Weihnachtsmarkt in Tonndorf

Am 3. Advent sind wir traditionell auf dem Tonndorfer Bauernmarkt. Auch in diesem Jahr mussten wir dort hin. Das „MUSS“ kommt von der Tradition her, sonst fehlt etwas in der Adventszeit.

Normalerweise liegt zu dieser Jahreszeit Schnee oder der Boden ist wenigstens gefroren. Das war in diesem Jahr nicht so, weshalb man dort mit einer Schlammschlacht rechnen musste.

Aber gut, es gibt da ja noch die große Halle, in der gekocht, gestrickt, geschnitzt, gegessen und getrunken wird.

Der obligatorische Glühwein hat wieder sehr gut geschmeckt und geräucherten Speck für die Rouladen haben dort auch bekommen. Das war unsere Ausbeute.

Wir waren dort, die Schuhe sahen danach schön matschig aus und das Auto musste zum ersten Mal in die Waschanlage. Der Dreck in den Fußmatten hat sich sehr gut gehalten.

Und hier noch ein paar Worte zum Markt selbst: „Im Gelände des Pflanzenhofs, einer Baumschule in der Nähe des Ortes Tonndorf, der zur Verwaltungsgemeinde Kranichfeld gehört, findet in jedem Jahr vor Weihnachten ein „Bauernmarkt“ statt. Angefangen hat er damit, dass viele Menschen aus der Umgebung im Pflanzenhof ihren Weihnachtsbaum kauften. Dieses System der Direktvermarktung fand großen Zuspruch und wurde zunächst vor allem auf Geflügel und dann auf weitere Waren ausgeweitet.   Hier kann man direkt zusehen, wie z.B. Forellen geräuchert werden oder Schnitzereien entstehen. Hier kann man nach der Herkunft, Entstehung und Zusammensetzung der Waren fragen und sich unmittelbar vom Hersteller informieren lassen. Die Waren sind frisch, nicht lange gelagert, nicht eingefroren worden und durch keine weiteren Hände gegangen. Darin besteht der Reiz der Direktvermarktung.  Dazu bietet der Tonndorfer Bauernmarkt das Erlebnis eines volkstümlichen Festes. Selbstverständlich gibt es auch frisch gegrillte Thüringer Bratwurst und andere Leckereien zu kaufen. Der Markt ist auch Ausgangspunkt für Pferdekutschfahrten und Fahrten mit Hundeschlitten durch die Umgebung. Ich bin sicher, dieser Markt wird noch viele neue Freunde gewinnen.“ http://www.thueringen-lese.de

 

 

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Weihnachtsmarkt in Weissensee

Weissensee? Wo oder was zum Teufel ist das denn? Es gibt eine Fernsehserie des ARD, in der das Leben ostdeutscher Menschen in der Zeit von 1980 bis zum Mauerfall gezeigt wird. Etwas überspitzt zwar, doch im Grunde traf die Serie den Kern des Lebens in der DDR.

Doch mit Weißensee ist vor allen eine Stadt im Landkreis Sömmerda im deutschen Freistaat Thüringen gemeint. Die kleine Stadt mit ca. 3500 Einwohner liegt 35 km nördlich von Erfurt.

Wie dem auch sei, wir wurden eingeladen den Weihnachtsmarkt in Weissensee, auf dem Hof der Runneburg zu besuchen. Dazu wurden wir vor der Haustür abgeholt, dort hin gefahren und auch wieder nach Hause verfrachtet. Das alles im Schneegestöber und bei widrigen Straßenverhältnissen.

Es ist schon ein komisches Gefühl für mich, auf den Rücksitzen eines PKW`s zu sitzen und zuschauen zu müssen, wie ein junger Mann uns durch die Landen fährt. Daran muss ich mich erst gewöhnen. 😉

Es schneite fürchterlich und der Wind trieb den Schnee in alle Ritzen der Bekleidung. Irgendwann sah ich einem Schneemann ähnlich und der Hut hatte gut und gerne sein doppeltes Gewicht.

Ich wollte ja vom Weihnachtsmarkt berichten. Doch dafür bediene ich mich eines Artikels aus der Thüringer Allgemeinen:

„Wenn es rund um die Burg Weißensee nach Tannen duftet, wenn der Geruch von süßen Waffeln, Glühwein und Zimtsternen in die Nase steigt, dann laden Weihnachtsmann und Christengel Besucher aus nah und fern zum traditionellen Weihnachtsmarkt ein. Stimmungsvoll, aber auch unterhaltsam wird es in diesen zwei Tagen auf der Burg Weißensee zugehen. Liebhaber des Handwerks finden hier originelle Weihnachtsgeschenke und Dekorationen für ein festliches Zuhause. An beiden Tagen stehen besonders die kleinen Besucher im Mittelpunkt. In der Bastelstube können alle Kinder kreativ sein und das ein oder andere Geschenk für ihre Lieben fertigen. Kinder treffen den Weihnachtsmann, während die Erwachsenen sich im Weihnachtscafé mit selbstgebackenem Kuchen verwöhnen lassen können.“

Ich würde den Weihnachtsmarkt von Weissensee mit klein aber fein bezeichnen. Das Schneegestöber passte gut zur vorweihnachtlichen Stimmung und der Glühwein schmeckte nochmal so gut.

Auslüften

Der Kopf ist die Zentrale des Menschen. Das ist auch bei Frauen so?

Ich musste mal raus!

Schellroda liegt ungefähr 200 Meter höher wie meine Behausung. Das Daberstedter Feld in Erfurt, dort wo ich wohne liegt auf 200 Meter Höhe zu NN. Man konnte also vermuten, dass auf ca. 400 Meter über NN schon die eine oder andere Schneeflocke herum liegt.

Aber es kam ganz anders. Kein Schnee, nur scharfer Wind, der an freien Stellen mir den Hut vom Kopf wehte. Dafür gab es Pilze wie zu besten Herbstzeiten.

Das feucht kühle Wetter war gerade richtig für mich, denn es hält die Sommerfrischler davon ab, die Ruhe im Wald zu stöhren.

Von Haus aus kenne ich gefühlt ca. 20-30 Pilzarten. Die meisten davon kann man essen. Doch die gefundenen Pilze kenne ich nicht und stufe sie für mich als ungenießbar ein.

Sicherlich werden meine geringen Pilzkenntnisse, meinen Gaumen so einige Genüsse verwehren. Sicher ist eben sicher!

Im Wald findet man auch Holz, denn dort wird fleißig am Nadelholz gerodet. Ganze Schneißen wurden geschlagen. Das Reißig bleibt liegen, das kann man zum Abdecken der Pflanzen nutzen.

Frisch ausgelüftet knurrten mich grimmige Rinder an. Sie müssen wohl noch etwas länger auf den Alm-Abtrieb warten.

42. Kalenderwoche 2017

i16.10. – 22.10.2017

Der Nachsonntag hatte schon gut angefangen. Durch eine Absage für den Montag hatte ich Zeit. Das ist ein Geschenk! Vormittags Büro, konzentriertes arbeiten, das macht einfach Spass. Mittags Tasche packen und dann schön in Ruhe durch die Landschaft in die Altmark fahren.

Am Arendsee, mitten in der Walachei Quartier bezogen. Ringsum Urlauber die mich bemitleideten, weil ich vor der Tür saß und meine Korrespondenzen beantwortete. Sie hatten ja gar keine Ahnung wie das ist, zu arbeiten wo andere Urlaub machen.

Der Dienstag war noch nicht richtig erwacht als ich zum Frühstück ging. Gegen 8 Uhr sahen auch die Weihnachtsgänse noch keine klaren Bilder.

Die Baumkuchenstadt Salzwedel, etwa 30 km entfernt von Arendsee war mein Ziel. Der Menschenschlag dort liegt mir nicht so gut, deshalb fasse ich mich kurz und verschwinde nachdem alles gesagt und getan ist.

Die heraus gearbeitete Zeit nutzte ich so gut es ging, die Gegend zu betrachten. Am Arendsee bekam ich zum Mittag „lose Wurst“ oder wie man im Volksmund sagt „tote Oma“. Für mich ein Schmaus aus der alten Küche. Danach verschreckte ich die Möwen am See und bewunderte die Seetribüne mitten im Wasser.

Osterburg war für den Mittwoch geplant. Vorher schnell nach Stendal, dort holte ich einen Mann ab, der mit mir in der Seele verwand ist. Es fühlt sich immer warm an wenn wir uns begegnen. Für mich eine außergewöhnliche Begegnung.

Der Nebel verzog sich erst nach dem Mittag in der Altmark. Nun setzte ich um in den Harz. In Halberstadt hatte ich am Donnerstag zu tun.

Diesmal dauerte der Termin gut 4 Stunden. Ich war wie gerädert als alles geregelt war.  Die Fahrt über den Harz nach Hause entschädigte durch die Farbenpracht des goldenen Herbstes.

Freitag früh wie immer zur Massage. Nur das ich gar kein Termin hatte. Als ich dann im Büro meinen Rechner anschaltete, fragte er mich was denn da will. Ich hätte um 8 Uhr einen Termin bei der Hausärztin. Also habe ich einen neuen Termin vereinbart, an dem ich zwar da war, jedoch nicht ran kam. Länger wie eine Stunde Wartezeit hatte ich nicht. Also habe ich einen neuen Termin eine Woche später vereinbart. Schuld war ich selbst. Wozu hat man einen Terminkalender!

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Am Abend machten wir uns eine Pizza zur Belohnung.

Samstag morgens wie immer auf dem Markt. Als wir aus der Tiefgarage nach oben kamen, traf mich fast der Schlag. Wir haben Oktober und in Erfurt wird der Weihnachtsmarkt  aufgebaut. Ich fasse es nicht!

Dort wo wir immer das Samstagssektfrühstück zelebrieren hatte man schon seit vielen Monaten keinen Sekt anzubieten. Gläser werden für jedoch vorgehalten. Also bringen wir eben den Piccolo selbst mit. Nun aber, hat der Krieg der Bäcker in Erfurt erste Opfer zu beklagen. Eine Reihe Filialen schließen. Der Markt bereinigt seine Auswüchse. Im Zuge der Plünderung einige Filialen durch verbleibende Läden, hat der Laden am Domplatz 3 Kisten Piccolo geordert. Nun brauchen wir nicht mehr unsere Vorräte mitzubringen. Das hat auch etwas. 😉

Am Samstagabend hatten wir Karten für die Buddy Holly Show im Dasdy-Brettl. Als es soweit war dort hin zu gehen, hatten wir keine Lust dazu. Doch der Abend lohnte sich sehr. Die Stimmung mit der Musik aus den 50er Jahren war einfach genial. Alle Lustlosigkeit war verflogen.

Den Rest vom Wochenende habe ich vergessen. Trübes Wetter und kuscheliges Sofa, bis einer von uns einen Koller bekam und die Heizung putzte. Dann musste auch noch das Monster von Sofa aus der Ecke raus, weil  sie unbedingt ihren Staubsauger durch die Gegend schieben wollte.

Noch Fragen?

29. Kalenderwoche 2017

Wir sind jetzt schon in der 2. Hälfte des Jahres, damit gehen wir straff auf Weihnachten zu. Bald steht der alljährliche Sommerurlaub an. Ist dieser erst vorbei, ist auch gefühlt das Jahr vorbei. Wir sollten also schon mal in der „Kaufhalle“ auf  Pfefferkuchen achten, die dann sehr frisch sind und am besten schmecken. Die vielen Ostereier haben wir ja auch geschafft.

Auf dem Weg nach Oschersleben erschreckte mich ein Fensterputzer in Aschersleben, der ungesichert und sehr fahrlässig in enormer Höhe seine Arbeit machte.

Die Altmark, in der Nähe von Kalbe an der Milde empfing mich mit einer gekreuzigten Puppe. Sind das erste Anzeichen für das beginnende Mittelalter der Neuzeit?

Die Feldhasen haben jedenfalls einen Klatsch. Sie starren in eine Richtung, weil sie mich dort erwarten. Kein Wunder dass Hasen auf der Liste der aussterbenden Tiere in Deutschland stehen.

Aus Gardelegen fuhr ich am Dienstag mit einem Lächeln nach Ottersleben, einem Stadtteil von Magdeburg. Dort gibt es ein Motel mit Klimaanlage. In Deutschland  sind Hotels mit gutem Klima Mangelware. Auch Schreibtische findet man dort nicht immer.

Von dort erreichte ich locker die Termine nahe Magdeburg. Abends suchte ich kalte Getränke in einem Ortsteil von Magdeburg, der schon ein wenig abseits lag.  Am Dienstag landete ich in einer Fankneipe des 1. FC Magdeburg. Sehr interessant, aber arg stickig.

Am Mittwoch erlebte ich ein paar Magdeburger als Sturköpfe. Bei dem Versuch, ein kühles Bier in heißen Zeiten zu ergattern, benahmen sich die 6 Gäste eines kleinen Biergartens fröstelnd, ablehnend mir gegenüber. So dass mir das Bier nicht schmeckte.

Wieder zu Hause, erledigte ich widerwillig solche Sachen wie, Vorsorgeuntersuchen, Tetanusauffrischung und Bürokram. Man kann sich den Tag auch mit Arbeit versauen.

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Wegen Unpässlichkeit meiner „besseren“ Hälfte, hatte ich am Samstag stöhrfreien Marktbesuch.  Ohne ständig aufpassen zu müssen, das sie keine Dummheiten macht, konnte ich jedem Apfel oder jeder Birne hinter her schauen und sogar schwatzen.

Heraus kamen sauer eingelegte Gurken, Möhrchenstücke und kleine Tomaten. Ein MUSS in der Zeit der Vegetation im Abendland.

Den Nachmittag nutzten wir um Weizenmehl der Stärke 00 zu kaufen und eine Nudelmaschine zu erstehen. Das Zweite war nun nicht das Problem. Mehl der Stärke 00 zu bekommen erschien schier unmöglich in Erfurt. Zum Schluß bestellte ich im Internet. Das geht eben auch.

Das Wetter am Sonntag lockte jeden lebenslustigen Mann oder Frau in die Stadt oder auch aufs Land. Es ging ein kühlender Wind, der die Hitze abschwächte und Lust auf einen Schwatz mit Freunden machte. Dazu lädt die Altstadt von Erfurt ein, wie keine Zweite. Im Augustiner, hinter der Krämerbrücke ist die Kulisse urgemütlich.

 

Kultur und Halle …

… gehört irgendwie zusammen. Jedenfalls für mich. Und ja, ich gebe gern zu, die Tatsache dass ich im Hotel übernachte und Kurzweil suche, motiviert mich sehr das Kulturangebot vor Ort anzunehmen. Nirgendwo in Sachsen-Anhalt ist das leichter wie in Halle. Das Angebot ist enorm.

Heute Abend war ich wieder im neuen Theater zu einem Liederabend mit dem Motto: „Schon wieder nass! – Ein Piraten-Liederabend“

Der Theaterhof war voll, die Stimmung lustig. Das gefällt mir gut und macht Laune noch mehr davon zu genießen. Mit einfachen Mitteln wird hier in Halle Freude und Lebenslust verströmt.

Nächste Woche werde ich auch wieder hier sein. Mal sehen was dann auf dem Programm steht. Jedenfalls am Abend.

Neben der Arbeit gibt es auch Momente, wie hier im Südharz, an denen der Stress abfällt. Die Schönheit unserer Heimat, wenn man sie sehen kann.

Schauen wir hin.

Eine adlige Pflanze

Die Schuldfrage habe ich schon geklärt. Es ist ohne Frage eine Frau aus dem sächsischen Osten gewesen, die mich auf komische Gedanken brachte. Nicht nur weil sie ein Avocadocreme-Rezept bloggte, welches ich natürlich auch gleich ausprobieren musste, sondern weil dann irgendwann auch noch eine Anleitung für die Zucht der Avocadopflanze folgte.

Seitdem verbrauche ich mindestens eine Avocadofrucht in der Woche und erfreue mich jedes mal über  den so schönen, runden und handschmiegsamen Kern. Es kam also was kommen musste, ein Kern hatte die Pflicht, mir eine Pflanze zu schenken.

Seit Wochen steht ein rundes Ei erst im Wasser und dann in der satten Erde. Der Keimling spaltete sich in der Mitte und so langsam kroch ein kleiner Stängel hervor.

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Entscheidend war natürlich meine gute Pflege und die Aufmerksamkeit für das junge Pflänzchen. Ab und an mal gegossen und mit der Gabel die Oberfläche der Erde umgegraben. So konnte sich die Wurzel besser entwickeln.

Jetzt ist der Stängel gut 30 Zentimeter groß und trägt auch ein paar glänzende Blätter. Es stellt sich nun die Frage für einen angemessenen Namen.

Heißt es die Avocadopflanze? Oder wird es ein Avocadobusch? Oder sogar ein Avocadobaum? Also weiblich oder gar männlich?

Ganz klar und nicht zu leugnen ist die Tatsache zum woher. Natürlich „von Männe“! Dieser wunderschöne Stängel eines Avocadokerns ist adlig. „Von Männe“

Ach ja, die Avocadocreme ist übrigens wunderbar. Danke Arabella.