Heute in der Physiotherapie …

Freitagmorgen … jede Woche … lass ich mir den Rücken und die Wirbelsäule massieren.

Heute … saßen 3 Leute im Warteraum, als ich maskiert kam. Niemand hatte eine Maske auf, die ich auch gleich nach dem Platz nehmen ab nahm. Alle haben gelächelt.

Eine betagte, füllige Dame, die jeden Freitag zur gleichen Zeit dort sitzt und mit der ich schon öfters ins Gespräch kam, sagte: „Wir haben ja genügend Abstand zueinander.“

Eine jüngere Frau, die auf dem Sofa, neben einen etwa gleichaltrigen Mann saß, meinte: „Na ja, der Mann dort ist mir schon sehr nah.“ Damit meinte sie mich, etwa zwei Meter von ihr entfernt.

Die betagte, füllige Dame, erzählte dann, das sie in der letzten Woche im Katholischen Krankenhaus war und dort übernachten musste. Sie wurde aufgrund zu weniger Betten in ein Zimmer mit einen schnarchenden Mann gebracht. Die Nacht konnten sie beide dann nicht schlafen, weil die Geräte so laut waren. Er war über 80 Jahre alt und gut geistig beieinander. Es war wohl ein gutes Gespräch die Nacht über.

Der Herr neben der jüngeren Frau fragte: „Wie war denn die Nacht?“

Sie: „Nett.“

Er: „Wie nett?“

Sie errötete.

Unvermittelt wechselte sie das Thema. „Als vor Jahren ein Mittel für die Potenz erfunden wurde … wie heißt das nochmal?“

Die jüngere Frau sagte: „Viagra!“

„Genau!“ Sagte die betagte, füllige Dame. Sie wüsste jetzt , dass nicht die jungen Männer das Zeugs nehmen, sondern Männer über 70 und 80 Jahren.

Ich sagte: „Nun ja, dafür ist das ja auch gedacht.“

Die jüngere Frau erzählte, dass sie in einem Altenheim arbeitet und dort so einiges passiert. Sie kam vor ein paar Tagen in das Zimmer eines Herrn dort. Es saß eine Frau auf seinem Bett und hielt ihm die Hand. Daneben saß noch ein Mann auf dem Bett und hielt auch der Frau die andere Hand. Sie fragte in diese Runde was hier denn los sei.

Ich bemerkte, das es wohl eine sehr persönliche Situation gewesen sein.

Dann die jüngere Frau (so um die Mitte 40): „Also wenn es solche Mittel auch für Frauen geben würde, ich würde sie nehmen.“

Der Mann neben ihr schaute etwas verklärt. Die ältere, füllige Frau machte ein erstauntes Gesicht und ich konnte endlich auf die Pritsche im Zimmer 5.

Ein „Versuch“ … und die BUGA in Erfurt

Ende September 2020 ein letzter Blogeintrag auf meiner Seite. Diese Abstinenz des Schreibens, nicht des Lesens, ist das Ergebnis einer in mir aufgekommenen Harmoniesüchtigkeit. Nicht ganz typisch für mich, vielleicht ist es aber ein Alterungsprozess. Im letztem Jahr meines aktiven Erwerbslebens mache ich mir Gedanken, über das Wie, Was und Womit meines letzten Lebensabschnitts.

Loslassen muss gelernt werden, darin bin ich ein absoluter Laie. Höre ich andere meines Jahrgangs, freuen sie sich auf die Pensionierung. Meist wird sich schon nach dieser Zeit gesehnt. Mir hingegen gefällt mein derzeitiges Leben ganz gut, wenn ich auch feststellen muss, das mit der Zeit so manches schwerer fällt. Ich befinde mich in einer Übergangsphase, so ähnlich wie die Zeit der Pubertät. Aber … das wird schon.

Jetzt zur Buga in Erfurt. Seit 23.04.2021 bis zum 10.Oktober findet in Erfurt die Bundesgartenschau statt. Macht ja auch Sinn, in der Garten und Blumenstadt Erfurt. Ein Blumen- und Pflanzenmeer, das 87.000 Quadratmeter umfasst, darunter Tausende Rosen, Stauden, aber auch Nutzpflanzen. Teil der Buga sind auch mehr als 25 Außenstandorte in ganz Thüringen, an denen vor allem historische Garten- und Parkanlagen zu sehen sind.

Wir haben uns dafür Dauerkarten gekauft, denn für Erfurter macht das Sinn. Jedoch hat uns der Zwang zum Corona-Schnelltest abgehalten, gleich zur Eröffnung die Frühjahrsblüher zu bewundern. Pfingsten wurden die Tests abgeschafft und auch das Wetter spielte mit. So konnten wir schon mal am Pfingstsamstag einen Teil des EGA-Geländes besichtigen. Viele Pflanzen hatten ihre beste Zeit hinter sich und wurden auch schon durch neue Pflanzen ersetzt. Und doch war es ein Wohlwollen für die Augen.

Am Pfingstsonntag hatten wir die Festungsanlage auf dem Petersberg geplant. Als wir im Anmarsch auf dem davor liegenden Domplatz ankamen, sahen wir die Ströme der Menschen, die wie Ameisenstraßen anmuteten. Das war einfach zu viel. Kurz entschlossen bummelten wir zum Wenigenmarkt. Dort bekamen wir, wie in Friedenszeiten, ein Glas Wein und einen Aperol-Spritz. Das tat auch mal wieder gut. Die Preise liegen jedoch jenseits von gut und böse.

Für den Pfingstmontag planten wir gleich am Vormittag die Besichtigung des Petersberges. Das war eine goldrichtige Idee. Die Besucher hatten genügend Platz um die schöne Anlagen genießen zu können. Wir waren nicht nur überrascht, sondern überwältigt. Der Petersberg hat seinen teils tristen Charm verloren. Hier war in den 50ern mein Vater zur Offiziersschule, er studierte das Artilleriehandwerk. Später hatte das Ministerium der Staatssicherheit dort das Sagen gehabt.

Durch die bunte Bepflanzung kann man jetzt die ganzen Ausmaße der Festung sehen. So bunt und freundlich hatte ich die Buga seinerzeit in Havelberg und Gera nicht in Erinnerung. Wir sind jetzt als Wiederholungstäter planmäßig an den nächsten Sonntagvormittagen.

Kultur im Corona-Jahr

Wie auch in den Jahren zuvor, hatte ich das Glück, zum Burgtheatersommer nach Dessau-Roßlau eingeladen zu werden.

Bei bestem Wetter und mit gutem Essen im Magen, freute sich meine charmante Begleitung mit mir, auf einen unterhaltsamen Abend.

Nicht wie sonst im Innenhof der Oberburg, sondern wegen der besonderen Umstände in diesem Jahr, fand die Veranstaltung auf den großen Platz der unteren Wasserburg Roßlau statt.

„Geschichten aus dem Wiener Wald“ wurde gespielt. Nicht so lustig wie die Jahre zuvor, jedoch sehr unterhaltsam und keck gespielt.

Bevor wir unsere Plätze einnahmen, fragte sie mich noch wo denn meine Jacke sei. Ich wiegelte ab, denn einen dünnen Pullover hatte ich schon einstecken. Je dunkler es wurde, kam mir die Frage nicht mehr so rhetorisch vor.

Es wurde sau-kalt! Gut das da noch Decken lagen, in die wir uns einmummeln konnten. Die halbnackten Schauspieler hatten uns gegenüber den Vorteil in Bewegung zu sein.

Auf jeden Fall hatten wir unseren Spaß und kamen mal raus aus dem Trott.

Im nächsten Jahr komme ich wieder. Ganz bestimmt.

1. April …

… und niemand hat Lust am Veräppeln. Ist der Humor flöten gegangen? Das wäre schon fatal.

1.April

Es gibt aber auch angenehme Begebenheiten zu beobachten.

Gestern im Supermarkt. Vor dem Eingang werde ich von 2 jungen Männern angehalten, um den Griff von Einkaufswagen live mit Desinfektionsspray zu bearbeiten. Das sollte auch nach dieser Krise beibehalten werden.

Oder an der Kasse. Der Abstand von 2 Meter zum nächsten Kunden ist für mich eine Erholung. Keiner drängelt mehr oder schiebt mir seinen Einkaufwagen in den Rücken. Ganz abgesehen von den Leuten (meist gut gepolsterte Damen) die sich vor den Wagen stellen, sich dann zum Wagen drehen um dann die Ware auf das Band zu legen. Beim Bücken drücken sie ihren Allerwertesten heraus, um den Vordermann mehr Platzbedarf zu signalisieren. Diese „Tuchfühlung“ brauche ich überhaupt nicht.

Ab Montag dürfen Supermärkte und öffentliche Verkehrsmittel in Jena nur noch mit Mundschutz betreten werden. Der Landkreis Nordhausen will auch nach ziehen.

Mundschutz kann man aber nicht kaufen. Schon deshalb ist das eine Zumutung, auch wenn ich großes Verständnis dafür aufbringe.

Man muss sich eben etwas einfallen lassen. Ich habe noch ein paar Taschentücher aus Leinen die ich noch nie benutzt habe. Sie waren mir immer zu klein. Die gab ich gestern meiner Frau  und Gummiband dazu (das Zeugs ist auch schon ausverkauft), wohl wissend das Frau gar nicht nähen kann. Den Hinweis dass die Nachbarin jetzt als Kinderfrau nicht mehr arbeitet und dankbar für eine sinnvolle Beschäftigung sein könnte, unterstrich ich noch mit einer guten Flasche Wein zur Bestechung. Das hat geklappt, wie zu Zeiten unseres Unrechtsstaates.

Die Ellenbögen sind zurzeit eingezogen. Das verbuche ich unter „positiv“.

Plötzlich ist alles anders

Das kann auch gut tun. Oder irre ich mich?

Am Samstag auf dem Wochenmarkt hatte ich den Eindruck, dass sich die Menschen  mehr mit Rücksicht und ohne Hektik bewegten. Na gut dachte ich mir, das liegt wohl an den fehlenden Touristen, die sonst mit Busladungen bei uns landen. Man hatte wieder Platz, niemand drängelte oder schubste in der Reihe, so etwas geht mir völlig auf die Nerven. Und wieder aller Gerüchte gab es das gewohnte Sortiment vom Ei über Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren, Käse und andere Molkereiprodukte, selbst farbenfrohe Blumen und Gewürze. Ich hörte kein Gekeife oder Gemecker. Das war schon wohltuend für mich.

Ist das die hochgepriesene Entschleunigung? Kann es sein, das durch diese weltweite Krise der Mensch zur Besinnung kommt? Wir haben wieder Zeit für uns. Nichts das mal schnell gemacht werden muss, wo man noch hinzufahren hat, es ist Ruhe.

Bei kalten und sonnigen Wetter wirkt die Ruhe auf mich wie ein Startsignal nach innen zu schauen und inne zu halten. Selbst die sonst so stark befahrene Autobahn A 4 raunt mir Besinnlichkeit zu.

Der Blick findet die zarten Farben der Natur im beginnenden Frühling. Das ungute Gefühl weicht für einen Augenblick dem Staunen über das „Anders“.

Wenn auch die Leute über sich selbst schimpfen, wegen Toilettenpapier und Nudelhamsterei, so sehe ich auch Eltern mit ihren Kindern reden, statt auf das Handy zu starren. Oder dem Papa, der mit zwei Kleinen im Sandkasten sitzt und das Eimerchen mit Sand befüllt, welches Seppel zum Burgen bauen braucht. Plötzlich ist alles anders.

Wahrheit und Lüge

Laut einer Legende aus dem 19. Jahrhundert treffen sich die Wahrheit und die Lüge eines Tages. Die Lüge sagt zur Wahrheit:

„Heute ist ein wunderbarer Tag“!

Die Wahrheit blickt in den Himmel und seufzt, denn der Tag war wirklich schön. Sie verbringen viel Zeit miteinander und kommen schließlich neben einem Brunnen an. Die Lüge erzählt die Wahrheit:

„Das Wasser ist sehr schön, lass uns zusammen baden!“

Die Wahrheit, erneut verdächtig, testet das Wasser und entdeckt, dass es wirklich sehr nett ist. Sie ziehen sich aus und beginnen zu baden. Plötzlich kommt die Lüge aus dem Wasser, zieht die Kleider der Wahrheit an und rennt davon. Die wütende Wahrheit kommt aus dem Brunnen und rennt überall hin, um die Lüge zu finden und ihre Kleidung zurückzubekommen. Die Welt, die die Wahrheit nackt sieht, wendet ihren Blick mit Verachtung und Wut ab.

Die arme Wahrheit kehrt zum Brunnen zurück und verschwindet für immer und versteckt darin ihre Scham. Seither reist die Lüge um die Welt, verkleidet als die Wahrheit, befriedigt die Bedürfnisse der Gesellschaft, denn die Welt hat auf keinen Fall den Wunsch, der nackten Wahrheit zu begegnen.

Pizzasuppe

Nun ja, nach der Fastenperiode brauchen wir wieder Kraft für die kalten Tage im Winter. Uns so habe ich nach guten und einfachen Rezepten im Internet gesucht. Diese Pizzasuppe, angeblich von Omma, hat es mir angetan. Sie wurde gestern gekocht, obwohl der nötige Hunger fehlte. Die Zutaten sind für 2 Personen.

Zutaten

  • 200 g                         Hackfleisch
  • 1 mittlere                   Zwiebel
  • 1 kleine Dose           Champignons
  • 1 kleine Dose           Mais
  • 1                                 Paprikaschote(n), rot und gelb
  • 100 g                         Sahne-Schmelzkäse
  • 0,5 Becher                Sahne
  • 1 Pakung                  Tomatensauce (Tomato al gusto mit Kräutern)
  • ¼ Liter                       Gemüsebrühe
  •                                    Salz und Pfeffer, Oregano
  • 1 TL                            Olivenöl
  • evtl.                             Parmesan

Zubereitung

Die Zwiebeln würfeln und mit dem Hackfleisch in Olivenöl anbraten. Die Paprikaschoten ebenfalls würfeln und mit den Champignons und dem Mais zum Hackfleisch geben. Alles kurz anbraten, anschließend mit der Gemüsebrühe ablöschen. Die Sahne, die Tomatensauce und den Sahneschmelzkäse hinzugeben und ca. 10 Minuten köcheln lassen. Zum Schluss mit Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.


Beim Servieren nach Belieben etwas geriebenen Parmesan auf die Suppe streuen.
Dazu passt am besten Baguette.
Quelle: https://www.chefkoch.de/rezepte/845091189864506/Omas-Pizzasuppe.html

Heilfasten … die ersten Tage

Anreise am Sonntag den 19.01.2020:

Wir haben ab Samstag schon keine festen Speisen mehr zu uns genommen. Das fällt in der heimischen Küche schon sehr schwer. Eigentlich sollten wir damit schon 2-3 Tage vorher beginnen. Im Arbeitsalltag ist das sehr schwierig. Vielleicht sind wir nicht motiviert genug. Nun ja, am Samstag gab es nur Apfel und gedünstetes Gemüse. Sonntag dann nur noch Flüssigkeiten.

Gegen 15:30 Uhr waren wir in Kloster Donndorf. Dort wurden uns die Zimmer zugewiesen, die wir bezogen. Jeder sein Zimmer versteht sich. 16:30 Uhr war dann die Begrüßung durch die Kursleiterin Claudia und der Vortrag: „Einführung in die Fastenwoche“.

Wir sind 8 Frauen und 4 Männer. Als Paar sind nur wir dort. Einige Frauen wurden von ihren Männern transportiert und abgegeben worden. 2 Männer (Uwe und Bernd)  stammen aus Frankfurt am Main oder Umgebung, die schon sehr oft in Koster Donndorf nicht nur zum Fasten gewesen sind.

18:00 Uhr gab es eine „Brühe“, in der ungesalzen Gemüse gedünstet wurde, das Gemüse wurde dann entfernt. Es schmeckte scheußlich, ist aber die einzigste Quelle für Mineralien in dieser Woche. Im Anschluss wurden wir in die Bauchmassage für Entspannung eingewiesen. Das war ungewohnt, jedoch sehr entspannend und angenehm. Danach Rückzug auf die Zimmer und trinken einer Bittersalzlösung. Diese sollte planmäßig erst am Morgen auf nüchternen Magen erfolgen, wir haben uns aber für den Abend entschieden, denn am Morgen genommen, würden wir Probleme am Vormittag bekommen.

Montag den 20.01.2020

07:00 Uhr aufstehen, Einlauf, Trockenbürsten. Frühsport gibt es nicht. Das ärgerte mich, die Zeit dafür wurde im Plan für Chiorogymnastik gebucht. Ich hätte sehr gern die Zeit für einen Waldmarsch genutzt. Dazu hätte ich jedoch schon 06:00 Uhr aufstehen müssen, wozu ich nicht bereit war. Die Andacht um 08:00 Uhr schwänzte ich geflissentlich.

08:15 Uhr Gesprächszeit. Dort wird das allgemeine Wohlbefinden abgefragt und bei Problemen Abhilfe geschaffen. Meist gesellen sich am Anfang Kopfscherzen hinzu, die durch Schüssler Salze eingedämmt werden. Dann das Thema Fastenkrisen. Was es alles für Krisen während der Fastenzeit gibt. Dabei wird immer Tee getrunken oder und Mineralwasser.

09:30 Uhr Naturerfahrung. Das bedeutet Wandern. Eine Mitarbeiterin der Heimvolkshochschule übernahm die Führung durch die Felder und Wälder. Dort zeigte sich schon wer wieviel und durch welches Gelände laufen konnte. Wir haben einen 72 jährigen, ehemaligen Torwart von Eintracht Frankfurt dabei, mit künstlicher Hüfte und künstlichem Knie. Leistungssport ist eben körperliche Abnutzung. Gegen 11:15 Uhr fand eine Klosterführung an, die ich mir ersparte. Schließlich bin ich zu 6. Mal hier und kenne diese Gemäuer nicht nur von der Führung.

12:00 Uhr wieder diese Brühe. Dann Mittagsruhe mit Leberwickel

15:00 Chirogymnastik.  Erst Bauchmassage … nicht das mir jemand den Bauch massierte, das musste ich schon selbst machen. Aber es tut gut.

„Die Chirogymnastik ist eine belastungsarme und schmerzfreie Methode der physikalischen Therapie. Sie unterstützt die Behandlung bewegungsarmer Menschen und dient als ergänzende Therapiemöglichkeit bei Erkrankungen des Bewegungsapparates, die degenerativer Natur sind oder nach Verletzungen auftreten.“ Zitat: https://www.google.com/search?client=firefox-b-d&q=chirogymnastik

Nur mal zur Erklärung. Ich hatte es mir einfacher vorgestellt und merke, die gute Wirkung auf meine Wirbelsäule und allen anderen Gliedmaßen. Es ist anstrengend aber gut. Dafür kann man auch gut auf Frühsport verzichten.

16:30 Uhr bekamen wir einen Vortrag über die Verdauung. Im Anschluss dann die komische Brühe und ab 19:00 Uhr ist Zeit für Gespräche, Tee Zeit, Basenfußbad und dabei gab es einen Film über Heilfasten.

Ich bekam ab 19:15 Uhr eine fast Ganzkörpermassage von Claudia. Das war der richtige Einstieg in die Entspannung.

Am Abend gibt es einen Trank aus Bittersalz und für mich eine böse Überraschung. Die Spüle meiner Toilette hatte sich selbstständig gemacht und hörte nicht mehr auf zu spülen. Es ist eine Geberit- Spülung die selbstständig auslöst. Gegen 21:00 Uhr kam der Hausmeister, schon nach 15 Minuten. Er konnte nichts tun, außer die Spülung lahm zu legen. Er gab mir einen Schraubendreher, mit dem ich bei Bedarf das Wasser anstellen kann. Man musste erst Ersatzteile bestellen. Auch hätte ich in ein anderes Haus ziehen können, was ich jedoch zu dieser Zeit nicht mehr mochte.

Dienstag den 21.01.2020

Am Morgen wieder der „alte Trott“. Also Einlauf, Trockenbürsten und Körperpflege. Die Andacht … 08:15 Uhr Gesprächskreis zu Thema Fastenphysiologie. Dabei Tee und Wasser trinken. Im Anschluss eine Wanderung in das Dorf Donndorf.

11:15 Uhr wieder Chirogymnastik mit Bauchmassage. Dann Brühe und Mittagsruhe mit Leberwickel.

Schon um 14:30 Uhr machten wir einen Ausflug zum Ökohof Tuch. http://oekohof-tuch.de/ Es gab eine Besichtigung mit Teetrinken und Verkauf so mancher guter Sachen. Kräutersalz, Bratkartoffelkräuter, Öle, Mehle usw. Mir haben es ja die stolzen Harzrinder angetan und auch der große und gut angelegte Kräutergarten.

Danach fuhren wir noch zum Klostergut Mönchpfiffel https://www.moenchpfiffel.de/  weil die Damen und auch einige Herren aus Hessen unbedingt dort einkaufen mussten.

18:00 Uhr dann die komische Brühe und ab 19:00 Uhr Zeit für Gespräche, Tee Zeit und Basenfußbad. Danach wie immer die Bittersalzlösung.

Die Spülung der Toilette war noch immer nicht repariert. Mittlerweile behalf ich mich mit einem Wassereiner. Besser als ständig den Schraubendreher zu nutzen. Ich hoffte ja auf baldige Reparatur.

Übrigens … in dieser Nacht konnte ich das erste Mal richtig gut schlafen. Jetzt hatte ich mich wohl an die weichen Matratzen gewöhnt.

Mittwoch den 22.01.2020

07:00 Uhr wie immer. Jetzt fand ich auch Zeit für einen kurzen Morgenspaziergang vor der Gesprächsrunde und der tat mir nach dem Schlaf verdammt gut. Thema der Gesprächsrunde war Ausscheidung. Hier ging es vor allem um die Lymphdrüsen, deren Funktion und Wirkungsweise. Man kann ja sagen was man will, hier wird Wissen vermittelt, welches für den Alltag hilfreich ist. Danach wanderten wir durch den Wald in den nächsten Ort. Diesmal jedoch ohne Führung, denn Claudia hatte Knie. Das war jedoch kein Thema, denn viele Kursteilnehmer sind schon seit Jahren hier gewandert. Meine Frau und einige anderen Frauen kamen nicht mit. Ihnen ging es nicht so gut, was völlig legitim ist.

11:15 Uhr Bauchmassage und Chirogynastik. So langsam kann ich mich daran gewöhnen und bemerke auch eine enorme Verbesserung der Gelenkigkeit. Im Anschluss die nicht geliebte Brühe und die geliebte Mittagsruhe mit Leberwickel.

16:00 Uhr gibt es einen Tanz-Kreis. Tänze mit Frau P. Nicht mein Ding. Jetzt seilte ich mich ab. Mein Ladekabel vom Handy war gebrochen. Dazu fuhr ich nach Sangerhausen in das Kaufland. Wenn man durch die Hallen geht und all die leckeren Sachen dort sieht, riecht und mit allen Sinnen wahrnimmt, kann man schon ins Grübeln kommen. Mich hat es gottseidank nicht gestört. Jetzt habe ich ein neues Kabel und alles ist in Ordnung.

Um 18:00 Uhr gingen meine Frau und ich in die Kantine. Vor der Tür machte sie halt und hielt sich den Mund zu. Der Geruch der Brühe brachte sie zum Würgen und zum Umdrehen. Sie hat es bis in ihr Zimmer geschafft, um dann den Rest des Magens zu entleeren. Auch ich musste mich beim Brühe löffeln zusammen reißen.

19:00 Uhr stand Frühling-Floristik mit Frau B. auf der Tagesordnung. Wieder nichts für mich. Es fand in unserem Seminarraum statt, in dem wir am Abend eigentlich unser Basenfußbad machen, was an diesem Tag so nicht ging. Also holte ich die Wanne mit dem Salz kurzerhand in mein  Zimmer und badete dort beim Schreiben meine Füße. Dazu sei gesagt, Basenfußbad am Abend, hält die Füße warm bis zum Morgen.

Frau kam dann stolz mit ihrem selbst gemachten Kranz aus Buchsbaum und bekam ihr Lob zur Nachtruhe.

Arme Ritter

Es begann am Montag Abend.

Gegen 21 Uhr war ich vollkommen mischugge. Ich ging ins Bett.

Am Morgen träumte ich von „armen Ritter“ die ich bis dahin noch nie gegessen habe. Der Hunger trieb mich um 5 Uhr aus dem Bett. Gleich überlegte ich wie arme Ritter zu machen sind. Alle Kochbücher zu durchstöbern war mir zu viel.

Also Internet. https://www.edeka.de/rezepte/rezept/armer-ritter-mit-erdbeeren.jsp?ns_campaign=SEA#xtor=SEA-10170%5BBing_OA_Generisch_|_Rezeptsuche_|_Diverse_-_exact]-GOO-[1169880721909630]-[]-S-[rezept%20armer%20ritter]

Erdbeeren hatte ich nicht. Nun nahm ich mir das Fladenbrot mit geräucherten Lachs vor, das ich Abend zuvor für den nächsten Tag vorbereitet habe. Den Hunger konnte ich damit stillen.

Jetzt war noch genügend Zeit um vor dem Erwachen meiner Frau zu duschen. Kaffee danach und wieder der Gedanke an die armen Ritter. Echt mal, ich habe einen Knall!