Ein bisschen Harz nochmal

Am Donnerstag letzte Woche wollten wir den Kontrast zum Brocken schaffen. Angesagt waren die Höhlenwohnungen in Langenstein nahe Halberstadt. Leider waren wir wohl zu früh unterwegs, denn gegen 10 Uhr hat der Ort noch geschlafen.

Nun gut, dann eben nicht. Über Blankenburg nach Quedlinburg der Welterbestadt mit Charme.

„Die Stadt liegt im nördlichen Harzvorland durchschnittlich 123 m ü. NN, 50 km südwestlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Die unmittelbar angrenzenden Höhen erreichen 181 m ü. NN. Die Stadt liegt im Flussbett der Bode, mit dem größeren Teil westlich des Flusses.“ Wikipedia

Mit gut 2000 Fachwerkhäusern ist Quedlinburg ein Kleinod im Osten Deutschlands. Mich hat es beeindruckt, wie aus der einstigen, dem Zerfalls preisgegeben Stadt, die Schönheit spießt wie im Frühling die jungen Knospen.

Als wir vom Schloßberg kommend zurück Richtung Markt schlenderten, erklang der Ton einer Lokomotive, als wäre sie gleich neben mir.

Das langen Suchen hatte erst Erfolg, als wir ein paar Schritte mehr vom Eisenbahn & Spielzeugmuseum entfernt standen. Man muss schon Geduld haben.

Diese Puppe sitzt vor einem Geschäft in Wernigerode, wo wir noch einmal den Pool der Brockenhexen auffüllten.

Freitags fuhren wir in aller Ruhe und quer durch den Harz in unsere Heimat. Zufrieden und sehr aufgeräumt.

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Weihnachtsmarkt in Naumburg/Saale

Die heiße Jahresendphase trudelt langsam aus und es beginnt die Zeit der Vorbereitung auf das große „Fressen“. Bis dahin kann man relaxt die Weihnachtsmärkte ab bummeln. Am 13. Dezember gondelte ich gemütlich nach Naumburg um dort nach dem Rechten zu sehen.

Verglichen mit dem Erfurter Weihnachtsmarkt ist der in Naumburg schön klein und kuschelig. Und als ich dort war auch noch schön leer. Aber wer geht auch schon am Vormittag auf den Weihnachtsmarkt?

Fast überall hat es sich eingebürgert Eisbahnen in die Weihnachtsmärkte zu integrieren. Können sich doch dort die Kinder austoben, damit die Großen den Glühwein besser genießen. Dort habe ich einen Apfelglühwein getrunken, den ich nur empfehlen kann. Nicht zu süß und oberlecker.

Die Bilder würden viel besser aussehen, wenn die vielen Lämpchen der Dunkelheit trotzen. Mit solchen Bildern kann ich jedoch nicht aufwarten. Deshalb stibitzte ich ein Bild mit toller Stimmung in Naumburg.

Weihnachtsmarkt Naumburg im Schnee

Wer gesittet in Naumburg essen gehen will, den kann ich ein Lokal empfehlen:

Gasthof „Zufriedenheit“ im Steinweg 26

Wir waren jedenfalls sehr zufrieden mit dem schmackhaften Essen und auch mit dem Ambiente des Lokals.

Und wer keine Weihnachtsmärkte mag, sollte sich den Naumburger Dom nicht entgehen lassen.

43. Kalenderwoche 2017

23.10. – 29.10.2017

Dienstag hatte ich einen Termin in der Walachei. Gleich am Morgen in Jessen an der Elster. Am frühen Montagnachmittag fuhr ich gemütlich dort hin. Mitten im Wald bei Lubast, gibt es ein Tagungshotel, in dem ich meinen Kopf auf das Kissen legte. Im Übrigen habe ich mein Kissen immer dabei.

Der Termin am Dienstag war ein Schauspiel. Dienstzimmer … Schreibtisch mit vorgestelltem Konferenztisch … Am Konferenztisch saßen 3 Männer … gebügelt und geschniegelt, sehr gerade. Akten fein säuberlich auf Eck gelegt. Vor dem Schreibtisch thronte ein großer Mann im weißen Shirt, den ganzen Schreibtisch beherrschend. Von links nach rechts kein Platz mehr.

Er begrüßte mich, stellte die Herren am Tisch vor und erklärte ihnen meinen Job. Und zwar so gut, das ich nichts mehr sagen musste … konnte. Danach verteilte er Aufgaben an die Herren und ließ jeden einzeln mit Akten vom Tisch wegtreten. Sie verließen den Raum nicht ohne noch einmal den Chef anzuhimmeln. Zu guter Letzt fachsimpelten wir noch eine Viertelstunde über Delegierung von Arbeit und wie man sich solche vom Hals halten kann. Kurz vor 11 Uhr war schon alles vorbei.

Von Jessen aus führte mein Weg durch die Lutherstadt Wittenberg in die Stadt des Bauhauses Dessau-Roßlau. Gegenüber der Meisterhäuser liegt das Hotel „Sieben Säulen“. Dort bezog ich Quartier und besichtigte die Meisterhäuser. Für mich sind diese Häuser der Vorgänger von Plattenbauten. Keine architektonische Meisterleistung. Mich fragt aber niemand.

Den Abend war ich indisch essen und in guter Gesellschaft. Mittwoch dann Termin in Zerbst. Kein Schauspiel, kein „großer“ Mann der alles in Griff hat. Im Anschluss fuhr ich wieder nach Hause.

Nach Naumburg im Burgenlandkreis fuhr ich am Donnerstag. Dort hin fahre ich immer wieder gern. Zum einen sind die Menschen sehr umgänglich zum anderen ist die Gegend sehr schön. Gehört aus meiner Sicht eher zu Thüringen und nicht zu Sachsen-Anhalt.

Dort werde ich wohl in ein paar Tagen wieder sein. Auf dem Rückweg kam ich an den Dornburger Schlösser vorbei. Dieser Abstecher lohnte sich. Auch wenn meine Höhenangst manchmal hinderlich ist.

Am Freitagabend schlemmerten wir im „Jedermann“, eine neue Gaststätte in Erfurt. Danach ging es in die „Alte Oper“ zu einer Hommage an Manfred Krug. Seine Chanson`s sind immer noch der Hammer. Fanny Krug, Uschi Brüning, Thomas Putensen und Charles Brauer haben uns mit der Band von Manfred Krug einen guten Abend gebracht.

Der Domplatz am Samstag war gerammelt voll. Die Parkplatzsuche war schon ein Krampf und dann überschlugen sich die Massen auf dem Markt. Es wurden hauptsächlich Stoffe und Tücher verkauft. Auffällig waren die vielen jungen Frauen mit ihren Kinderwagen. Jetzt ist der Babyboom wohl auch in Thüringen angekommen.

Vom Wetter wurden wir am Wochenende nicht verwöhnt, also mussten wir es selbst machen. Erst das Schokoladeneis, dann den ersten Glühwein der Saison.

Geht doch!

 

 

32. Kalenderwoche 2017

Es war die Dessauer Woche. Am Nachsonntag auf den Weg dahin, hatte ich den Blick vom Berg auf das kleine Städtchen Wiehe an der Unstrut. Dort im Tal verkroch sich der Nebel und gab von oben sein Schauspiel preis.

Am Vormittag Jessen und am Nachmittag Dessau. Es war schon schwer ein Hotelzimmer in der Stadt zu bekommen. Die Weltausstellung in der Lutherstadt Wittenberg zieht eine Menge Touristen an. Gut für die Region.

Dienstag dann Zerbst und Mittwoch Wittenberg. Von dort aus ist Jüterbog nicht weit, wo ich mir einmal im Jahr ein paar neue Schuhe kaufe. Das hat auch in diesen Jahr auf Anhieb geklappt.

Nicht weit von Jüterbog ist die kleine Ortschaft Kloster Zinna, die ich schon immer mal besuchen wollte.

Auf mich machte der Ort einen etwas verschlafenen Eindruck. Kaum Menschen auf den Straßen, wenn man mal von der Bundesstraße 101 absieht, die direkt durch den Ort nach Berlin führt.

In der Umgebung ist man wohl öfters mit Inliner unterwegs, denn anders kann ich mir dieses Schild nicht erklären. Jedenfalls ist auch schon an Weihnachten gedacht, im Christbaumland.

Am Abend konnte ich in angenehmer Begleitung auf der Burg Rosslau dem Theaterstück Peer Gynt folgen. Das war ein sehr gelungener Abend für mich.

Als am Donnerstag die Arbeit getan war, gondelte ich nach Bad Saarow, um dann mit vollem Auto nach Erfurt zu fahren. Das war ein sehr langer Tag auf der Autobahn.

Freitag im Büro. Letzter Tag vor dem Urlaub. Das ist schon komisch, wenn alles bedacht sein muss um 2 Wochen abzusichern. Jedes mal beschleicht mich das Gefühl etwas Wichtiges vergessen zu haben.

Samstags mal nicht auf den Domplatz, weil wir nicht alleine sind. So langsam gehen die Gedanken zum nahenden Urlaub und zu den nötigen Vorbereitungen.

Trotzdem fanden wir noch Zeit, am Sonntag mit Freunden ein Glas Wein in der Stadt zu trinken. Und schon war auch die 32. Kalenderwoche 2017 Geschichte.

Kultur und Halle …

… gehört irgendwie zusammen. Jedenfalls für mich. Und ja, ich gebe gern zu, die Tatsache dass ich im Hotel übernachte und Kurzweil suche, motiviert mich sehr das Kulturangebot vor Ort anzunehmen. Nirgendwo in Sachsen-Anhalt ist das leichter wie in Halle. Das Angebot ist enorm.

Heute Abend war ich wieder im neuen Theater zu einem Liederabend mit dem Motto: „Schon wieder nass! – Ein Piraten-Liederabend“

Der Theaterhof war voll, die Stimmung lustig. Das gefällt mir gut und macht Laune noch mehr davon zu genießen. Mit einfachen Mitteln wird hier in Halle Freude und Lebenslust verströmt.

Nächste Woche werde ich auch wieder hier sein. Mal sehen was dann auf dem Programm steht. Jedenfalls am Abend.

Neben der Arbeit gibt es auch Momente, wie hier im Südharz, an denen der Stress abfällt. Die Schönheit unserer Heimat, wenn man sie sehen kann.

Schauen wir hin.

12. Kalenderwoche 2017

Es war die Woche des Frühlings, der Sonne, der Geburtstage, der ekligen Eigentümerversammlungen und der Musik.

Die Arbeitswoche  war so stinke normal, da ich fast alles verdrängt habe. Routine eben. Man kann sich daran gewöhnen oder es hassen. So lange ich mit Konzentration arbeiten kann, habe ich Spaß daran. Meist werde ich aber von ungeplanten Telefonaten heraus gerissen oder Mitarbeiter wollen von jetzt auf gleich Nachhilfe, da sie in Projektbesprechungen nicht mit Konzentration dabei waren.

Dienstagabend wurde die Eigentümerversammlung für den Freitag beim neuen Verwalter vorbereitet. Freitag nachmittag ab 16 Uhr dann die richtige Versammlung. Ich hatte mich auf 22 Uhr Ende eingestellt. Zur Überbrückung des Zuckertiefs bewaffnete ich mich mit getrocknete Feigen und Wasser. Tatsächlich war ich 21:45 Uhr wieder zu Hause. Mit 24 Tagesordnungspunkten war auch nichts anderes zu erwarten. Ich erspare mir die Schlacht  hier zu beschreiben. Jedenfalls verpasste ich dadurch die Geburtstagsfeier unserer Tochter.

Ab dann endlich Wochenende! Samstag fuhr ich allein zum Markt. Frau kam mal wieder nicht aus dem Knick. Das Wetter zeigte sich wunderbar freundlich und lud zum Frühstück an der frischen Luft ein. Alleine  schmeckt es jedoch nicht so gut wie in Gesellschaft und so trottelte ich wieder zum Rock meiner Gemahlin zurück.

Den Abend versüßten wir uns in der Alten Oper mit Klängen aus „Ostrock meets Classic“ in einer wunderbaren Atmosphäre.

„Die Zonenrocker und das Philharmonische Kammerorchester Wernigerode unter der Leitung von Musikdirektor Christian Fitzner präsentieren die schönsten Songs aus über 30 Jahren Ostrock. Und es handelt sich dabei nicht einfach um ein Konzert. „Ostrock meets Classic“ ist vielmehr eine Ostrock-Spektakel, unterstützt durch ein ausgefeiltes Lichtdesign, Showeinlagen, Tänzerinnen u.v.m. Über 30 hochkarätige Musiker und Tänzerinnen bieten eine Symbiose aus alten Ostrock-Songs und Klassik.“

Der Sonntag hatte schon sein bestes Kleid vom sonnigen Wetter angezogen und lockte uns zum Geburtstagsessen in die Gaststätte Fahner Mühle. Oben auf dem Berg zog der Wind noch scharf um die Ecken, doch der Frühling sprießt aus jedem Zweig und Halm. Wir mussten sehr lange auf das Mittagessen warten.

Die Tafel war für 12:30 Uhr bestellt, essen konnten wir gegen 14 Uhr. Zudem hatten die Speisen zu wenig Temperatur und meinem Gulasch fehlte der Pep.  Normalerweise gehörte Rotkraut zu Gericht, für mich machten sie Pfannengemüse schmackhaft und knackig. Das passte auch ganz gut zum zarten Fleisch. Mit Wein kennen sie sich dort nicht so gut aus. Mein bestellter Halbtrocken Weißwein, entpuppte sich als liebliche Scheurebe.

Den Nachmittag wollten wir einfach nur genießen. Das hatten sich auch viele andere Erfurter  vorgenommen. Hinter der Krämerbrücke sonnten sich die Leute in Scharen. Es summte nur so in der Luft.

Wir hatten dann doch noch einen Tisch in der Sonne erwischt und genossen den Wein im Gewimmel der Sonnenanbeter, bis die Sonne hinter den Turm der Ägidienkirche verschwand. Umgehend wurden die bereitgehaltenen Decken begehrt.

Selbst auf dem Weg in unsere gemütliche Behausung hatten wir unseren Spaß.

43. Kalenderwoche 2016

Es war eine sehr ruhige Woche. In diesem Jahr habe ich es doch glatt geschafft, schon im Oktober die Winterreifen zu montieren. Selbst habe ich es nicht gemacht, wozu gibt es die Werkstatt in der Nähe. Dort werden die Räder eingelagert und vor dem Montieren ordentlich gewuchtet. Nun kann der Winter kommen!

Am Donnerstag konnten wir ein langwieriges Projekt endlich abschließen und dem Auftraggeber bei der Übergabe ein überschwängliches Lächeln abgewinnen. Das ist ja auch im Leben eines Projektleiter ein schöner Moment.

Für den 27. Oktober war ein Strauss mit 37. Rosen bestellt, den Hermes jedoch erst am nächsten Tag, beim 2. Versuch an die Frau brachte.

Und wenn ich so langsam zur Ruhe komme, arbeite ich alles auf, was in den letzten Monaten liegen geblieben ist, hole Termine nach, etc.  Wie z.B. den defekten Drucker endlich mal ersetzen. Auch suche ich einen Ersatz für meinen in die Jahre gekommen Notebook. Knapp 7 Jahre hat das Ding nun auf dem Buckel, es wird also Zeit, etwas Modernes anzuschaffen.

Am Samstag fiel der Marktbesuch einer jährlichen Begehung der Wohnanlage zum Opfer. Der neue Verwalter ist eine Labertasche, was mir 2 Stunden beste Zeit kostete. Dann gleich noch die Zeit für das Einrichten des neuen Druckers auf 2 Rechner über WLAN, das nervte ungemein. Zwischendurch sprengte ich ein Huhn! Man kann auch Hühnerfrikassee dazu sagen. Mag ich nicht so sehr, doch fürs Töchterchens Wünsche koche ich gern.

Entspannung war nötig! Wir suchten auf die Schnelle eine leichte kulturelle Veranstaltung für den nächsten Tag. Der Sonntag war ideal dafür, denn der Reformationstag am Montag sorgte für das angenehme Ausschlafen danach. Das Kabarett brachte den“Frauenflüsterer„. Eine frivol, lustige Geschichte dreier Weibsen, die sich um den Nachlaß des verstorbenen Mannes und Liebhaber in die Wolle bekamen. Die Aufführung war in meinen Augen unter dem Mittelmaß angesiedelt.