreich und die dortigen Bestimmungen für Lokale und Geschäfte. Denn wenn Mann schon in Wien ist, will er auch mit Frau shoppen gehen und sie herausputzen. Doch plötzlich und erwartet, gab es einen Trauerfall in unserer nahen Familie. Sofort war alles anders. Ich war ja froh die Buchung kurzfristig stornieren zu können.

Jetzt hatten wir Urlaub zu Hause! Die Dauerkarten für die Bundesgartenschau beanspruchten wir nun ausgiebig. Wir erfreuten uns an der Gartenschau, nutzten rege die gastronomischen Angebote und fanden, zu unserer Überraschung, Geschäfte die unserem Geschmack entsprachen. Zum Beispiel ein Modegeschäft für die Damen mit der Überschrift „Rubens“. Hey, das Geschäft gibt es schon seit vielen Jahren. Aber wer geht schon mit einer Frau dort hin, die eine Konfektionsgröße 38 hat? Wie es sich heraus stellte, war das ein Fehler. Dort gibt es fast alles für Damen jeder Größe und noch fachkundige Bedienung mit Geschmack!

Geht mal zu Breuninger oder Papenbreer, dort unterhalten sich die Angestellten untereinander und wenn man sie anspricht, sind sie genervt!

Jedenfalls … mir fallen immer die Sprüche meines Vaters ein: „Jedenfalls ist der Kopf größer als der Hals!“ Aber das nur so nebenbei. Also … jedenfalls hatten wir unseren Spaß, keinen Stress und konnten uns erholen. Naja … 2 Wochen, 24 Stunden am Stück … das ist auch eine Hausnummer! Die nahende Pension lässt grüßen und flößt mir enormen Respekt ein. Ich brauche mehr Spielzeug!!!

Heute in der Physiotherapie …

Freitagmorgen … jede Woche … lass ich mir den Rücken und die Wirbelsäule massieren.

Heute … saßen 3 Leute im Warteraum, als ich maskiert kam. Niemand hatte eine Maske auf, die ich auch gleich nach dem Platz nehmen ab nahm. Alle haben gelächelt.

Eine betagte, füllige Dame, die jeden Freitag zur gleichen Zeit dort sitzt und mit der ich schon öfters ins Gespräch kam, sagte: „Wir haben ja genügend Abstand zueinander.“

Eine jüngere Frau, die auf dem Sofa, neben einen etwa gleichaltrigen Mann saß, meinte: „Na ja, der Mann dort ist mir schon sehr nah.“ Damit meinte sie mich, etwa zwei Meter von ihr entfernt.

Die betagte, füllige Dame, erzählte dann, das sie in der letzten Woche im Katholischen Krankenhaus war und dort übernachten musste. Sie wurde aufgrund zu weniger Betten in ein Zimmer mit einen schnarchenden Mann gebracht. Die Nacht konnten sie beide dann nicht schlafen, weil die Geräte so laut waren. Er war über 80 Jahre alt und gut geistig beieinander. Es war wohl ein gutes Gespräch die Nacht über.

Der Herr neben der jüngeren Frau fragte: „Wie war denn die Nacht?“

Sie: „Nett.“

Er: „Wie nett?“

Sie errötete.

Unvermittelt wechselte sie das Thema. „Als vor Jahren ein Mittel für die Potenz erfunden wurde … wie heißt das nochmal?“

Die jüngere Frau sagte: „Viagra!“

„Genau!“ Sagte die betagte, füllige Dame. Sie wüsste jetzt , dass nicht die jungen Männer das Zeugs nehmen, sondern Männer über 70 und 80 Jahren.

Ich sagte: „Nun ja, dafür ist das ja auch gedacht.“

Die jüngere Frau erzählte, dass sie in einem Altenheim arbeitet und dort so einiges passiert. Sie kam vor ein paar Tagen in das Zimmer eines Herrn dort. Es saß eine Frau auf seinem Bett und hielt ihm die Hand. Daneben saß noch ein Mann auf dem Bett und hielt auch der Frau die andere Hand. Sie fragte in diese Runde was hier denn los sei.

Ich bemerkte, das es wohl eine sehr persönliche Situation gewesen sein.

Dann die jüngere Frau (so um die Mitte 40): „Also wenn es solche Mittel auch für Frauen geben würde, ich würde sie nehmen.“

Der Mann neben ihr schaute etwas verklärt. Die ältere, füllige Frau machte ein erstauntes Gesicht und ich konnte endlich auf die Pritsche im Zimmer 5.

Ein „Versuch“ … und die BUGA in Erfurt

Ende September 2020 ein letzter Blogeintrag auf meiner Seite. Diese Abstinenz des Schreibens, nicht des Lesens, ist das Ergebnis einer in mir aufgekommenen Harmoniesüchtigkeit. Nicht ganz typisch für mich, vielleicht ist es aber ein Alterungsprozess. Im letztem Jahr meines aktiven Erwerbslebens mache ich mir Gedanken, über das Wie, Was und Womit meines letzten Lebensabschnitts.

Loslassen muss gelernt werden, darin bin ich ein absoluter Laie. Höre ich andere meines Jahrgangs, freuen sie sich auf die Pensionierung. Meist wird sich schon nach dieser Zeit gesehnt. Mir hingegen gefällt mein derzeitiges Leben ganz gut, wenn ich auch feststellen muss, das mit der Zeit so manches schwerer fällt. Ich befinde mich in einer Übergangsphase, so ähnlich wie die Zeit der Pubertät. Aber … das wird schon.

Jetzt zur Buga in Erfurt. Seit 23.04.2021 bis zum 10.Oktober findet in Erfurt die Bundesgartenschau statt. Macht ja auch Sinn, in der Garten und Blumenstadt Erfurt. Ein Blumen- und Pflanzenmeer, das 87.000 Quadratmeter umfasst, darunter Tausende Rosen, Stauden, aber auch Nutzpflanzen. Teil der Buga sind auch mehr als 25 Außenstandorte in ganz Thüringen, an denen vor allem historische Garten- und Parkanlagen zu sehen sind.

Wir haben uns dafür Dauerkarten gekauft, denn für Erfurter macht das Sinn. Jedoch hat uns der Zwang zum Corona-Schnelltest abgehalten, gleich zur Eröffnung die Frühjahrsblüher zu bewundern. Pfingsten wurden die Tests abgeschafft und auch das Wetter spielte mit. So konnten wir schon mal am Pfingstsamstag einen Teil des EGA-Geländes besichtigen. Viele Pflanzen hatten ihre beste Zeit hinter sich und wurden auch schon durch neue Pflanzen ersetzt. Und doch war es ein Wohlwollen für die Augen.

Am Pfingstsonntag hatten wir die Festungsanlage auf dem Petersberg geplant. Als wir im Anmarsch auf dem davor liegenden Domplatz ankamen, sahen wir die Ströme der Menschen, die wie Ameisenstraßen anmuteten. Das war einfach zu viel. Kurz entschlossen bummelten wir zum Wenigenmarkt. Dort bekamen wir, wie in Friedenszeiten, ein Glas Wein und einen Aperol-Spritz. Das tat auch mal wieder gut. Die Preise liegen jedoch jenseits von gut und böse.

Für den Pfingstmontag planten wir gleich am Vormittag die Besichtigung des Petersberges. Das war eine goldrichtige Idee. Die Besucher hatten genügend Platz um die schöne Anlagen genießen zu können. Wir waren nicht nur überrascht, sondern überwältigt. Der Petersberg hat seinen teils tristen Charm verloren. Hier war in den 50ern mein Vater zur Offiziersschule, er studierte das Artilleriehandwerk. Später hatte das Ministerium der Staatssicherheit dort das Sagen gehabt.

Durch die bunte Bepflanzung kann man jetzt die ganzen Ausmaße der Festung sehen. So bunt und freundlich hatte ich die Buga seinerzeit in Havelberg und Gera nicht in Erinnerung. Wir sind jetzt als Wiederholungstäter planmäßig an den nächsten Sonntagvormittagen.

Im Schachdorf Ströbeck

Hatte ich schon einmal über das Schachdorf Ströbeck bei Halberstadt geschrieben? Sicherlich wurde es irgendwann in meinem Blog erwähnt. Seit längerer Zeit schrieb ich nicht mehr hier im Blog, weil einfach der Antrieb dazu fehlt. Auch nicht über den Sommerurlaub am Ahrendsee und Werlsee, schon weil es zu dieser Zeit einfach zu warm war.

Zwischenzeitlich haben wir eine Teilsanierung zu Hause abgeschlossen und es ist mir gelungen meine Blogfreundin „Sternenschimmer“ wie im jedem Jahr zu besuchen. An sonsten lief nicht viel, aus besagten Umständen. Und diese Umstände zwingen mich bei meinen Reisen, gerade in Hotel`s, oft mit der Schutzmaske aufzutreten. Das ist nicht nur nervig, sondern es verhindert auch normale Kontakte zu knüpfen.

Also verlege ich mich gleich auf Ferienhäuser oder Wohnungen, in denen ich zwar meist allein bin, aber auch kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich mich ungezwungen bewegen will.

Zur Zeit wohne ich in einer großzügigen Ferienwohnung in dem Schachdorf Ströbeck. Hier mal ein Zitat aus Wikipedia dazu: „Bekannt ist Ströbeck vor allem durch das Schachspiel, welches das Dorf prägt und weshalb der Ort seit 1991 offiziell die Bezeichnung Schachdorf Ströbeck trägt. Der Legende nach soll im Jahr 1011 ein adliger Gefangener des Halberstädter Bischofs (angeblich Gunzelin von Kuckenburg) seinen dortigen Bewachern das Spiel beigebracht haben.“

Nun wollte ich von meiner Vermieterin wissen wo Schach gespielt wird. Sie winkte ab. Es gäbe in der Grundschule zwar ein „Hauptfach“ Schach und einen Verein, aber so viel scheint nicht los zu sein. Auch den Besuch der Dorfkneipe konnte sie nicht empfehlen. Ich war enttäuscht!

Am Dienstag kam sie dennoch zu mir, denn Schwiemu hatte ihr gesteckt, dass am Abend ein Stammtisch im Kneipchen stattfindet. Ich also hin! Draussen stand schon mal, das es nichts zu essen gab. Nun ja … hätte ich eigentlich erwartet. Als ich brav mit Maske den Gastraum betrat, schauten mich 8 Augen an, als wäre ich direkt vom Mars gekommen. Schleunigst nahm ich den Fetzen von der Nase und fragte nach Bier. Nach Wein zu fragen traute ich mich erst gar nicht. So trank ich dann ein Bier am Nachbartisch und hörte den Gespächen der Eingeborenen zu. Dabei ging es meist ums Essen (alles was man nicht hat, ist interessant) und alten Geschichten. An der Wand hing ein historisches Schachbrett, sonst fand ich keine weiteren Hinweise auf diese Leidenschaft. Dann wurde ich aufgefordert mich an den Stammtisch zu setzen. Natürlich waren sie neugierig, wo ich denn herkomme, was ich hier mache und wo ich denn wohne. Das konnte ich ein wenig ausgemalt berichten und selbst Fragen stellen.

Am Stammtisch wurde ungezwungen geredet und eine Runde nach der anderen getrunken. Angesprochen auf Schach, wurde schon abgewiegelt. Das würde langsam einschlafen, aber einmal im Jahr veranstaltet der Verein ein Lebendschach auf dem Platz am Schachspiel. Zunehmend füllte sich der Gastraum auch mit Frauen aus dem Dorf. Dann wurde es lauter und so einige erzählten vom Lebendschach. Fast alle Anwesenden hatten eine angestammte Figur zu verkörpern mit der sie sich vorstellten. Die Kostüme hätten sie zu Hause und wenn das Spektakel beginnt, ist fast jeder Dorfbewohner zugegen. Dabei schwang schon ein wenig Begeisterung mit. Ein Herr am Stammtisch, er war ein Zugezogener, musste, bevor er seine Ströbecker Frau heiratete, mit dem Bürgermeister Schach spielen. Er berichtete das der Bürgermeister herausgeputzt war und ein schwere Kette um den Hals trug, die ihm als Schachmeister auswies. Er selbst hatte Prüfungsangst, Schweißausbrüche und Beklemmung dabei. Der Bürgermeister hatte wohl Mitleid mit ihm und bot ihn ein Remis an, das ihn sein Gesicht waren ließ.

STRÖBECK 24.05.2004 Blick auf ein Schachspiel auf dem “ Platz am Schachspiel “ im Schachdorf Ströbeck in Sachsen-Anhalt. // Chess game chess Ströbeck village in Saxony-Anhalt. Foto: Gerhard Launer

Zum Schluß verspachen sie mir, bei meinem nächsten Besuch am Stammtisch, Schach zu spielen.

Kultur im Corona-Jahr

Wie auch in den Jahren zuvor, hatte ich das Glück, zum Burgtheatersommer nach Dessau-Roßlau eingeladen zu werden.

Bei bestem Wetter und mit gutem Essen im Magen, freute sich meine charmante Begleitung mit mir, auf einen unterhaltsamen Abend.

Nicht wie sonst im Innenhof der Oberburg, sondern wegen der besonderen Umstände in diesem Jahr, fand die Veranstaltung auf den großen Platz der unteren Wasserburg Roßlau statt.

„Geschichten aus dem Wiener Wald“ wurde gespielt. Nicht so lustig wie die Jahre zuvor, jedoch sehr unterhaltsam und keck gespielt.

Bevor wir unsere Plätze einnahmen, fragte sie mich noch wo denn meine Jacke sei. Ich wiegelte ab, denn einen dünnen Pullover hatte ich schon einstecken. Je dunkler es wurde, kam mir die Frage nicht mehr so rhetorisch vor.

Es wurde sau-kalt! Gut das da noch Decken lagen, in die wir uns einmummeln konnten. Die halbnackten Schauspieler hatten uns gegenüber den Vorteil in Bewegung zu sein.

Auf jeden Fall hatten wir unseren Spaß und kamen mal raus aus dem Trott.

Im nächsten Jahr komme ich wieder. Ganz bestimmt.

Die Summe aller Laster ist konstant …

… habe ich letzte Woche von einem Freund gelernt. Und seit dem kaue ich darauf rum.

Was sind eigentlich Laster? Ein Lastkraftwagen wohl nicht. Eingegeben bei Google kommt folgendes: „etwas (Gewohnheit o. Ä.), was als tadelnswert, als schädlich, abträglich für den Betreffenden angesehen wird“

Ach ja … sie meinen eine Zigarre genießen, einen guten Wein trinken, das Nichtstun lieben, frauliche Rundungen bewundern, teure Hobbys, schnelle Autos und was weis ich noch.

Nicht alle Menschen können genießen. Das ist schade … ! Laster und Genuß ist dementsprechend nur ein Wort für Wohlsein aus unterschiedlicher Sichtweise. 😉

Letzte Woche war ich in der Altmark. Das Wetter hat den kleinen Jungen in mir verhindert, denn die Elektrocars habe ich nicht dem Regen ausgesetzt. So viel Zeit zum Putzen danach hatte ich einfach nicht.

Ein Bier mit Freunden war aber keineswegs ausgeschlossen, dafür bin dankbar. Zuerst waren wir in einem Restaurant mit Garten. Dort bestellte ich einen Aschenbecher der mir verwehrt wurde. Nochmal langsam … mir wurde gesagt, hier werde gegessen und Rauchen  stört. Wir sind gegangen. Das hatte ich schon mal erlebt. Wohlgemerkt im Biergarten. Es haben sich Leute zu uns gesetzt, obwohl die Zigaretten auf dem Tisch lagen. Dann wurde laut getuschelt bis meine Begleiterin, wohlgemerkt Nichtraucherin, den Leuten sagte das sie ja rein gehen können. Das hätten sie sich ja auch erkämpft. Außerdem sind genügend Tische im Garten frei.

Nun ja, wir waren dann beim Vietnamesen. Essen ging, Bedienung war zum Heulen. Wenn das Glas leer war, konnte man Kniebeugen machen um die Aufmerksamkeit des Wirtes zu erhaschen.

Ich hatte dennoch einen guten Tag.

 

Ende Juni 2020 …

… habe ich immer noch keinen richtigen Antrieb hier zu schreiben, was mir gegen den Strich geht. Der Monat begann mit dem Pfingstfest, an dem wir nichts unternommen haben und so hat sich der Juni hingezogen. Firmentechnisch habe ich nichts auszusetzen, denn da läuft alles planmäßig. Wenn man das so nennen darf. Nur die Kundenbesuche sind sehr beschränkt, meist basiert das auf Videokonferenzen. Und ja ich weis … viele andere Firmen haben Mitarbeiter entlassen müsssen oder Kurzarbeit angesetzt. Von den Geschäften, Künstlern, Reisebüros, Kleingewerbe oder Veranstaltungsplanern will ich gar nicht sprechen. Das sind die absoluten Verlierer des Corona-Lockdowns.

Jetzt hat die Bundesregierung auch noch den Mehrwertsteuersatz für ein halbes Jahr gesenkt. Wer also jetzt ein Auto für 30.000 € kaufen will, spart ganze 900 €!!! Das ist der Effekt für den Verbraucher. Die Rechnungsprogramme in jeder Firma müssen umgestellt werden und zum Ende des Jahres noch einmal. Die Kosten dafür tragen die Firmen und landen zwangsläufig wieder bei den Kunden. Der Verwaltungsaufwand ist enorm.

Immerhin konnte ich die ganze Zeit über den Erfuter Wochenmarkt besuchen, mit dem ein oder anderen Händler, Bekannten oder Freunden schwatzen. Meine Frau weigert sich bis jetzt ihren Versorgungsauftrag zu erfüllen. Sie bekommt Probleme mit der Atmung unter der Maske. Das ist ja wirklich unangenehm und nur kurzfristig auszuhalten. Sie muss auch nicht mehr von zu Hause aus arbeiten. Das schafft wieder Freiraum und Abwechslung. Obschon meine Mitarbeiter, die im Büro ihren Job nachgehen, gern zu Hause arbeiten und von dort aus gute Ergebnisse erzielen. So unterschiedlich kann dass sein.

Ab heute bleibt auch bei mir das Auto nicht mehr stehen. In dieser Woche bin ich in der Altmark. Treffe mich abends mit Freunden, wir werden Elektrocars fahren und endlich wieder ein Bier zusammen trinken. Hier in der Abgeschiedenheit von Salzwedel, habe ich die Muße und die Zeit, meine Gedanken spielen zu lassen.

Wenn ich die Bilder der letzten Woche anschaue, finde ich nicht was mich vom Hocker reisst. Trotzdem werde ich ein paar Bilder zur Auflockerung einschmuggeln.

Ach ja … letzte Woche kam ein Nachbar und brachte kleine, zum Teil verkrüppelte Erdbeeren aus seinem Garten mit. Das sind genau diese Erdbeeren die ungern gegessen werden. Sie haben jedoch lange in der Sonne gelegen, wenig Wasser bekommen und  somit die ganze Süße auf engsten Raum gespeichert.

Eigentlich wollte ich in diesem Jahr keinen Rumtopf ansetzen. Er hat hat mich dennoch dazu gebracht. Und weil man zum Ansatz mindestens 70% Alkohol braucht, den ich an dem Abend nicht hatte, nahm ich Stroh 80. Das Aroma ist nicht zu toppen.

Wir haben schon den Juni …

… im Jahr 2020! Und alles ist anders geworden. Schon mal ein Novum, das ich hier im Blog im Mai keinen Eintrag eingestellt habe. Themen hätte es genügend gegeben, allein der Elan dazu hat gefehlt. So bekamen wir zum Beispiel ein Care-Paket aus Österreich mit Udon-Nudeln und den dazu gehörenden Bio-Pesto.

Bisher dachte ich dass wir nicht so bedürftig sind. Und dennoch haben wir uns sehr darüber gefreut. Denn Nudeln sind nicht so unser Ding. Aber diese Nudeln schmecken ganz anders. Sie gehen runter wie Öl!

Ein Geschmackserlebnis der besonderen Art. Herzlichen Dank dafür.

Und dann kommen noch so ein paar Momente hinzu, bei denen ich mich schon hinterfragen musste.  Morgens in die Firma gefahren, mit der Überzeugung das Handy zu Hause liegen gelassen zu haben.

Im Büro angekommen grinste ich in mich herein, denn nun konnte ich meine Frau bei ihrer Heimarbeit stören. Ich wählte meine Handynummer und wartete darauf ihre genervte Stimme zu hören. Und dann klingelte meine Hemdtasche.

Normalerweise fahre ich über die Himmelfahrtswoche mit dem Rad. In diesem Jahr ist es anders. Ich hatte keine Traute eine Tour in das Blaue zu fahren. Was wenn ich unterwegs keine Unterkunft bekomme? Die Hotelwirte trauen sich nicht einem Radfahrer ein Bett zur Verfügung zu stellen.

Schon der Osterurlaub auf Mallorca fiel dem Wahnsinn zum Opfer.

Dennoch habe ich Grund mich zu freuen. 1 1/2 Jahre vor der Pensionierung wurde meine Stelle Firmenintern ausgeschrieben. Und es hat sich eine Frau gefunden die mich ersetzen will. Das macht mich schon ein wenig zufrieden. Genügend Zeit zu haben ein Stück Lebenswerk weiter geben zu können. Wer hat das schon.