Halle an der Saale im Sommer

Ich bin ja gerne in Halle an der Saale. Die Leute liegen mir und die Stadt, aber auch die Umgebung bietet so manches.

In dieser Stadt hatte ich das seltene Glück bei einem Einkauf neuer Hemden eine sachkundige Verkäuferin zu finden. Das ist nicht mehr selbstverständlich.

Die Hinterhöfe sind sehr unterschiedlich und erinnern mich an Zilles Bilder. Oder an Spanien. Wie man es nimmt. 😉

Jedenfalls ist das Wetter sehr sonnig und ich schwitzte so vor mich hin. Auch wenn das Wasser an den umliegenden Seen zum baden einlädt.

Man kann hier eine Menge Kultur erleben.  „Vom 3.Juli bis 11.August bietet der 12.Cultoursommer wieder mit zahlreichen Veranstaltungen ein buntes attraktives Programm. Eröffnet wird er am Dienstag 3.Juli mit einem Konzert des Durham University Classical Ensemble und dem Akademischen Orchester der Martin-Luther-Universität. „Venus und Adonis“ von Blow, „Abdelezar“ von Purcell und Beethovens „Eroica“ werden unter der Leitung von Chris Waters in der Aula der Universität erklingen.“Ein Zitat von: https://hallespektrum.de/nachrichten/12-cultoursommer-beginnt/318506/

Beethovens „Eroica“ war der Hammer. So entspannt und mitgerissen war ich schon lange nicht mehr.

 

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Kurz mal nach Wrocław (Breslau)

im Südwesten von Polen gelegen, ist mit fast 640.000 Einwohnern nach Warschau, Krakau und Łódź die viertgrößte Stadt des Landes, Verwaltungssitz des gleichnamigen Powiat sowie Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien. Zitat aus wikipedia

Am Freitag war es mal wieder soweit. Wir treffen uns einmal im Jahr mit unseren Kollegen aus Konin zum Feiern. Das endet meist mit glasigen Augen am nächsten Morgen. In diesem Jahr waren die Polen an der Reihe das Sommerfest auszurichten.

Freitag am frühen Morgen 05:30 Uhr fuhr der Reisebus schon los. Nichts für mich, das ist nur Quälerei.  In Dresden nahmen wir dann auch noch die Kollegen aus der dortigen Niederlassung mit. 3 mal Stau und einmal komplett von der Autobahn runter, machte ganze 9,5 Stunden Fahrt. Bei dieser Hitze hatte dann auch die Klimaanlage  so ihre Schwierigkeiten.

Am Nachmittag dann die obligatorische Stadtführung bei 33 Grad im Schatten und den gab es dann nicht mal.

Die Stadt … was davon nach dem Krieg übrig geblieben ist, kann sich sehen lassen. Wie unser Führer erzählte, begannen die Renovierungsarbeiten an den alten Gebäuden erst in den 1990er Jahren. Also nicht anders als bei uns im Osten.

Bisher kannte ich den Fluss Oder nur als die neue Grenze zwischen Polen und Deutschland bis zum Stettiner Haff. Mein Horizont erweitert sich stendig.

Eine Besonderheit der Stadt sind die Zwerge. Aus Wikipedia habe ich das hier eingebunden: „Die Breslauer Zwerge sind eine Touristenattraktion in Breslau. Die politische Oppositionsbewegung „Orange Alternative“ hatte in den 1980er Jahren mit spontanen Aktionen (zum Beispiel Demonstrationen im Zwergenkostüm) Kritik am kommunistischen Regime in Polen geübt und einen gusseisernen Zwerg („Papa Zwerg“) in der Breslauer Altstadt aufgestellt.

Im Sommer 2001 tauchten die ersten Zwerge, als Projekt von Studenten der Kunsthochschule, in der Stadt auf. Seit 2004 der Künstler Tomasz Moczek beauftragt wurde, zwölf Zwerge zu fertigen[1], gibt es die Figuren in verschiedenen Varianten in der ganzen Stadt. Anfang 2009 gab es bereits 95 Exemplare,[2] im August 2014 wurde der 300. Zwerg in Breslau aufgestellt. Die Figuren werden aus Bronze gegossen und haben eine Größe von etwa 30 cm.

Der Abend begann mit einem Gala-Essen und endete mit viel Wodka, erst als es dem Morgen graute. Wer dazu Wasser getrunken hat, sah danach auch klare Bilder. Der Rest hatte Kopfweh.

Ohne Besichtigung des Panorama von Racławice kamen wir aber nicht davon. Der Pole braucht für die Erhaltung seines Selbstbewußtseins heroische Gedenkstätten, die daran erinnern, das sie nicht immer verloren haben.

Ein Vorteil dieser Besichtigung war allerdings die Klimaanlage, welche wir beim Verlassen sehr vermissten.

Gegen 20 Uhr kamen wir wieder in Erfurt an. Es war stressig aber auch mal wieder schön die Kollegen hinter der Oder zu sehen.

Ende Februar / Anfang März 2018

Der Februar endet in Magdeburg am Montag und Dienstag in Halberstadt bei eisiger Kälte.

Und dennoch hat dieser Winter etwas. Fast vergessen geglaubte Bilder einer Winterlandschaft rücken wieder in das ständige Erinnerungsvermögen.

In Kleinmölsen, kurz vor Erfurt hat man winterlichen Humor und künstlerische Umsetzungstalente.

Diese niedliche Spinne, oder wie man in Erfurt so schön sagt, dieser Ganker verirrte sich in unsere Badewanne. Jetzt soll das komplette Bad saniert werden. Das ist Stress der auf uns zu kommt.

Das erste Wochenende im März hat den Eiermann auf dem Markt zu Weichei gemacht. Wir musste ohne frische Eier und bei Kälte zur Planung des neuen Bades in die Andreasstraße 1. 

Der Service dort gefällt mir gut. Habt ihr schon mal ein betrunkenes Straßenschild gesehen?

Den Sonntag wollten wir eine neue Ausstellung über „alte Nutzpflanzen“ auf der EGA ansehen. Jetzt fiel uns auf, wie lange wir nicht dort gewesen sind. So im Winter ist ja auch nicht viel los dort.

Aber im Schmetterlingshaus soll es ganzjährig warm sein. Man sollte vielleicht dort überwintern. Ja und nun kamen sie uns im Gartenbaumuseum mit solchen Sprüchen.: „Der schönste Apfel hat oft einen Wurm.“ Tztztztztz

Jedenfalls waren wir von der hoch-geprieseneen Ausstellung ein wenig enttäuscht. Keine Pflanzen, für den Laien zu trocken und so gingen wir unwillig nach Hause.

Das Wetter zeigt sich am Sonntag zwar von seiner besten Winterendeseite, was uns jedoch nicht vom Sitz- und Liegemöbel hoch trieb.

 

Martin Reik Quartett & Friends

Am Montag, den 18. Dezember hat das neue Theater zu einem Weihnachtskonzert mit dem Martin Reik Quartett & Friends um 19.30 Uhr in den Saal des neuen Theaters eingeladen. Das seit vier Jahren zusammen musizierende Quartett um den Schauspieler Martin Reik begegnet dem Thema Weihnachten auf sehr groovige und jazzige Weise. Der Merseburger Hochschuldozent Frank Venske, der Orgelbauer Thomas Schildt und der Staatskapellen-Schlagzeuger Ralf Schneider haben sich in Halle bereits mit der Band JazzEnough, in der u.a. Antje Brömme als Sängerin aktiv ist, einen guten Ruf erspielt. Sie haben den musikalischen Autodidakten Reik unter ihre Fittiche genommen und mit ihm ein Konzert-Programm unter dem Titel „LET IT SNOW“ auf die Beine gestellt. Die Band hat sich mittlerweile ein großes Repertoire erarbeitet. Außerdem sind „Spezial-Programme“ entstanden: U.a. ein Abend über Billie Holiday, ein Latin-Special und jetzt auch noch ein Weihnachtskonzert und die dazugehörige CD mit dem Titel „Let It Snow“, die an diesem Abend erstmals dem Publikum vorgestellt wird. https://hallespektrum.de/nachrichten/kultur/martin-reik-quartett-amp-friends-let-it-snow/277436/

Ich war so relaxt wie selten. Das war herrlich.

42. Kalenderwoche 2017

i16.10. – 22.10.2017

Der Nachsonntag hatte schon gut angefangen. Durch eine Absage für den Montag hatte ich Zeit. Das ist ein Geschenk! Vormittags Büro, konzentriertes arbeiten, das macht einfach Spass. Mittags Tasche packen und dann schön in Ruhe durch die Landschaft in die Altmark fahren.

Am Arendsee, mitten in der Walachei Quartier bezogen. Ringsum Urlauber die mich bemitleideten, weil ich vor der Tür saß und meine Korrespondenzen beantwortete. Sie hatten ja gar keine Ahnung wie das ist, zu arbeiten wo andere Urlaub machen.

Der Dienstag war noch nicht richtig erwacht als ich zum Frühstück ging. Gegen 8 Uhr sahen auch die Weihnachtsgänse noch keine klaren Bilder.

Die Baumkuchenstadt Salzwedel, etwa 30 km entfernt von Arendsee war mein Ziel. Der Menschenschlag dort liegt mir nicht so gut, deshalb fasse ich mich kurz und verschwinde nachdem alles gesagt und getan ist.

Die heraus gearbeitete Zeit nutzte ich so gut es ging, die Gegend zu betrachten. Am Arendsee bekam ich zum Mittag „lose Wurst“ oder wie man im Volksmund sagt „tote Oma“. Für mich ein Schmaus aus der alten Küche. Danach verschreckte ich die Möwen am See und bewunderte die Seetribüne mitten im Wasser.

Osterburg war für den Mittwoch geplant. Vorher schnell nach Stendal, dort holte ich einen Mann ab, der mit mir in der Seele verwand ist. Es fühlt sich immer warm an wenn wir uns begegnen. Für mich eine außergewöhnliche Begegnung.

Der Nebel verzog sich erst nach dem Mittag in der Altmark. Nun setzte ich um in den Harz. In Halberstadt hatte ich am Donnerstag zu tun.

Diesmal dauerte der Termin gut 4 Stunden. Ich war wie gerädert als alles geregelt war.  Die Fahrt über den Harz nach Hause entschädigte durch die Farbenpracht des goldenen Herbstes.

Freitag früh wie immer zur Massage. Nur das ich gar kein Termin hatte. Als ich dann im Büro meinen Rechner anschaltete, fragte er mich was denn da will. Ich hätte um 8 Uhr einen Termin bei der Hausärztin. Also habe ich einen neuen Termin vereinbart, an dem ich zwar da war, jedoch nicht ran kam. Länger wie eine Stunde Wartezeit hatte ich nicht. Also habe ich einen neuen Termin eine Woche später vereinbart. Schuld war ich selbst. Wozu hat man einen Terminkalender!

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Am Abend machten wir uns eine Pizza zur Belohnung.

Samstag morgens wie immer auf dem Markt. Als wir aus der Tiefgarage nach oben kamen, traf mich fast der Schlag. Wir haben Oktober und in Erfurt wird der Weihnachtsmarkt  aufgebaut. Ich fasse es nicht!

Dort wo wir immer das Samstagssektfrühstück zelebrieren hatte man schon seit vielen Monaten keinen Sekt anzubieten. Gläser werden für jedoch vorgehalten. Also bringen wir eben den Piccolo selbst mit. Nun aber, hat der Krieg der Bäcker in Erfurt erste Opfer zu beklagen. Eine Reihe Filialen schließen. Der Markt bereinigt seine Auswüchse. Im Zuge der Plünderung einige Filialen durch verbleibende Läden, hat der Laden am Domplatz 3 Kisten Piccolo geordert. Nun brauchen wir nicht mehr unsere Vorräte mitzubringen. Das hat auch etwas. 😉

Am Samstagabend hatten wir Karten für die Buddy Holly Show im Dasdy-Brettl. Als es soweit war dort hin zu gehen, hatten wir keine Lust dazu. Doch der Abend lohnte sich sehr. Die Stimmung mit der Musik aus den 50er Jahren war einfach genial. Alle Lustlosigkeit war verflogen.

Den Rest vom Wochenende habe ich vergessen. Trübes Wetter und kuscheliges Sofa, bis einer von uns einen Koller bekam und die Heizung putzte. Dann musste auch noch das Monster von Sofa aus der Ecke raus, weil  sie unbedingt ihren Staubsauger durch die Gegend schieben wollte.

Noch Fragen?

Renft Combo

P1170642Die haben wir uns heute live rein gezogen. Erlebnis pur für uns.  Renft ist eine „Combo“ die in der DDR Musikgeschichte geschrieben hat. Die haben Spaß am Musizieren und machen noch Musik mit Handarbeit.

Renft wurde bei uns verboten und ausgebürgert. Nach der Wende haben sie sich wieder gefunden und wir durften heute die alten, immer noch unter die Haut gehenden Lieder anhören.

Der Apfeltraum ist eines der schönsten Lieder von Renft.

32. Kalenderwoche 2017

Es war die Dessauer Woche. Am Nachsonntag auf den Weg dahin, hatte ich den Blick vom Berg auf das kleine Städtchen Wiehe an der Unstrut. Dort im Tal verkroch sich der Nebel und gab von oben sein Schauspiel preis.

Am Vormittag Jessen und am Nachmittag Dessau. Es war schon schwer ein Hotelzimmer in der Stadt zu bekommen. Die Weltausstellung in der Lutherstadt Wittenberg zieht eine Menge Touristen an. Gut für die Region.

Dienstag dann Zerbst und Mittwoch Wittenberg. Von dort aus ist Jüterbog nicht weit, wo ich mir einmal im Jahr ein paar neue Schuhe kaufe. Das hat auch in diesen Jahr auf Anhieb geklappt.

Nicht weit von Jüterbog ist die kleine Ortschaft Kloster Zinna, die ich schon immer mal besuchen wollte.

Auf mich machte der Ort einen etwas verschlafenen Eindruck. Kaum Menschen auf den Straßen, wenn man mal von der Bundesstraße 101 absieht, die direkt durch den Ort nach Berlin führt.

In der Umgebung ist man wohl öfters mit Inliner unterwegs, denn anders kann ich mir dieses Schild nicht erklären. Jedenfalls ist auch schon an Weihnachten gedacht, im Christbaumland.

Am Abend konnte ich in angenehmer Begleitung auf der Burg Rosslau dem Theaterstück Peer Gynt folgen. Das war ein sehr gelungener Abend für mich.

Als am Donnerstag die Arbeit getan war, gondelte ich nach Bad Saarow, um dann mit vollem Auto nach Erfurt zu fahren. Das war ein sehr langer Tag auf der Autobahn.

Freitag im Büro. Letzter Tag vor dem Urlaub. Das ist schon komisch, wenn alles bedacht sein muss um 2 Wochen abzusichern. Jedes mal beschleicht mich das Gefühl etwas Wichtiges vergessen zu haben.

Samstags mal nicht auf den Domplatz, weil wir nicht alleine sind. So langsam gehen die Gedanken zum nahenden Urlaub und zu den nötigen Vorbereitungen.

Trotzdem fanden wir noch Zeit, am Sonntag mit Freunden ein Glas Wein in der Stadt zu trinken. Und schon war auch die 32. Kalenderwoche 2017 Geschichte.