Ein zweifelhaftes Erlebnis …

… hat man mir als Geburtstagsgeschenk beschert. Weil ich Aufmerksamkeiten zu Geburtstagen überhaupt nicht mag (das ist aus meiner Sicht ein ganz persönlicher Tag) antwortete ich auf Fragen meiner Kollegen wie immer trotzig. Und weil die Kollegen nun gar keine Ahnung hatten, was sie mir „Gutes“ tuen könnten, besorgten sie einen Gutschein für eine Übernachtung im Bunker der Staatssicherheit. „Das reality Erlebnis“

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Darauf habe ich heute gar keine Lust, drücken kann ich mich jetzt aber nicht mehr. Anderseits schützt mich der Gutschein vor einer Geburtstagsfeier in der lieben Verwandschaft, denn ich bin ja aktenkundig verhindert. Wie so oft hat jede Medaille ein Vorder- und Rückseite.

Ach ja … und ein Gutschein für ein Bierseminar als Wiedergutmachung, haben die Kollegen noch dazu gelegt.

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So langsam stelle ich mich seelisch und moralisch auf einen Ausflug in die Vergangenheit ein. Ich werde ganz sicher hier berichten wie es gewesen ist.

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Ein paar Utensilien aus der Zeit in der ich noch als „Krieger“ durch die Welt ging, habe ich noch.

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Spruch des Tages …

Das ist ein Rechner und kein Igel!

Tatort: eine deutsche Verwaltung.

Handelnde Personen: ein 61 jähriger Sachbearbeiter und ein Administrator der Verwaltung. Der Sachbearbeiter angenehm sauber und adrett, jedoch völlig überfordert. Der verwahrloste Administrator, unrasiert, verfettet, dreckig und stinkend, jedoch fähig.

Der Sachbearbeiter sollte nur sein Passwort eingeben und war mit der Aufgabe völlig überfordert gewesen.

Ich musste mich umdrehen um nicht laut lachen zu müssen. Solche Situationen sind mir sehr unangenehm.

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Weihnachtsmarkt in Tonndorf

Am 3. Advent sind wir traditionell auf dem Tonndorfer Bauernmarkt. Auch in diesem Jahr mussten wir dort hin. Das „MUSS“ kommt von der Tradition her, sonst fehlt etwas in der Adventszeit.

Normalerweise liegt zu dieser Jahreszeit Schnee oder der Boden ist wenigstens gefroren. Das war in diesem Jahr nicht so, weshalb man dort mit einer Schlammschlacht rechnen musste.

Aber gut, es gibt da ja noch die große Halle, in der gekocht, gestrickt, geschnitzt, gegessen und getrunken wird.

Der obligatorische Glühwein hat wieder sehr gut geschmeckt und geräucherten Speck für die Rouladen haben dort auch bekommen. Das war unsere Ausbeute.

Wir waren dort, die Schuhe sahen danach schön matschig aus und das Auto musste zum ersten Mal in die Waschanlage. Der Dreck in den Fußmatten hat sich sehr gut gehalten.

Und hier noch ein paar Worte zum Markt selbst: „Im Gelände des Pflanzenhofs, einer Baumschule in der Nähe des Ortes Tonndorf, der zur Verwaltungsgemeinde Kranichfeld gehört, findet in jedem Jahr vor Weihnachten ein „Bauernmarkt“ statt. Angefangen hat er damit, dass viele Menschen aus der Umgebung im Pflanzenhof ihren Weihnachtsbaum kauften. Dieses System der Direktvermarktung fand großen Zuspruch und wurde zunächst vor allem auf Geflügel und dann auf weitere Waren ausgeweitet.   Hier kann man direkt zusehen, wie z.B. Forellen geräuchert werden oder Schnitzereien entstehen. Hier kann man nach der Herkunft, Entstehung und Zusammensetzung der Waren fragen und sich unmittelbar vom Hersteller informieren lassen. Die Waren sind frisch, nicht lange gelagert, nicht eingefroren worden und durch keine weiteren Hände gegangen. Darin besteht der Reiz der Direktvermarktung.  Dazu bietet der Tonndorfer Bauernmarkt das Erlebnis eines volkstümlichen Festes. Selbstverständlich gibt es auch frisch gegrillte Thüringer Bratwurst und andere Leckereien zu kaufen. Der Markt ist auch Ausgangspunkt für Pferdekutschfahrten und Fahrten mit Hundeschlitten durch die Umgebung. Ich bin sicher, dieser Markt wird noch viele neue Freunde gewinnen.“ http://www.thueringen-lese.de

 

 

Weihnachtsmarkt in Naumburg/Saale

Die heiße Jahresendphase trudelt langsam aus und es beginnt die Zeit der Vorbereitung auf das große „Fressen“. Bis dahin kann man relaxt die Weihnachtsmärkte ab bummeln. Am 13. Dezember gondelte ich gemütlich nach Naumburg um dort nach dem Rechten zu sehen.

Verglichen mit dem Erfurter Weihnachtsmarkt ist der in Naumburg schön klein und kuschelig. Und als ich dort war auch noch schön leer. Aber wer geht auch schon am Vormittag auf den Weihnachtsmarkt?

Fast überall hat es sich eingebürgert Eisbahnen in die Weihnachtsmärkte zu integrieren. Können sich doch dort die Kinder austoben, damit die Großen den Glühwein besser genießen. Dort habe ich einen Apfelglühwein getrunken, den ich nur empfehlen kann. Nicht zu süß und oberlecker.

Die Bilder würden viel besser aussehen, wenn die vielen Lämpchen der Dunkelheit trotzen. Mit solchen Bildern kann ich jedoch nicht aufwarten. Deshalb stibitzte ich ein Bild mit toller Stimmung in Naumburg.

Weihnachtsmarkt Naumburg im Schnee

Wer gesittet in Naumburg essen gehen will, den kann ich ein Lokal empfehlen:

Gasthof „Zufriedenheit“ im Steinweg 26

Wir waren jedenfalls sehr zufrieden mit dem schmackhaften Essen und auch mit dem Ambiente des Lokals.

Und wer keine Weihnachtsmärkte mag, sollte sich den Naumburger Dom nicht entgehen lassen.

Durch die Lappen gegangen …

Wer kennt nicht diesen Spruch. Doch woher kommt die Redewendung?

„Bei der sogenannten Lappjagd werden Stoff-Lappen (Blendzeug) an Leinen (Archen) aufgehängt, um damit flüchtende Tiere bei einer Treib- oder Drückjagd in bestimmte Richtungen zu lenken oder am Ausbrechen zu hindern. Die Lappjagd wird auch „eingestelltes Jagen“ oder „Teutsche Jagd“ genannt.  Heute wird die Lappjagd hauptsächlich noch verwendet, um Wölfe für Forschungszwecke oder Umsiedlungen zu fangen. In Deutschland wird die Lappjagd in § 19 Abs. 1 Nr. 3 Bundesjagdgesetz eingeschränkt. Obwohl viele Wildtiere tatsächlich vor den aufgehängten Lappen zurückschrecken, kommt es dabei jedoch immer wieder vor, dass Tiere durchbrechen und somit buchstäblich „durch die Lappen gehen“. Ebenso wird die Formulierung aus der Sprache der Zempiner und Lassaner Fischer etymologisch begründet, so sind Laap die Maschen eines speziellen Netzes, welches durch seine Konstruktion sowohl zu kleine, als auch zu große Fische „durch die Lappen gehen“ lässt.“ Sagt Wikipedia.

Am Mittwoch hatte ich einen Termin in Wernigerode. Auf der Fahrt dahin, entlang der  B 81 von Netzkater Richtung Blankenburg, beobachtete ich die Schilder und die Lappen im Wald. Es ging wohl den Tieren dort zu gut. Da kann Jäger auch mal Rambazamba machen.

 

44. Kalenderwoche 2017

30.10. – 05.11.2017

Entgegen dem Trend für den Tag nach dem Sonntag und vor dem Reformationstag einen Tag Urlaub zu nehmen, ging ich bewußt ins Büro.  Eine zeitaufwendige Recherche wollte ich in so viel wie möglicher Ruhe bewältigen. Den gleichen Gedanken hatte wohl auch meine Sekretärin, denn sie war schon vor mir im Büro. Verdattert und auch ein wenig verärgert sah sie mich an und polterte los. Sie wollte wie ich auch die Ruhe nutzen und Rechnungen schreiben. Mit meinem Erscheinen befürchtete sie, keine Ruhe zu haben. Das war mir doch recht. Ich konnte die Tür zu machen und ohne Belästigung arbeiten.

Jetzt in der Zeit, in der wir uns an den Nebel, die Feuchtigkeit und die lästige Dunkelheit gewöhnen müssen, ist so ein Reformationstag als Feiertag willkommen. Man kann mal so richtig rumlungern! Reformieren brauche ich mich auch nicht, denn ich bin gut so wie ich bin. 😉

Am Mittwoch hatte ich einen Termin in und bei Magdeburg. Projektabschluß eines größeren Projektes, weswegen ich ab Sommer relativ viel unterwegs bin. Zum Anfang genieße ich das Reisen und die Freiheit sehr. Doch jetzt bin ich auch froh alles in Sack und Tüten zu haben und nicht mehr so viel unterwegs zu sein.

Zur Zeit gibt es ja sehr viele Baustellen und Umleitungen. Manchmal muss ich solche Buckelpisten fahren, wie hier auf dem rechten Bild bei Schönebeck.  Mein Auto hat auch ganz schön was auszuhalten.

Auch in Magdeburg ist das Fahren ein Graus. Dort wird seit 2015 der Stadttunnel gebaut. Die Umleitungen sind nicht gut ausgeschildert und wenn man sich nicht so gut auskennt, kann man Runden fahren.

Ja gut, wenn Mann zufrieden mit sich ist, kann er auch mal einen ruhigen Kreisel schieben. Das entspannt ungemein!

So wie auch die dicken Kondensstreifen am Himmel, die sich erst nach Stunden auflösen. Da soll man nicht auf blöde Ideen kommen?!

Am Samstag hatten wir wieder Sonne am Himmel. Man merkte sofort wie sich die Menschen nach den Strahlen gestreckt haben. Man konnte sogar das Frühstück draußen genießen.

Den Abend genoss ich allein zu Hause. Frau machte Mädelsabend  in der Alten Oper bei einem Konzert mit Ute Freudenberg. Mir war es recht. Gelegenheit die neuen Eisenpfannen einzubrennen.

Was für eine Sauerei! Als Madam nach Hause kam war die Küche wieder sauber und ich schlief den Schlaf der Gerechten. 😉

So kann man auch ein Wochenende rum bekommen. 😉

Männergespräch

Heute war ich wieder mal beim Zahnarzt. Er musste mir nicht weh tun, also konnte ich leichten Fußes dort hin gehen. Dann erstaunte mich der Zahndoktor. Er war von dem leuchtend blauen Hemd, welches ich heute an habe beeindruckt. Er sagte „das ist ein sehr schönes und modisches Hemd“. Verblüfft erwiderte ich „mich erstaunt ihre Beobachtungsgabe. Männer konzentrieren sich doch eher auf die bevorstehende Aufgabe und nicht was ein anderer Mann an hat.“

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Dann outete er sich als Hemdenliebhaber und Träger, so wie ich auch einer bin. Nun kam schnell die Rede auf das unleidige Hemden bügeln. Aus meiner einjährigen Erfahrung als Wunschsingl nach mehr als 30 Ehejahren, berichtete ich, wie schwer mir das Bügeln gefallen ist. Als ich dann eine Reinigung fand, die für 1,90€ ein Hemd gewaschen und gebügelt hat, gab ich immer Pakete zu 10 Stück dort ab und konnte Tag und Nacht die Hemden dort abholen. Sie hatten einen Automaten, der mit einer Chipkarte (man bekommt sie bei der Abgabe und gleichzeitigen Bezahlung) die Aushändigung der Hemden vorzüglich vollbrachte.

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Das interessierte ihn sehr. Denn Herr Doktor muss seine Hemden selber bügeln. Immer sonntagnachmittags, 10 Hemden am Stück. Pro Hemd braucht er 20 Minuten, also ist der Nachmittag futsch. Er hat vor mehr als 3 Jahren mit seiner Frau gewettet und diese verloren. Er war sich so sicher diese Wette zu gewinnen und hat als Wetteinsatz das Hemden bügeln eingebracht. Seither bügelt er. Doch wenn er die Hemden zusammen legt, ist das nie so korrekt wie es seine Frau machte.

Ich würde ja mal mit Frau reden. Denn jetzt ist die blöde Wette schon so lange her und im Schrank sieht es seither „Schei…“ aus, sagte ich ihm. Oder doch die Reinigung in Anspruch nehmen. Wir unterhielten uns dann noch darüber, wo Mann am besten Klamotten einkaufen kann und welche Stoffe wir bevorzugen. Es gibt ganz selten Männer, mit denen man über solche Themen reden kann.

Die ganze Zeit stand seine Sprechstundenmutti mit großen Augen daneben und musste wohl aufpassen nicht gleich loszuprusten. Dann meldete sie sich zur Toilette ab. Frauen verstehen eben keine Männergespräche, woher auch!