Wiederholungstat

Nach zwei Jahren wollten wir die Whiskystrassenbahn noch einmal machen.

https://maenne2456.wordpress.com/2016/05/23/whisky-strassenbahn/

Gegen 19:00 Uhr trafen wir uns im Dubliner Irish Pub zu Erfurt zum Auftakt der herbstlichen Whiskystrassenbahn. Etwa 20 Teilnehmer fanden sich, meist aus den ländlichen Gebieten Thüringens, um ein besonderes Whiskyseminar zu erleben.

Erst ein gutes Essen im Pub legte die Grundlage für den Alkohol und die guten Tropfen die uns geboten wurden. Dann ging es gegen 20:00 Uhr mit der Straßenbahn los. Eine Dixieland band spielte herrliche und lustige Musik zum feuchtfröhlichen Anlass.

Wir fuhren überall dort wo Schienen liegen. Es gab Bereiche von Erfurt die mir nicht bekannt waren. Unterwegs gab es auch noch eine Stärkung, damit die Prozente nicht so sehr in Kopf gehen.

Die Stimmung war richtig gut. Am Messegelände von Erfurt wurden die Türen geöffnet, damit der schwelende Alkoholgeruch auch mal an die frische Luft kommen konnte. Aber auch, weil Mann eine Zigarette genießen wollte.

Am Ende der Fahrt landeten wir in Patricks Pub und dort in dem Gewölbekeller der Lokalität.

Wir hatte Spaß und gute Unterhaltung. Das Whiskyseminar zog sich hin, die Tropfen wurden immer gehaltvoller und die Unterhaltung immer intensiver.

Echt mal, wir werden auch in Zukunft solche guten Seminare besuchen.

 

 

 

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Manchmal …

habe ich die Gelegenheit schöne und alte Dinge anzusehen …

Und manchmal sehe ich skurile Sachen die mich zum Nachdenken anregen.

Nach dem „Bürgerschießen“ von Bad Dürrenberg kommt die Entspannung.

In Erfurt und in Halle.

Wo auch immer ich bin, sehe ich Dinge, Sachen und Verhaltensweisen, die mich erstaunen oder mir gut tun.

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Wenn der Sommerurlaub vorüber ist …

… ist auch das Jahr vorbei.

Das habe ich in den gut 60 Jahren meines Erdendaseins erfahren. Jetzt haben wir schon Ende August. Es folgen die Herbstmonate und das Rennen Richtung Weihnachten. Und *PUFF* ist das Jahr schon wieder Geschichte.

Den Sommerurlaub haben wir in der Heimat verbracht. Im Kurort Rathen, an der Elbe, in der sächsischen Schweiz. Sehr ruhig und sehr erholsam. Wobei … mir so einiges aufgefallen ist.

  • Ist man beruflich viel unterwegs und übernachtet in Hotels, macht Erholungsurlaub, egal wo, in einem Hotel keinen Sinn. Ferienwohnungen oder Suiten können Abhilfe schaffen.
  • Mann und Frau sind nicht dafür bestimmt über einen längeren Zeitraum, 24 Stunden am Tag zusammen zu sein. Das kann sogar zum Stress ausarten. Manchmal ist ein Nichtwohlsein der Frau oder des Mannes die Lösung. Ein einsamer Vormittag, an dem sich der Partner erholen kann, ist dann sehr erholsam.
  • Kultur bringt Zerstreuung. Auch wenn man mit dem Partner zur Bühne geht, kann der Geist entfliehen. Wir hatten das Glück den „Freischütz“ von Carl-Maria von Weber und Uwe Steimle in der Felsenbühne Rathen erleben zu dürfen. Schon die Kulisse der Felsenbühne beflügelt die Fantasie. Und Uwe Steimle, ein Satiriker, ist der Ursachse in direkter Nachfolge von Wolfgang Stumph und wird von den Medien wegen seiner einfachen und ehrlichen Meinungsäußerung in die rechte Ecke gedrängt. Das ist Art der deutschen Bundesregierung, Kritiker mit Hilfe der Journalisten mundtot zu machen.

Wie dem auch sei, der Sommerurlaub ist vorbei, wir sind erholt und die Rentnergang auf dem Domplatz hat uns wieder erkannt. Heute habe ich den Gedanken verfestigt, mich als Kandidat der Erfurter Alte Männer Gang zu bewerben. Die haben noch Spaß an ihren Zusammenkünften und wahren sich die Freiheit der eigenen Meinung. Frauen sind dabei nicht zugelassen. Und doch reden sie über ihre Frauen nur im warmen Ton.

 

Es grillt da draußen …

… wie ich es in meiner Kindheit erlebt habe. Wahrscheinlich empfinde ich die Wärme des aktuellen Sommers auf Grund meines Alters als Belästigung. Ich kann mich an Sommer erinnern, die am Wasser, in Gral Müritz, genauso schön waren. Nur … bin ich dann ins Wasser gesprungen. Oder wir haben uns im Kinderferienlager in Glowe mit Tomaten beworfen. Das war ein Gaudi!

Und wenn es dann noch geregnet hat, sind wir in Badehose durch die Pfützen gerannt, dass es nur so gespritzt hat. 😉 Ob es nun 2 Grad kühler war als heute, kann ich nicht mehr sagen. Wir hatten jedenfalls Spaß.

Doch jetzt mal eine andere Meldung:

Es ist die längste totale Mondfinsternis des gesamten 21. Jahrhunderts.
Mondaufgang ist bei uns in Erfurt am 27.07.2018 um 21:01Uhr
Bereits um 19:13Uhr, also vor dem Mondaufgang in Erfurt, beginnt die Finsternis.
21:30Uhr taucht er dann komplett, für 1Stunde und 43Minuten, in den Kernschatten der Erde ein. Der Höhepunkt der Mondfinsternis ist gegen 22:22 Uhr. Blutrot wird er aussehen.
23:13Uhr beginnt er den Kernschatten zu verlassen. Und um 1:30Uhr ist alles vorbei. Unser Mond leuchtet wie immer am Firmament, als ob nichts geschehen wäre.

Heute habe ich in Erfurt gar keinen Mond gesehen. Nur die Grillen haben gezirpt.

Wie ist es denn bei Euch?

Halle an der Saale im Sommer

Ich bin ja gerne in Halle an der Saale. Die Leute liegen mir und die Stadt, aber auch die Umgebung bietet so manches.

In dieser Stadt hatte ich das seltene Glück bei einem Einkauf neuer Hemden eine sachkundige Verkäuferin zu finden. Das ist nicht mehr selbstverständlich.

Die Hinterhöfe sind sehr unterschiedlich und erinnern mich an Zilles Bilder. Oder an Spanien. Wie man es nimmt. 😉

Jedenfalls ist das Wetter sehr sonnig und ich schwitzte so vor mich hin. Auch wenn das Wasser an den umliegenden Seen zum baden einlädt.

Man kann hier eine Menge Kultur erleben.  „Vom 3.Juli bis 11.August bietet der 12.Cultoursommer wieder mit zahlreichen Veranstaltungen ein buntes attraktives Programm. Eröffnet wird er am Dienstag 3.Juli mit einem Konzert des Durham University Classical Ensemble und dem Akademischen Orchester der Martin-Luther-Universität. „Venus und Adonis“ von Blow, „Abdelezar“ von Purcell und Beethovens „Eroica“ werden unter der Leitung von Chris Waters in der Aula der Universität erklingen.“Ein Zitat von: https://hallespektrum.de/nachrichten/12-cultoursommer-beginnt/318506/

Beethovens „Eroica“ war der Hammer. So entspannt und mitgerissen war ich schon lange nicht mehr.

 

Kurz mal nach Wrocław (Breslau)

im Südwesten von Polen gelegen, ist mit fast 640.000 Einwohnern nach Warschau, Krakau und Łódź die viertgrößte Stadt des Landes, Verwaltungssitz des gleichnamigen Powiat sowie Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien. Zitat aus wikipedia

Am Freitag war es mal wieder soweit. Wir treffen uns einmal im Jahr mit unseren Kollegen aus Konin zum Feiern. Das endet meist mit glasigen Augen am nächsten Morgen. In diesem Jahr waren die Polen an der Reihe das Sommerfest auszurichten.

Freitag am frühen Morgen 05:30 Uhr fuhr der Reisebus schon los. Nichts für mich, das ist nur Quälerei.  In Dresden nahmen wir dann auch noch die Kollegen aus der dortigen Niederlassung mit. 3 mal Stau und einmal komplett von der Autobahn runter, machte ganze 9,5 Stunden Fahrt. Bei dieser Hitze hatte dann auch die Klimaanlage  so ihre Schwierigkeiten.

Am Nachmittag dann die obligatorische Stadtführung bei 33 Grad im Schatten und den gab es dann nicht mal.

Die Stadt … was davon nach dem Krieg übrig geblieben ist, kann sich sehen lassen. Wie unser Führer erzählte, begannen die Renovierungsarbeiten an den alten Gebäuden erst in den 1990er Jahren. Also nicht anders als bei uns im Osten.

Bisher kannte ich den Fluss Oder nur als die neue Grenze zwischen Polen und Deutschland bis zum Stettiner Haff. Mein Horizont erweitert sich stendig.

Eine Besonderheit der Stadt sind die Zwerge. Aus Wikipedia habe ich das hier eingebunden: „Die Breslauer Zwerge sind eine Touristenattraktion in Breslau. Die politische Oppositionsbewegung „Orange Alternative“ hatte in den 1980er Jahren mit spontanen Aktionen (zum Beispiel Demonstrationen im Zwergenkostüm) Kritik am kommunistischen Regime in Polen geübt und einen gusseisernen Zwerg („Papa Zwerg“) in der Breslauer Altstadt aufgestellt.

Im Sommer 2001 tauchten die ersten Zwerge, als Projekt von Studenten der Kunsthochschule, in der Stadt auf. Seit 2004 der Künstler Tomasz Moczek beauftragt wurde, zwölf Zwerge zu fertigen[1], gibt es die Figuren in verschiedenen Varianten in der ganzen Stadt. Anfang 2009 gab es bereits 95 Exemplare,[2] im August 2014 wurde der 300. Zwerg in Breslau aufgestellt. Die Figuren werden aus Bronze gegossen und haben eine Größe von etwa 30 cm.

Der Abend begann mit einem Gala-Essen und endete mit viel Wodka, erst als es dem Morgen graute. Wer dazu Wasser getrunken hat, sah danach auch klare Bilder. Der Rest hatte Kopfweh.

Ohne Besichtigung des Panorama von Racławice kamen wir aber nicht davon. Der Pole braucht für die Erhaltung seines Selbstbewußtseins heroische Gedenkstätten, die daran erinnern, das sie nicht immer verloren haben.

Ein Vorteil dieser Besichtigung war allerdings die Klimaanlage, welche wir beim Verlassen sehr vermissten.

Gegen 20 Uhr kamen wir wieder in Erfurt an. Es war stressig aber auch mal wieder schön die Kollegen hinter der Oder zu sehen.

Ende Februar / Anfang März 2018

Der Februar endet in Magdeburg am Montag und Dienstag in Halberstadt bei eisiger Kälte.

Und dennoch hat dieser Winter etwas. Fast vergessen geglaubte Bilder einer Winterlandschaft rücken wieder in das ständige Erinnerungsvermögen.

In Kleinmölsen, kurz vor Erfurt hat man winterlichen Humor und künstlerische Umsetzungstalente.

Diese niedliche Spinne, oder wie man in Erfurt so schön sagt, dieser Ganker verirrte sich in unsere Badewanne. Jetzt soll das komplette Bad saniert werden. Das ist Stress der auf uns zu kommt.

Das erste Wochenende im März hat den Eiermann auf dem Markt zu Weichei gemacht. Wir musste ohne frische Eier und bei Kälte zur Planung des neuen Bades in die Andreasstraße 1. 

Der Service dort gefällt mir gut. Habt ihr schon mal ein betrunkenes Straßenschild gesehen?

Den Sonntag wollten wir eine neue Ausstellung über „alte Nutzpflanzen“ auf der EGA ansehen. Jetzt fiel uns auf, wie lange wir nicht dort gewesen sind. So im Winter ist ja auch nicht viel los dort.

Aber im Schmetterlingshaus soll es ganzjährig warm sein. Man sollte vielleicht dort überwintern. Ja und nun kamen sie uns im Gartenbaumuseum mit solchen Sprüchen.: „Der schönste Apfel hat oft einen Wurm.“ Tztztztztz

Jedenfalls waren wir von der hoch-geprieseneen Ausstellung ein wenig enttäuscht. Keine Pflanzen, für den Laien zu trocken und so gingen wir unwillig nach Hause.

Das Wetter zeigt sich am Sonntag zwar von seiner besten Winterendeseite, was uns jedoch nicht vom Sitz- und Liegemöbel hoch trieb.