Martin Reik Quartett & Friends

Am Montag, den 18. Dezember hat das neue Theater zu einem Weihnachtskonzert mit dem Martin Reik Quartett & Friends um 19.30 Uhr in den Saal des neuen Theaters eingeladen. Das seit vier Jahren zusammen musizierende Quartett um den Schauspieler Martin Reik begegnet dem Thema Weihnachten auf sehr groovige und jazzige Weise. Der Merseburger Hochschuldozent Frank Venske, der Orgelbauer Thomas Schildt und der Staatskapellen-Schlagzeuger Ralf Schneider haben sich in Halle bereits mit der Band JazzEnough, in der u.a. Antje Brömme als Sängerin aktiv ist, einen guten Ruf erspielt. Sie haben den musikalischen Autodidakten Reik unter ihre Fittiche genommen und mit ihm ein Konzert-Programm unter dem Titel „LET IT SNOW“ auf die Beine gestellt. Die Band hat sich mittlerweile ein großes Repertoire erarbeitet. Außerdem sind „Spezial-Programme“ entstanden: U.a. ein Abend über Billie Holiday, ein Latin-Special und jetzt auch noch ein Weihnachtskonzert und die dazugehörige CD mit dem Titel „Let It Snow“, die an diesem Abend erstmals dem Publikum vorgestellt wird. https://hallespektrum.de/nachrichten/kultur/martin-reik-quartett-amp-friends-let-it-snow/277436/

Ich war so relaxt wie selten. Das war herrlich.

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42. Kalenderwoche 2017

i16.10. – 22.10.2017

Der Nachsonntag hatte schon gut angefangen. Durch eine Absage für den Montag hatte ich Zeit. Das ist ein Geschenk! Vormittags Büro, konzentriertes arbeiten, das macht einfach Spass. Mittags Tasche packen und dann schön in Ruhe durch die Landschaft in die Altmark fahren.

Am Arendsee, mitten in der Walachei Quartier bezogen. Ringsum Urlauber die mich bemitleideten, weil ich vor der Tür saß und meine Korrespondenzen beantwortete. Sie hatten ja gar keine Ahnung wie das ist, zu arbeiten wo andere Urlaub machen.

Der Dienstag war noch nicht richtig erwacht als ich zum Frühstück ging. Gegen 8 Uhr sahen auch die Weihnachtsgänse noch keine klaren Bilder.

Die Baumkuchenstadt Salzwedel, etwa 30 km entfernt von Arendsee war mein Ziel. Der Menschenschlag dort liegt mir nicht so gut, deshalb fasse ich mich kurz und verschwinde nachdem alles gesagt und getan ist.

Die heraus gearbeitete Zeit nutzte ich so gut es ging, die Gegend zu betrachten. Am Arendsee bekam ich zum Mittag „lose Wurst“ oder wie man im Volksmund sagt „tote Oma“. Für mich ein Schmaus aus der alten Küche. Danach verschreckte ich die Möwen am See und bewunderte die Seetribüne mitten im Wasser.

Osterburg war für den Mittwoch geplant. Vorher schnell nach Stendal, dort holte ich einen Mann ab, der mit mir in der Seele verwand ist. Es fühlt sich immer warm an wenn wir uns begegnen. Für mich eine außergewöhnliche Begegnung.

Der Nebel verzog sich erst nach dem Mittag in der Altmark. Nun setzte ich um in den Harz. In Halberstadt hatte ich am Donnerstag zu tun.

Diesmal dauerte der Termin gut 4 Stunden. Ich war wie gerädert als alles geregelt war.  Die Fahrt über den Harz nach Hause entschädigte durch die Farbenpracht des goldenen Herbstes.

Freitag früh wie immer zur Massage. Nur das ich gar kein Termin hatte. Als ich dann im Büro meinen Rechner anschaltete, fragte er mich was denn da will. Ich hätte um 8 Uhr einen Termin bei der Hausärztin. Also habe ich einen neuen Termin vereinbart, an dem ich zwar da war, jedoch nicht ran kam. Länger wie eine Stunde Wartezeit hatte ich nicht. Also habe ich einen neuen Termin eine Woche später vereinbart. Schuld war ich selbst. Wozu hat man einen Terminkalender!

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Am Abend machten wir uns eine Pizza zur Belohnung.

Samstag morgens wie immer auf dem Markt. Als wir aus der Tiefgarage nach oben kamen, traf mich fast der Schlag. Wir haben Oktober und in Erfurt wird der Weihnachtsmarkt  aufgebaut. Ich fasse es nicht!

Dort wo wir immer das Samstagssektfrühstück zelebrieren hatte man schon seit vielen Monaten keinen Sekt anzubieten. Gläser werden für jedoch vorgehalten. Also bringen wir eben den Piccolo selbst mit. Nun aber, hat der Krieg der Bäcker in Erfurt erste Opfer zu beklagen. Eine Reihe Filialen schließen. Der Markt bereinigt seine Auswüchse. Im Zuge der Plünderung einige Filialen durch verbleibende Läden, hat der Laden am Domplatz 3 Kisten Piccolo geordert. Nun brauchen wir nicht mehr unsere Vorräte mitzubringen. Das hat auch etwas. 😉

Am Samstagabend hatten wir Karten für die Buddy Holly Show im Dasdy-Brettl. Als es soweit war dort hin zu gehen, hatten wir keine Lust dazu. Doch der Abend lohnte sich sehr. Die Stimmung mit der Musik aus den 50er Jahren war einfach genial. Alle Lustlosigkeit war verflogen.

Den Rest vom Wochenende habe ich vergessen. Trübes Wetter und kuscheliges Sofa, bis einer von uns einen Koller bekam und die Heizung putzte. Dann musste auch noch das Monster von Sofa aus der Ecke raus, weil  sie unbedingt ihren Staubsauger durch die Gegend schieben wollte.

Noch Fragen?

Renft Combo

P1170642Die haben wir uns heute live rein gezogen. Erlebnis pur für uns.  Renft ist eine „Combo“ die in der DDR Musikgeschichte geschrieben hat. Die haben Spaß am Musizieren und machen noch Musik mit Handarbeit.

Renft wurde bei uns verboten und ausgebürgert. Nach der Wende haben sie sich wieder gefunden und wir durften heute die alten, immer noch unter die Haut gehenden Lieder anhören.

Der Apfeltraum ist eines der schönsten Lieder von Renft.

32. Kalenderwoche 2017

Es war die Dessauer Woche. Am Nachsonntag auf den Weg dahin, hatte ich den Blick vom Berg auf das kleine Städtchen Wiehe an der Unstrut. Dort im Tal verkroch sich der Nebel und gab von oben sein Schauspiel preis.

Am Vormittag Jessen und am Nachmittag Dessau. Es war schon schwer ein Hotelzimmer in der Stadt zu bekommen. Die Weltausstellung in der Lutherstadt Wittenberg zieht eine Menge Touristen an. Gut für die Region.

Dienstag dann Zerbst und Mittwoch Wittenberg. Von dort aus ist Jüterbog nicht weit, wo ich mir einmal im Jahr ein paar neue Schuhe kaufe. Das hat auch in diesen Jahr auf Anhieb geklappt.

Nicht weit von Jüterbog ist die kleine Ortschaft Kloster Zinna, die ich schon immer mal besuchen wollte.

Auf mich machte der Ort einen etwas verschlafenen Eindruck. Kaum Menschen auf den Straßen, wenn man mal von der Bundesstraße 101 absieht, die direkt durch den Ort nach Berlin führt.

In der Umgebung ist man wohl öfters mit Inliner unterwegs, denn anders kann ich mir dieses Schild nicht erklären. Jedenfalls ist auch schon an Weihnachten gedacht, im Christbaumland.

Am Abend konnte ich in angenehmer Begleitung auf der Burg Rosslau dem Theaterstück Peer Gynt folgen. Das war ein sehr gelungener Abend für mich.

Als am Donnerstag die Arbeit getan war, gondelte ich nach Bad Saarow, um dann mit vollem Auto nach Erfurt zu fahren. Das war ein sehr langer Tag auf der Autobahn.

Freitag im Büro. Letzter Tag vor dem Urlaub. Das ist schon komisch, wenn alles bedacht sein muss um 2 Wochen abzusichern. Jedes mal beschleicht mich das Gefühl etwas Wichtiges vergessen zu haben.

Samstags mal nicht auf den Domplatz, weil wir nicht alleine sind. So langsam gehen die Gedanken zum nahenden Urlaub und zu den nötigen Vorbereitungen.

Trotzdem fanden wir noch Zeit, am Sonntag mit Freunden ein Glas Wein in der Stadt zu trinken. Und schon war auch die 32. Kalenderwoche 2017 Geschichte.

Kultur und Halle …

… gehört irgendwie zusammen. Jedenfalls für mich. Und ja, ich gebe gern zu, die Tatsache dass ich im Hotel übernachte und Kurzweil suche, motiviert mich sehr das Kulturangebot vor Ort anzunehmen. Nirgendwo in Sachsen-Anhalt ist das leichter wie in Halle. Das Angebot ist enorm.

Heute Abend war ich wieder im neuen Theater zu einem Liederabend mit dem Motto: „Schon wieder nass! – Ein Piraten-Liederabend“

Der Theaterhof war voll, die Stimmung lustig. Das gefällt mir gut und macht Laune noch mehr davon zu genießen. Mit einfachen Mitteln wird hier in Halle Freude und Lebenslust verströmt.

Nächste Woche werde ich auch wieder hier sein. Mal sehen was dann auf dem Programm steht. Jedenfalls am Abend.

Neben der Arbeit gibt es auch Momente, wie hier im Südharz, an denen der Stress abfällt. Die Schönheit unserer Heimat, wenn man sie sehen kann.

Schauen wir hin.

Ein melodischer Abend

Der Hallesche Jazzer Conny Bauer ist ein Meister der melodischen Improvisation auf der Posaune und dem Publikum des neuen theaters sicher nicht erst durch sein Mitwirken bei der »Stunde der Komödianten« ein Begriff. Nun feiert er einen runden Geburtstag mit einem Konzert bei uns. »Der gelbe Klang« ist inspiriert von der Experimentierfreude und Modernität Wassily Kandinskys, der seinem ersten Bühnenwerk diesen Titel gab. Conny Bauers gleichnamige CD erreichte einen Platz auf der Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie »Grenzgänge«.

Zitat: https://www.halle365.de/veranstaltung/der-gelbe-klang-neue-improvisationen?time=2017-07-04T19%3A30%3A00

Conny Bauer feierte heute seinen 74. Geburtstag mit uns. Zweimal 45 Minuten bließ er die Posaune mit Power die einem 30 jährigen Ehre machen würde.

Heute hatte ich wieder mal so einen kulturellen Tag in Halle /Saale, wie ich es mag. Der Kalk rieselt vom Kopf, ein herrliches, freies Gefühl nimmt Besitz in mir und die Leichtigkeit kommt so langsam in mein Hirn.

Ich möchte noch viele solche Tage haben!

 

12. Kalenderwoche 2017

Es war die Woche des Frühlings, der Sonne, der Geburtstage, der ekligen Eigentümerversammlungen und der Musik.

Die Arbeitswoche  war so stinke normal, da ich fast alles verdrängt habe. Routine eben. Man kann sich daran gewöhnen oder es hassen. So lange ich mit Konzentration arbeiten kann, habe ich Spaß daran. Meist werde ich aber von ungeplanten Telefonaten heraus gerissen oder Mitarbeiter wollen von jetzt auf gleich Nachhilfe, da sie in Projektbesprechungen nicht mit Konzentration dabei waren.

Dienstagabend wurde die Eigentümerversammlung für den Freitag beim neuen Verwalter vorbereitet. Freitag nachmittag ab 16 Uhr dann die richtige Versammlung. Ich hatte mich auf 22 Uhr Ende eingestellt. Zur Überbrückung des Zuckertiefs bewaffnete ich mich mit getrocknete Feigen und Wasser. Tatsächlich war ich 21:45 Uhr wieder zu Hause. Mit 24 Tagesordnungspunkten war auch nichts anderes zu erwarten. Ich erspare mir die Schlacht  hier zu beschreiben. Jedenfalls verpasste ich dadurch die Geburtstagsfeier unserer Tochter.

Ab dann endlich Wochenende! Samstag fuhr ich allein zum Markt. Frau kam mal wieder nicht aus dem Knick. Das Wetter zeigte sich wunderbar freundlich und lud zum Frühstück an der frischen Luft ein. Alleine  schmeckt es jedoch nicht so gut wie in Gesellschaft und so trottelte ich wieder zum Rock meiner Gemahlin zurück.

Den Abend versüßten wir uns in der Alten Oper mit Klängen aus „Ostrock meets Classic“ in einer wunderbaren Atmosphäre.

„Die Zonenrocker und das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode unter der Leitung von Musikdirektor Christian Fitzner präsentieren die schönsten Songs aus über 30 Jahren Ostrock. Und es handelt sich dabei nicht einfach um ein Konzert. „Ostrock meets Classic“ ist vielmehr eine Ostrock-Spektakel, unterstützt durch ein ausgefeiltes Lichtdesign, Showeinlagen, Tänzerinnen u.v.m. Über 30 hochkarätige Musiker und Tänzerinnen bieten eine Symbiose aus alten Ostrock-Songs und Klassik.“

Der Sonntag hatte schon sein bestes Kleid vom sonnigen Wetter angezogen und lockte uns zum Geburtstagsessen in die Gaststätte Fahner Mühle. Oben auf dem Berg zog der Wind noch scharf um die Ecken, doch der Frühling sprießt aus jedem Zweig und Halm. Wir mussten sehr lange auf das Mittagessen warten.

Die Tafel war für 12:30 Uhr bestellt, essen konnten wir gegen 14 Uhr. Zudem hatten die Speisen zu wenig Temperatur und meinem Gulasch fehlte der Pep.  Normalerweise gehörte Rotkraut zu Gericht, für mich machten sie Pfannengemüse schmackhaft und knackig. Das passte auch ganz gut zum zarten Fleisch. Mit Wein kennen sie sich dort nicht so gut aus. Mein bestellter Halbtrocken Weißwein, entpuppte sich als liebliche Scheurebe.

Den Nachmittag wollten wir einfach nur genießen. Das hatten sich auch viele andere Erfurter  vorgenommen. Hinter der Krämerbrücke sonnten sich die Leute in Scharen. Es summte nur so in der Luft.

Wir hatten dann doch noch einen Tisch in der Sonne erwischt und genossen den Wein im Gewimmel der Sonnenanbeter, bis die Sonne hinter den Turm der Ägidienkirche verschwand. Umgehend wurden die bereitgehaltenen Decken begehrt.

Selbst auf dem Weg in unsere gemütliche Behausung hatten wir unseren Spaß.