Kultur im Corona-Jahr

Wie auch in den Jahren zuvor, hatte ich das Glück, zum Burgtheatersommer nach Dessau-Roßlau eingeladen zu werden.

Bei bestem Wetter und mit gutem Essen im Magen, freute sich meine charmante Begleitung mit mir, auf einen unterhaltsamen Abend.

Nicht wie sonst im Innenhof der Oberburg, sondern wegen der besonderen Umstände in diesem Jahr, fand die Veranstaltung auf den großen Platz der unteren Wasserburg Roßlau statt.

„Geschichten aus dem Wiener Wald“ wurde gespielt. Nicht so lustig wie die Jahre zuvor, jedoch sehr unterhaltsam und keck gespielt.

Bevor wir unsere Plätze einnahmen, fragte sie mich noch wo denn meine Jacke sei. Ich wiegelte ab, denn einen dünnen Pullover hatte ich schon einstecken. Je dunkler es wurde, kam mir die Frage nicht mehr so rhetorisch vor.

Es wurde sau-kalt! Gut das da noch Decken lagen, in die wir uns einmummeln konnten. Die halbnackten Schauspieler hatten uns gegenüber den Vorteil in Bewegung zu sein.

Auf jeden Fall hatten wir unseren Spaß und kamen mal raus aus dem Trott.

Im nächsten Jahr komme ich wieder. Ganz bestimmt.

Noch einmal Halle …

heute war das Kibitzsteiner Kabarett angesagt. Jedenfalls am Abend. 😉

Draussen schneite es ein wenig und im Kabarett ist der Funken nicht übergesprungen. Vielleicht lag es auch am Publikum. Eine Horde Lehrer aus der Lutherstadt Eisleben. Wir waren dort zwei Menschen aus der Randgruppe.

Möglicherweise haben sie auch den Weihnachtsmarkt davor verpasst. Es kam jedenfalls keine Stimmung auf. Schade aber auch. 🙂

Zum 1. Advent …

… wünsche ich allen Lesern eine friedliche und gemütliche Adventzeit.

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Auch in Erfurt hat der Weihnachtsmarkt begonnen. An allen Ecken der Stadt innerhalb der ehemaligen Stadtmauer brodeln die Menschenmassen, von unendlichen Buskolonnen angekarrt.  Den Domplatz kann man am Wochenende nur mit Mühe und Rum Geschubse betreten. Als wir am Samstag Nachmittag über den Domplatz schlendern wollten und die Massen gesehen haben, wurde es mir mulmig.

Also zogen wir in Richtung Krämerbrücke, die völlig versperrt war. Dahinter, am Wenigenmarkt hat sich die Masse gelichtet. Hinter der Krämerbrücke, am Augustiner wurde es dann gemütlich.

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Später zogen wir uns zur Alten Oper zurück, denn dort trat Uwe Steimle auf, wofür wir Karten im ausverkauftem Haus bekommen haben.

Die Show war unterhaltsam und kurzweilig. Auch wenn von öffentlicher Stelle Herr Steimle sehr argwöhnisch beäugt wird, er halt das Herz am richtigen Fleck.

 

Mein letzter Eintrag …

… ist nun schon gut 10 Tage her. Ich werde nachlässig.

Wir haben in der Nähe von Bad Homburg eine Hochzeit miterlebt, die gleichgeschlechtlich und nicht meinen Vorstellungen entsprach. Aber was juckt schon dem heutigen Geschehen meine Vorstellungen!

Und dann war selbst ich überwältigt, von der Liebe des Paares. Es war eine wunderschöne Hochzeit, in herrlicher Atmosphäre, wie ich es nicht erwartet habe. Jetzt muss ich wohl doch mal meine eingefahrenen Gedanken neu ordnen.

Es war jedoch nicht viel Zeit zum darauf rum denken. Denn zur Zeit runde ich wieder in Mitteldeutschland rum, jetzt gerade im Süden von Sachsen-Anhalt.

Am vergangenen Wochende erlebten wir einen kulturellen Höhenpunkt mit dem Hintergrund des Dom von Erfurt, der eine gute Kulisse für das Musical „Der Name der Rose“ abgab.

Die ganze Veranstaltung begann für alle mit einem Gewitter und Regen der erst einmal die Moral des Publikums auf die Probe stellte. Doch nach einer halben Stunde wurde alles gut.

Das Buch habe ich vor Jahren verschlungen. Den Film sah ich mehrmals. Im Musical erkannte ich alle Kapitel wieder, auch wenn eine halbe Stunde gekürzt wude.

Die Veranstaltung muss wohl von Amts wegen um 23:00 Uhr zu Ende sein. Mit hat es ausnahmslos, bestens gefallen.

Jetzt bin ich in Halle bis Donnerstag. Auch nicht schlecht. Von hier aus fahre ich nach Merseburg, Sangerhausen, Weißenfels und Eisleben.

Ja … und dann wird es mal Urlaubszeit. So richtig bekomme noch gar keine Verbindung zur Erholung. Doch das wird sicher noch kommen. Wenn ich daran denke, auch im Urlaub in einem Hotel wohnen zu müssen, dann … ja dann bezweifele ich Erholung zu bekommen.

Dennoch freue ich mich auf Wien. Wir können nach Jahren mal wieder unsere Freunde sehen und quatschen bis nichts mehr geht.

Ein paar Bilder …

… vom Mittwoch Abend. Wir waren im Burgtheater Dessau-Roßlau. Wie schon 2017 bei Peer Gynt und 2018 in „ein Sommernachtstraum“ war die Kulisse und das „Drumherum“ traumhaft.

Ein gutes Essen vor dem kulturellen Leckerbissen, einen guten Wein während der Vorstellung und die charmante Begleitung rundeten den Abend ab.

Die Handlung beginnt mit einer Katastrophe – einem Schiffsuntergang. Ein Mädchen rettet sich aus dem Meer ans Land, auf die Insel “Illyrien”. Viola, vaterlos und heimatlos in die fremde Welt gespült, trauert um den Verlust ihres Zwillingsbruders Sebastian, der scheinbar vor ihren Augen ertrunken ist. In der neuen, eigentlich heilen Welt angekommen, erlebt sie Menschen, die verzweifelt etwas suchen und brauchen – den Narzissten Orsino und die ewig trauernde Olivia, das immer trinkende und feiernde Verwandtschafts- und Hofgesindel und den Sittenwächter Malvolio. Ein verwickeltes und verworrenes Verwechslungsspiel beginnt.

›Was ihr wollt‹ ist ein unglaublich lebensfrohes Stück, das sich wunderbar für unser junges Ensemble eignet. Es bietet die Möglichkeit, intensiv mit Musik und Tanz zu arbeiten, die Komödie zu bedienen und dennoch dem Herzen und der Poesie großen Raum einzuräumen. Zitat: https://theaterburg-rosslau.de/burgtheatersommer-2019/abendstueck/

Immer wieder gern.

Erfurter Puffbohne, Kabarett

Am Samstag, das erste Wochenende im Mai, waren wir mal wieder zu einer Kabarett-Vorstellung im DASDI-Stage.

„Déjà-vu – Augen auf und durch“

Das Thema war wie so oft, was Frauen sagen und was sie damit meinen. Ein unerschöpfliches Thema, wenn man es mit Humor nehmen kann. Es war eine Premiere, man merkte den Akteuren ihre Nervosität an.

Mit der Zeit hatte auch ich ein Déjà-vu. Viele Gag’s kannte ich schon von Videos und Bildern, die per WhatsApp die Runde machen. Es war Aneinanderreihung solcher Witzelein, die auf die Dauer einwenig spröde wirkten. Und dennoch fühlte ich mich gut unterhalten.

 

Die 12 Tenöre

Am vergangenen Freitag durften wir in der „Alten Oper“ zu Erfurt den 12. Tenören lauschen. Ein besonderes Hör- und Seherlebnis für das Gemüt. Gut geöhlte Männerstimmen kann man wenigstens verstehen.

„In ihrer 2-stündigen Bühnenshow greifen die 12 Ausnahmesänger Musikgeschichte auf. Kraftvoll und einzigartig lassen sie Lieder der verschiedensten Genres wieder aufleben: Lieder, die die Pop- und Rockkultur geprägt haben, Balladen, die Millionen von Menschen berührt haben, und klassische Arien, die wohl bis in alle Zeit überdauern werden.“ Zitat: https://www.dasdie.de/veranstaltung/the-12-tenors.html

Ich mag ja den disziplinierten Männergesang. Vielleicht liegt das ja auch daran, weil mir schon immer der Marschgesang einer Kompanie gefallen hat.

Wie dem auch sei, die 12 Tenöre kann ich empfehlen.

EINE FRAU, DIE SCHWEIGT …

… UNTERBRICHT MANN NICHT!

Am Freitag Abend waren wir mal wieder im Dasdie Stage Erfurt, und zogen uns eine Komödie des Kabaretts „Fettnäpfchen“ rein.

Das Thema versprach humorvolle Unterhaltung. Ein Zweimannstück rund um das Thema  „Gestaltung der silbernen Hochzeit“ und natürlich dem Dauerbrenner … „das Leben in der Ehe“. Oder sollte ich besser schreiben … „Hetero Ehe“. Denn wie es in einer Gleichgeschlechtlichen Ehe hergeht, kann ich ja schlecht wissen.

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Wie dem auch sei, unsere Lachmuskeln wurden  trainiert, denn Mann kann auch über sich selbst lachen. Die Künstlerin hatte eine Stimme wie Leni Stats. Das war eine deutsche Humoristin und Kinderstimmen-Imitatorin aus dem Osten. Auf die Dauer konnte ich diese hohe und anklagende Stimme kaum aushalten. Aber vielleicht sollte das auch sein. 😉

Die Preise der Gastronomie im Stage wachsen auch stetig. Ein Glas Riesling bekommt man dort nicht unter 8 Euronen. Kein Wunder das der Großteil des Publikums sich an Wasser gehalten hat.

Kirche einmal anders

Das bezeichnende Merkmal einer Kirche ist aus meiner Sicht der Kirchturm. Dieser beherbergt in der Regel das Kirchengeläut, also die Glocken. Es geht aber auch anders.

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Die evangelische St.-Bartholomäi-Kirche in Waldersee, Gemeinde Dessau-Roßlau hat statt einem Kirchturm einen Obelisken als Spitze. Eine Glocke findet man hier wohl kaum. Oder doch?

Dinge gibt es, die gibt es gar nicht.

Als ich heute die Ventilatoren …

… gut verpackt in den Keller gebracht habe, konnte ich nicht umhin, meine Frau zu fragen, ob ich nicht schon die Weihnachtsdekoration mitbringen soll. Erst sah sie mich mit dem Blick „ist der noch bei Trost?“ an, dann grinste sie doch wegen des schlechten Witzes.

Jetzt wo aus meiner Sicht diese ständige Hitze endlich vorbei ist, hat auch der Oktober schon verspielt. Wenn der November hält was er verspricht, gehen wir direkt vom Sommer in den Vorwinter über. Wenn es so wird.

In den letzten Wochen hatte ich kaum Zeit für den Blog, auch der Antrieb etwas zu schreiben fehlte einfach. 2 Wochen lang hatte ich das Büro besetzt ohne den Kopf nach oben zu bekommen. Dann endlich eine Woche Urlaub und keine Lust auf Reisen zu gehen. Das tut auch mal gut. Morgens etwas länger schlafen und dann in Ruhe den Tag beginnen.  Dennoch waren die Tage dieser 3 Wochen gut gefüllt. Unsere Freundin aus Wien schickte uns ein Rezept für Pflaumen-Chutney. Das musste ich natürlich ausprobieren. Und weil es so gut schmeckt, haben wir auch gleich etwas mehr für den Winter eingekocht.

Einen Tag der zwei Bürowochen büchste ich nach Nordthüringen aus, um eine langjährige Kundin in den Ruhestand zu verabschieden.

Ein Wochenende fuhren wir den Umzug unserer Tochter von Weimar nach Erfurt, damit verbunden auch einige Einkäufe in Möbelhäusern.

Der Zwiebelmarkt in Weimar ist ein MUSS für uns. Den können wir nicht schwänzen.

Letzten Dienstag stand Mühlhausen auf dem Programm, eine Besichtigung der Ausbildungsstätte vom Töchterchen.

Es ist Apfelzeit und Apfelschwämme. Also  machten wir Apfelmus bis zum Abwinken. Den herrlichen Geruch habe ich heute noch in der Nase.

Auf dem Programm stand auch das Einlösen eines Gutscheins für ein Bierseminar. Alles sehr gut und informativ gemacht, doch als eine Teilnehmerin per Telefon den plötzlichen Tod ihres Vaters erfahren hatte, war die Stimmung hin. Den kalten Schauer auf dem Rücken kann auch kein so leckeres Bier verscheuchen.

Gestern noch Familiengeburtstag und Markt in Tiefengruben, heute schon wieder die ersten Gedanken an die nächste Woche. Das Auto ist getankt und gewaschen, es geht wieder Richtung Dessau, Jessen, Wittenberg, Aschersleben und Bitterfeld.

 

So langsam kommt wieder Ruhe in den Kopf. Lasst es Euch gut gehen, solange es noch geht!