Im Schachdorf Ströbeck

Hatte ich schon einmal über das Schachdorf Ströbeck bei Halberstadt geschrieben? Sicherlich wurde es irgendwann in meinem Blog erwähnt. Seit längerer Zeit schrieb ich nicht mehr hier im Blog, weil einfach der Antrieb dazu fehlt. Auch nicht über den Sommerurlaub am Ahrendsee und Werlsee, schon weil es zu dieser Zeit einfach zu warm war.

Zwischenzeitlich haben wir eine Teilsanierung zu Hause abgeschlossen und es ist mir gelungen meine Blogfreundin „Sternenschimmer“ wie im jedem Jahr zu besuchen. An sonsten lief nicht viel, aus besagten Umständen. Und diese Umstände zwingen mich bei meinen Reisen, gerade in Hotel`s, oft mit der Schutzmaske aufzutreten. Das ist nicht nur nervig, sondern es verhindert auch normale Kontakte zu knüpfen.

Also verlege ich mich gleich auf Ferienhäuser oder Wohnungen, in denen ich zwar meist allein bin, aber auch kein schlechtes Gewissen haben muss, wenn ich mich ungezwungen bewegen will.

Zur Zeit wohne ich in einer großzügigen Ferienwohnung in dem Schachdorf Ströbeck. Hier mal ein Zitat aus Wikipedia dazu: „Bekannt ist Ströbeck vor allem durch das Schachspiel, welches das Dorf prägt und weshalb der Ort seit 1991 offiziell die Bezeichnung Schachdorf Ströbeck trägt. Der Legende nach soll im Jahr 1011 ein adliger Gefangener des Halberstädter Bischofs (angeblich Gunzelin von Kuckenburg) seinen dortigen Bewachern das Spiel beigebracht haben.“

Nun wollte ich von meiner Vermieterin wissen wo Schach gespielt wird. Sie winkte ab. Es gäbe in der Grundschule zwar ein „Hauptfach“ Schach und einen Verein, aber so viel scheint nicht los zu sein. Auch den Besuch der Dorfkneipe konnte sie nicht empfehlen. Ich war enttäuscht!

Am Dienstag kam sie dennoch zu mir, denn Schwiemu hatte ihr gesteckt, dass am Abend ein Stammtisch im Kneipchen stattfindet. Ich also hin! Draussen stand schon mal, das es nichts zu essen gab. Nun ja … hätte ich eigentlich erwartet. Als ich brav mit Maske den Gastraum betrat, schauten mich 8 Augen an, als wäre ich direkt vom Mars gekommen. Schleunigst nahm ich den Fetzen von der Nase und fragte nach Bier. Nach Wein zu fragen traute ich mich erst gar nicht. So trank ich dann ein Bier am Nachbartisch und hörte den Gespächen der Eingeborenen zu. Dabei ging es meist ums Essen (alles was man nicht hat, ist interessant) und alten Geschichten. An der Wand hing ein historisches Schachbrett, sonst fand ich keine weiteren Hinweise auf diese Leidenschaft. Dann wurde ich aufgefordert mich an den Stammtisch zu setzen. Natürlich waren sie neugierig, wo ich denn herkomme, was ich hier mache und wo ich denn wohne. Das konnte ich ein wenig ausgemalt berichten und selbst Fragen stellen.

Am Stammtisch wurde ungezwungen geredet und eine Runde nach der anderen getrunken. Angesprochen auf Schach, wurde schon abgewiegelt. Das würde langsam einschlafen, aber einmal im Jahr veranstaltet der Verein ein Lebendschach auf dem Platz am Schachspiel. Zunehmend füllte sich der Gastraum auch mit Frauen aus dem Dorf. Dann wurde es lauter und so einige erzählten vom Lebendschach. Fast alle Anwesenden hatten eine angestammte Figur zu verkörpern mit der sie sich vorstellten. Die Kostüme hätten sie zu Hause und wenn das Spektakel beginnt, ist fast jeder Dorfbewohner zugegen. Dabei schwang schon ein wenig Begeisterung mit. Ein Herr am Stammtisch, er war ein Zugezogener, musste, bevor er seine Ströbecker Frau heiratete, mit dem Bürgermeister Schach spielen. Er berichtete das der Bürgermeister herausgeputzt war und ein schwere Kette um den Hals trug, die ihm als Schachmeister auswies. Er selbst hatte Prüfungsangst, Schweißausbrüche und Beklemmung dabei. Der Bürgermeister hatte wohl Mitleid mit ihm und bot ihn ein Remis an, das ihn sein Gesicht waren ließ.

STRÖBECK 24.05.2004 Blick auf ein Schachspiel auf dem “ Platz am Schachspiel “ im Schachdorf Ströbeck in Sachsen-Anhalt. // Chess game chess Ströbeck village in Saxony-Anhalt. Foto: Gerhard Launer

Zum Schluß verspachen sie mir, bei meinem nächsten Besuch am Stammtisch, Schach zu spielen.

Kultur im Corona-Jahr

Wie auch in den Jahren zuvor, hatte ich das Glück, zum Burgtheatersommer nach Dessau-Roßlau eingeladen zu werden.

Bei bestem Wetter und mit gutem Essen im Magen, freute sich meine charmante Begleitung mit mir, auf einen unterhaltsamen Abend.

Nicht wie sonst im Innenhof der Oberburg, sondern wegen der besonderen Umstände in diesem Jahr, fand die Veranstaltung auf den großen Platz der unteren Wasserburg Roßlau statt.

„Geschichten aus dem Wiener Wald“ wurde gespielt. Nicht so lustig wie die Jahre zuvor, jedoch sehr unterhaltsam und keck gespielt.

Bevor wir unsere Plätze einnahmen, fragte sie mich noch wo denn meine Jacke sei. Ich wiegelte ab, denn einen dünnen Pullover hatte ich schon einstecken. Je dunkler es wurde, kam mir die Frage nicht mehr so rhetorisch vor.

Es wurde sau-kalt! Gut das da noch Decken lagen, in die wir uns einmummeln konnten. Die halbnackten Schauspieler hatten uns gegenüber den Vorteil in Bewegung zu sein.

Auf jeden Fall hatten wir unseren Spaß und kamen mal raus aus dem Trott.

Im nächsten Jahr komme ich wieder. Ganz bestimmt.

Die Summe aller Laster ist konstant …

… habe ich letzte Woche von einem Freund gelernt. Und seit dem kaue ich darauf rum.

Was sind eigentlich Laster? Ein Lastkraftwagen wohl nicht. Eingegeben bei Google kommt folgendes: „etwas (Gewohnheit o. Ä.), was als tadelnswert, als schädlich, abträglich für den Betreffenden angesehen wird“

Ach ja … sie meinen eine Zigarre genießen, einen guten Wein trinken, das Nichtstun lieben, frauliche Rundungen bewundern, teure Hobbys, schnelle Autos und was weis ich noch.

Nicht alle Menschen können genießen. Das ist schade … ! Laster und Genuß ist dementsprechend nur ein Wort für Wohlsein aus unterschiedlicher Sichtweise. 😉

Letzte Woche war ich in der Altmark. Das Wetter hat den kleinen Jungen in mir verhindert, denn die Elektrocars habe ich nicht dem Regen ausgesetzt. So viel Zeit zum Putzen danach hatte ich einfach nicht.

Ein Bier mit Freunden war aber keineswegs ausgeschlossen, dafür bin dankbar. Zuerst waren wir in einem Restaurant mit Garten. Dort bestellte ich einen Aschenbecher der mir verwehrt wurde. Nochmal langsam … mir wurde gesagt, hier werde gegessen und Rauchen  stört. Wir sind gegangen. Das hatte ich schon mal erlebt. Wohlgemerkt im Biergarten. Es haben sich Leute zu uns gesetzt, obwohl die Zigaretten auf dem Tisch lagen. Dann wurde laut getuschelt bis meine Begleiterin, wohlgemerkt Nichtraucherin, den Leuten sagte das sie ja rein gehen können. Das hätten sie sich ja auch erkämpft. Außerdem sind genügend Tische im Garten frei.

Nun ja, wir waren dann beim Vietnamesen. Essen ging, Bedienung war zum Heulen. Wenn das Glas leer war, konnte man Kniebeugen machen um die Aufmerksamkeit des Wirtes zu erhaschen.

Ich hatte dennoch einen guten Tag.

 

Ostern 2020 …

… ist endlich Geschichte. Die Tage fühlten sich an als würden sie nie vergehen. Vom Fest konnte man wirklich nicht reden. Und dabei ging es uns in Thüringen noch einigermaßen gut, denn ein generelles Ausgangsverbot gibt es wie in Sachsen oder Wien nicht.

Eigentlich wollten wir zu Ostern wieder nach Mallorca fliegen. Schön am Strand lungern oder im Strassencafe guten Wein und Tapas vernaschen, die Sonne genießen und den wippenden Röckchen nachschauen.

Da muss irgendwie der Wurm drin sein. Im letzten Jahr die Pleite mit Germania und jetzt auch einen Vollausfall. Die Reise ist bezahlt, der Reisepreis wird in einem Gutschein umgewandelt, der dann nichts mehr wert ist, weil die Reiseindustrie den Bach runter geht.

Das Gute an der derzeitigen Situation ist die ungewohnte Ruhe im täglichen Leben. Auf dem Markt kann man ungeniert den Gesprächen in der Schlange lauschen, denn leise Gespräche funktionieren nicht mehr.

Auf der Strasse werden Klötzer mit Radarfallen als Hindernis geparkt.

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„Im Wald da steht ein Ofenrohr, nun stellt Euch mal die Wärme vor!“ In meinem Fall war es kein Ofenrohr, sondern ein Bürostuhl mit einer Mörtelwanne. Das sollte vllt. der Home office-Platz für ein Bauarbeiter werden.

Statt Urlaub am Meer sitze ich jetzt im Büro und übernehme Arbeiten der Sekretärinnen. Die junge Frau hat einen kleinen Sohn, den sie als allein erziehende Mutter zu Hause betreuen muss und die betagte Frau (in meinem Alter) trat vor einer Woche eine wohlverdiente „Kur“ an, die 5 Wochen dauert.

Zu Hause sitzt meine Frau und macht von dort aus ihren Job. Auch nicht gerade prickelnd.

aus Forst in der Lausitz …

… schreibe ich heute ein paar Zeilen auf. Und nein … ich mach keinen Urlaub, auch wenn man in der Lausitz ganz gut runter kommen kann. Hier an der polnischen Grenze geht alles ein wenig langsamer. So wie in Meck-Pom. Nur … die Türen werden früher und besser abgeschlossen. Komische Marotte der Leute hier. *lach*

In letzter Zeit fällt mir die Vogelwelt auf. Wir sollten die Vielfalt der Vogelwelt besser beachten. Möglicherweise kann die modebewußte Frau aus der Natur etwas abschauen.

Ich wollte einfach mal das Thema wechseln, denn einige Blogleser maulen schon wegen der komischen Rezepte in meinen Blog. Dabei habe ich noch so einige neuen Kreationen drauf. Die schmuggel ich dann  unauffällig hier ein.

Aber jetzt mal ein anderes Thema. Die Himmelfahrtwoche  fahre ich gern so 300 – 400 km entlang eines Flußlaufes Rad. Mir gehen so langsam die Ideen aus. Elbe, Werra, Ilm, Unstrut, Saale, Neckar, Altmühltal, Lech, Oder, Neisse, Weser, Romantischer Radweg, Donau, Freiberger und Zwickauer Mulde und Spree bin ich geradelt. Manchmal kommt man auf das Naheliegende nicht. Neue Ideen sind gefragt.

In letzter Zeit sehe ich immer wieder solche grünen Kreuze auf den Feldern. Sie sehen fast gleich aus. Heute fand ich mal ein Kreuz mit Beschriftung.

Was ist denn jetzt los??? Die Bauern mucken auf! Das gabs ja noch nie. Wohin das noch gehen mag? Erst der Thüringer Landtag … was ja vorherschaubar war und nun die Bauern. Wann zeigen uns die Kühe das kalte Euter? 😉

Aber jetzt muss ich erst einmal mit dem brandenburgischen Gemüt zurecht kommen.

Heilfasten … die ersten Tage

Anreise am Sonntag den 19.01.2020:

Wir haben ab Samstag schon keine festen Speisen mehr zu uns genommen. Das fällt in der heimischen Küche schon sehr schwer. Eigentlich sollten wir damit schon 2-3 Tage vorher beginnen. Im Arbeitsalltag ist das sehr schwierig. Vielleicht sind wir nicht motiviert genug. Nun ja, am Samstag gab es nur Apfel und gedünstetes Gemüse. Sonntag dann nur noch Flüssigkeiten.

Gegen 15:30 Uhr waren wir in Kloster Donndorf. Dort wurden uns die Zimmer zugewiesen, die wir bezogen. Jeder sein Zimmer versteht sich. 16:30 Uhr war dann die Begrüßung durch die Kursleiterin Claudia und der Vortrag: „Einführung in die Fastenwoche“.

Wir sind 8 Frauen und 4 Männer. Als Paar sind nur wir dort. Einige Frauen wurden von ihren Männern transportiert und abgegeben worden. 2 Männer (Uwe und Bernd)  stammen aus Frankfurt am Main oder Umgebung, die schon sehr oft in Koster Donndorf nicht nur zum Fasten gewesen sind.

18:00 Uhr gab es eine „Brühe“, in der ungesalzen Gemüse gedünstet wurde, das Gemüse wurde dann entfernt. Es schmeckte scheußlich, ist aber die einzigste Quelle für Mineralien in dieser Woche. Im Anschluss wurden wir in die Bauchmassage für Entspannung eingewiesen. Das war ungewohnt, jedoch sehr entspannend und angenehm. Danach Rückzug auf die Zimmer und trinken einer Bittersalzlösung. Diese sollte planmäßig erst am Morgen auf nüchternen Magen erfolgen, wir haben uns aber für den Abend entschieden, denn am Morgen genommen, würden wir Probleme am Vormittag bekommen.

Montag den 20.01.2020

07:00 Uhr aufstehen, Einlauf, Trockenbürsten. Frühsport gibt es nicht. Das ärgerte mich, die Zeit dafür wurde im Plan für Chiorogymnastik gebucht. Ich hätte sehr gern die Zeit für einen Waldmarsch genutzt. Dazu hätte ich jedoch schon 06:00 Uhr aufstehen müssen, wozu ich nicht bereit war. Die Andacht um 08:00 Uhr schwänzte ich geflissentlich.

08:15 Uhr Gesprächszeit. Dort wird das allgemeine Wohlbefinden abgefragt und bei Problemen Abhilfe geschaffen. Meist gesellen sich am Anfang Kopfscherzen hinzu, die durch Schüssler Salze eingedämmt werden. Dann das Thema Fastenkrisen. Was es alles für Krisen während der Fastenzeit gibt. Dabei wird immer Tee getrunken oder und Mineralwasser.

09:30 Uhr Naturerfahrung. Das bedeutet Wandern. Eine Mitarbeiterin der Heimvolkshochschule übernahm die Führung durch die Felder und Wälder. Dort zeigte sich schon wer wieviel und durch welches Gelände laufen konnte. Wir haben einen 72 jährigen, ehemaligen Torwart von Eintracht Frankfurt dabei, mit künstlicher Hüfte und künstlichem Knie. Leistungssport ist eben körperliche Abnutzung. Gegen 11:15 Uhr fand eine Klosterführung an, die ich mir ersparte. Schließlich bin ich zu 6. Mal hier und kenne diese Gemäuer nicht nur von der Führung.

12:00 Uhr wieder diese Brühe. Dann Mittagsruhe mit Leberwickel

15:00 Chirogymnastik.  Erst Bauchmassage … nicht das mir jemand den Bauch massierte, das musste ich schon selbst machen. Aber es tut gut.

„Die Chirogymnastik ist eine belastungsarme und schmerzfreie Methode der physikalischen Therapie. Sie unterstützt die Behandlung bewegungsarmer Menschen und dient als ergänzende Therapiemöglichkeit bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, die degenerativer Natur sind oder nach Verletzungen auftreten.“ Zitat: https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=chirogymnastik

Nur mal zur Erklärung. Ich hatte es mir einfacher vorgestellt und merke, die gute Wirkung auf meine Wirbelsäule und allen anderen Gliedmaßen. Es ist anstrengend aber gut. Dafür kann man auch gut auf Frühsport verzichten.

16:30 Uhr bekamen wir einen Vortrag über die Verdauung. Im Anschluss dann die komische Brühe und ab 19:00 Uhr ist Zeit für Gespräche, Tee Zeit, Basenfußbad und dabei gab es einen Film über Heilfasten.

Ich bekam ab 19:15 Uhr eine fast Ganzkörpermassage von Claudia. Das war der richtige Einstieg in die Entspannung.

Am Abend gibt es einen Trank aus Bittersalz und für mich eine böse Überraschung. Die Spüle meiner Toilette hatte sich selbstständig gemacht und hörte nicht mehr auf zu spülen. Es ist eine Geberit- Spülung die selbstständig auslöst. Gegen 21:00 Uhr kam der Hausmeister, schon nach 15 Minuten. Er konnte nichts tun, außer die Spülung lahm zu legen. Er gab mir einen Schraubendreher, mit dem ich bei Bedarf das Wasser anstellen kann. Man musste erst Ersatzteile bestellen. Auch hätte ich in ein anderes Haus ziehen können, was ich jedoch zu dieser Zeit nicht mehr mochte.

Dienstag den 21.01.2020

Am Morgen wieder der „alte Trott“. Also Einlauf, Trockenbürsten und Körperpflege. Die Andacht … 08:15 Uhr Gesprächskreis zu Thema Fastenphysiologie. Dabei Tee und Wasser trinken. Im Anschluss eine Wanderung in das Dorf Donndorf.

11:15 Uhr wieder Chirogymnastik mit Bauchmassage. Dann Brühe und Mittagsruhe mit Leberwickel.

Schon um 14:30 Uhr machten wir einen Ausflug zum Ökohof Tuch. http://oekohof-tuch.de/ Es gab eine Besichtigung mit Teetrinken und Verkauf so mancher guter Sachen. Kräutersalz, Bratkartoffelkräuter, Öle, Mehle usw. Mir haben es ja die stolzen Harzrinder angetan und auch der große und gut angelegte Kräutergarten.

Danach fuhren wir noch zum Klostergut Mönchpfiffel https://www.moenchpfiffel.de/  weil die Damen und auch einige Herren aus Hessen unbedingt dort einkaufen mussten.

18:00 Uhr dann die komische Brühe und ab 19:00 Uhr Zeit für Gespräche, Tee Zeit und Basenfußbad. Danach wie immer die Bittersalzlösung.

Die Spülung der Toilette war noch immer nicht repariert. Mittlerweile behalf ich mich mit einem Wassereiner. Besser als ständig den Schraubendreher zu nutzen. Ich hoffte ja auf baldige Reparatur.

Übrigens … in dieser Nacht konnte ich das erste Mal richtig gut schlafen. Jetzt hatte ich mich wohl an die weichen Matratzen gewöhnt.

Mittwoch den 22.01.2020

07:00 Uhr wie immer. Jetzt fand ich auch Zeit für einen kurzen Morgenspaziergang vor der Gesprächsrunde und der tat mir nach dem Schlaf verdammt gut. Thema der Gesprächsrunde war Ausscheidung. Hier ging es vor allem um die Lymphdrüsen, deren Funktion und Wirkungsweise. Man kann ja sagen was man will, hier wird Wissen vermittelt, welches für den Alltag hilfreich ist. Danach wanderten wir durch den Wald in den nächsten Ort. Diesmal jedoch ohne Führung, denn Claudia hatte Knie. Das war jedoch kein Thema, denn viele Kursteilnehmer sind schon seit Jahren hier gewandert. Meine Frau und einige anderen Frauen kamen nicht mit. Ihnen ging es nicht so gut, was völlig legitim ist.

11:15 Uhr Bauchmassage und Chirogynastik. So langsam kann ich mich daran gewöhnen und bemerke auch eine enorme Verbesserung der Gelenkigkeit. Im Anschluss die nicht geliebte Brühe und die geliebte Mittagsruhe mit Leberwickel.

16:00 Uhr gibt es einen Tanz-Kreis. Tänze mit Frau P. Nicht mein Ding. Jetzt seilte ich mich ab. Mein Ladekabel vom Handy war gebrochen. Dazu fuhr ich nach Sangerhausen in das Kaufland. Wenn man durch die Hallen geht und all die leckeren Sachen dort sieht, riecht und mit allen Sinnen wahrnimmt, kann man schon ins Grübeln kommen. Mich hat es gottseidank nicht gestört. Jetzt habe ich ein neues Kabel und alles ist in Ordnung.

Um 18:00 Uhr gingen meine Frau und ich in die Kantine. Vor der Tür machte sie halt und hielt sich den Mund zu. Der Geruch der Brühe brachte sie zum Würgen und zum Umdrehen. Sie hat es bis in ihr Zimmer geschafft, um dann den Rest des Magens zu entleeren. Auch ich musste mich beim Brühe löffeln zusammen reißen.

19:00 Uhr stand Frühling-Floristik mit Frau B. auf der Tagesordnung. Wieder nichts für mich. Es fand in unserem Seminarraum statt, in dem wir am Abend eigentlich unser Basenfußbad machen, was an diesem Tag so nicht ging. Also holte ich die Wanne mit dem Salz kurzerhand in mein  Zimmer und badete dort beim Schreiben meine Füße. Dazu sei gesagt, Basenfußbad am Abend, hält die Füße warm bis zum Morgen.

Frau kam dann stolz mit ihrem selbst gemachten Kranz aus Buchsbaum und bekam ihr Lob zur Nachtruhe.

Heute beginnt die Fastenwoche …

… nach dem ganzen Stress der Feiertage in den letzten Wochen.

Fasten nach F. X. Mayr und Chirogymnastik  ist diesmal das Thema. Es ist nun die dritte Art des Fastens, die wir kennenlernen dürfen.

http://www.tagungshaus-thueringen.de/pheft/veranstliste.php

Im ehemaligen Kloster von Donndorf fühlen wir uns wohl.

bkajd

Doch ob es wieder so winterlich wird, wage ich zu bezweifeln.

Noch einmal Halle …

heute war das Kibitzsteiner Kabarett angesagt. Jedenfalls am Abend. 😉

Draussen schneite es ein wenig und im Kabarett ist der Funken nicht übergesprungen. Vielleicht lag es auch am Publikum. Eine Horde Lehrer aus der Lutherstadt Eisleben. Wir waren dort zwei Menschen aus der Randgruppe.

Möglicherweise haben sie auch den Weihnachtsmarkt davor verpasst. Es kam jedenfalls keine Stimmung auf. Schade aber auch. 🙂

Weihnachtsmarkt in Halle an der Saale

Nun bin ich mal wieder in Halle. Meine Lust Auto zu fahren hält sich in Grenzen. Deshalb starte ich von Halle nach Haldensleben und Staßfurt, wenn ich schon mal hier bin. Denn statt auf der Straße die Zeit tot zu fahren, kann ich auch in Halle den Weihnachtsmarkt genießen. Morgen schlafe ich länger und kurve in Ruhe zum nächsten Termin.

Die Leute hier sind sehr unterhaltsam und angenehm. Lange Weile kommt nicht auf.

Es wird geschwatzt, gefliertet und übertrieben. Aber immer im verträglichen Maße. Sehr symphatisch für mich. Ich mag diesen Menschenschlag.

Dieser Weihnachtsmarkt ist nicht so überfüllt wie in Erfurt. Hier ist man unter sich und den wenigen Gästen. Keine Touristen die mit Bussen kommen. Für die Händler sicher nicht so einträchtig wie in Erfurt. Dafür aber gemütlicher.

Der alte Spruch „Sommerurlaub vorbei – Jahr vorbei“ …

… bewahrheitet sich immer wieder. Unser Sommerurlaub war auch der Grund für meine lange Pause im Blog. Jedenfalls gibt es jetzt endlich wieder Pfefferkuchen in den Geschäften.

Wir waren mal wieder in Wien und das auch noch ganz in Familie. Also … ganz in Familie ist so gemeint: Meine Frau und ich, in einem schönen Hotel nahe dem Schloß Schönbrunn, unter ständiger familiärer und lieber Betreuung durch unsere Freunde aus Wien.

Ich werde mir die Beschreibung einfach machen und die Notizen unserer Freunde nutzen. Alles andere würde ausufern! *lach*

Aber ein paar Bilder füge ich hinzu.

Mittwoch am Nachmittag Ankunft—Freudeeeeeeee!!!!!!!!!!!!!!!!
Original burgenländischer Gulasch Empfang mit Bier, Whiskey, Uhudler… *hehehehe*
Lagebesprechung…..
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Donnerstag 9 Uhr:

Naschmarkt

Beginn mit Uzo, Weinfassl Vinothek Jakov (lustige Atmosphäre)
Freihausviertel
(hervorragende Beratung und fachlich gut gebildetes freundliches Personal)
Vollpension = Omas Laden im Freihausviertel
(angelerntes fachfernes Studenten-Personal-unmögliche Sitzgelegenheiten=Oarschweh)
Museum der Illusionen (sehr lustig)
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Freitag am Abend:
Purzels
Kabinett Orchester (Gutes essen, gute Musik, viel Spass gehabt!)
Lokal Mole West (Neusiedler See)
(Trotz gastfreundlichem Burgenland…nun ab sofort nicht mehr empfehlenswert-
lauter und NUR äußerst unfreundliche Ungarn als fachfernes Personal im Lokal-hat mit Burgenland gar nix mehr zu tun!)
Lokal das Fritz (exclusives Lokal mit Plastik Sessel! Aber…hervorragender Wein und Kaffee)
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Sonntag 14 Uhr:
Heeresgeschichtliche Museum
Die etwas andere Kugelherstellung mit Doris…:))))))))))
Doris ist nun die Hüterin des Rezepts. (Viel Spass gehabt)
Biergasthof Otto (Diskussion mit unfreundlichen Kellner wegen ungeschälten Gurkensalat ;))
Gekühlten Kugeltest bei uns – mit weltweit einzigartigen Rumtesterl und Uhudler
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Montag-Regen
Lama Ranch Ausflug, leider ins Wasser gefallen:
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Montag am Nachmittag:
Karottensuppe mit Kernöl
Marillenknödel mit gerösteten Butter-Ingwer-Kardamon Brösel, weltweit einzigartiger Rum 🙂
Ältester Heuriger Wiens – 10er Marie (unfreundliche Kellner)
Berühmtester Wein der 10er Marie: Gemischter Satz
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Dienstag 13 Uhr:
Naschmarkt…RUNDE 
Die Erfüllung des Uhudler Liedes von den Extremschrammeln
Grüner Veltliner
Gewürztraminer
Pinot Blanc
Muskat Ottonell
Zweigelt
grauer Burgunder
Uhudler
Zotter Schokolademanufaktur:
Die Sorten sind verrückt außergewöhnlich:
Wein und Co (Portugieser nicht im Glas-Chinesen Kellner mit unserer Bestellung überfordert)
Rinderwahn
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Mittwoch am Vormittag:
KEINE Kopfschmerzen….aber Abschiedsschmerz

Jetzt wieder ich:   So jung kommen wir nicht mehr zusammen. Es war schön in Wien und noch mehr schön mit unseren Feunden. Und … ja … Stress war es auch.

Jetzt ist der Urlaub vorbei und schon gilt ein neuer Spruch: „Nach dem Urlaub, ist vor dem Urlaub!“