Glockenkonzert im roten Turm zu Halle

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Den Film „Gundermann“ …

… habe ich mir heute in der Zuckerfabrik von Halberstadt angesehen, rein gezogen und bin wieder in eine fast vergessen geglaubte Vergangenheit eingetaucht.

Es ist gut solche Filme zu machen und anzuschauen. Dadurch werden unsere Wurzeln wieder anschaulich und bewußt sichtbar.

normalerweise stehen die Leute ganz schnell auf, wenn der Film offensichtlich zu Ende ist. Heute war es anders. Den gesamten Abspann mit einem Song von Gundermann ist niemand aufgestanden.

Für mich war der Film „Gundermann“ ein kleine Haare erschaudern.

Ein Sommernachtstraum

In Dessau-Roßlau hatte ich auch in diesem Jahr das Glück, Karten für die Aufführung „Ein Sommernachtstraum“ des 21. Burgtheaters zu bekommen. Und nein, nicht ich habe sie besorgt, sondern eine hier ansässige, langjährige Freundin.

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Das Burgtheater in Roßlau bietet eine würdige Kulisse für solche Aufführungen.

„Eine Hochzeit ist geplant, doch der Streit der Liebenden entfacht eine verwirrend-spannende Geschichte. Sie führt in die Tiefen des Waldes, ins Zauberhafte, in die Nacht. Menschen werden Fabelwesen, Elfen begegnen Menschen.

Die Liebenden schmachten, während eine Gruppe Handwerker das Leid der Liebenden im eigenen Stück parodiert. Drei Tage und drei Nächte dauert der Spuk.

Im Mittelpunkt Puck, der rätselhafte Geist, Wanderer zwischen den Welten, Helfer und Verwirrer zugleich. Bis endlich der Zauber verfliegt …“ http://www.theaterburg-rosslau.de/

Eine wunderbare Aufführung die im Vorfeld kulinarisch gut umrahmt war. Für solche Erlebnisse bin ich dankbar, auch wenn ich langsam auf meine Figur achten muss. 😉

Danke!

Halle an der Saale im Sommer

Ich bin ja gerne in Halle an der Saale. Die Leute liegen mir und die Stadt, aber auch die Umgebung bietet so manches.

In dieser Stadt hatte ich das seltene Glück bei einem Einkauf neuer Hemden eine sachkundige Verkäuferin zu finden. Das ist nicht mehr selbstverständlich.

Die Hinterhöfe sind sehr unterschiedlich und erinnern mich an Zilles Bilder. Oder an Spanien. Wie man es nimmt. 😉

Jedenfalls ist das Wetter sehr sonnig und ich schwitzte so vor mich hin. Auch wenn das Wasser an den umliegenden Seen zum baden einlädt.

Man kann hier eine Menge Kultur erleben.  „Vom 3.Juli bis 11.August bietet der 12.Cultoursommer wieder mit zahlreichen Veranstaltungen ein buntes attraktives Programm. Eröffnet wird er am Dienstag 3.Juli mit einem Konzert des Durham University Classical Ensemble und dem Akademischen Orchester der Martin-Luther-Universität. „Venus und Adonis“ von Blow, „Abdelezar“ von Purcell und Beethovens „Eroica“ werden unter der Leitung von Chris Waters in der Aula der Universität erklingen.“Ein Zitat von: https://hallespektrum.de/nachrichten/12-cultoursommer-beginnt/318506/

Beethovens „Eroica“ war der Hammer. So entspannt und mitgerissen war ich schon lange nicht mehr.

 

Kurz mal nach Wrocław (Breslau)

im Südwesten von Polen gelegen, ist mit fast 640.000 Einwohnern nach Warschau, Krakau und Łódź die viertgrößte Stadt des Landes, Verwaltungssitz des gleichnamigen Powiat sowie Hauptstadt der Woiwodschaft Niederschlesien. Zitat aus wikipedia

Am Freitag war es mal wieder soweit. Wir treffen uns einmal im Jahr mit unseren Kollegen aus Konin zum Feiern. Das endet meist mit glasigen Augen am nächsten Morgen. In diesem Jahr waren die Polen an der Reihe das Sommerfest auszurichten.

Freitag am frühen Morgen 05:30 Uhr fuhr der Reisebus schon los. Nichts für mich, das ist nur Quälerei.  In Dresden nahmen wir dann auch noch die Kollegen aus der dortigen Niederlassung mit. 3 mal Stau und einmal komplett von der Autobahn runter, machte ganze 9,5 Stunden Fahrt. Bei dieser Hitze hatte dann auch die Klimaanlage  so ihre Schwierigkeiten.

Am Nachmittag dann die obligatorische Stadtführung bei 33 Grad im Schatten und den gab es dann nicht mal.

Die Stadt … was davon nach dem Krieg übrig geblieben ist, kann sich sehen lassen. Wie unser Führer erzählte, begannen die Renovierungsarbeiten an den alten Gebäuden erst in den 1990er Jahren. Also nicht anders als bei uns im Osten.

Bisher kannte ich den Fluss Oder nur als die neue Grenze zwischen Polen und Deutschland bis zum Stettiner Haff. Mein Horizont erweitert sich stendig.

Eine Besonderheit der Stadt sind die Zwerge. Aus Wikipedia habe ich das hier eingebunden: „Die Breslauer Zwerge sind eine Touristenattraktion in Breslau. Die politische Oppositionsbewegung „Orange Alternative“ hatte in den 1980er Jahren mit spontanen Aktionen (zum Beispiel Demonstrationen im Zwergenkostüm) Kritik am kommunistischen Regime in Polen geübt und einen gusseisernen Zwerg („Papa Zwerg“) in der Breslauer Altstadt aufgestellt.

Im Sommer 2001 tauchten die ersten Zwerge, als Projekt von Studenten der Kunsthochschule, in der Stadt auf. Seit 2004 der Künstler Tomasz Moczek beauftragt wurde, zwölf Zwerge zu fertigen[1], gibt es die Figuren in verschiedenen Varianten in der ganzen Stadt. Anfang 2009 gab es bereits 95 Exemplare,[2] im August 2014 wurde der 300. Zwerg in Breslau aufgestellt. Die Figuren werden aus Bronze gegossen und haben eine Größe von etwa 30 cm.

Der Abend begann mit einem Gala-Essen und endete mit viel Wodka, erst als es dem Morgen graute. Wer dazu Wasser getrunken hat, sah danach auch klare Bilder. Der Rest hatte Kopfweh.

Ohne Besichtigung des Panorama von Racławice kamen wir aber nicht davon. Der Pole braucht für die Erhaltung seines Selbstbewußtseins heroische Gedenkstätten, die daran erinnern, das sie nicht immer verloren haben.

Ein Vorteil dieser Besichtigung war allerdings die Klimaanlage, welche wir beim Verlassen sehr vermissten.

Gegen 20 Uhr kamen wir wieder in Erfurt an. Es war stressig aber auch mal wieder schön die Kollegen hinter der Oder zu sehen.

Ein bisschen Harz nochmal

Am Donnerstag letzte Woche wollten wir den Kontrast zum Brocken schaffen. Angesagt waren die Höhlenwohnungen in Langenstein nahe Halberstadt. Leider waren wir wohl zu früh unterwegs, denn gegen 10 Uhr hat der Ort noch geschlafen.

Nun gut, dann eben nicht. Über Blankenburg nach Quedlinburg der Welterbestadt mit Charme.

„Die Stadt liegt im nördlichen Harzvorland durchschnittlich 123 m ü. NN, 50 km südwestlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Die unmittelbar angrenzenden Höhen erreichen 181 m ü. NN. Die Stadt liegt im Flussbett der Bode, mit dem größeren Teil westlich des Flusses.“ Wikipedia

Mit gut 2000 Fachwerkhäusern ist Quedlinburg ein Kleinod im Osten Deutschlands. Mich hat es beeindruckt, wie aus der einstigen, dem Zerfalls preisgegeben Stadt, die Schönheit spießt wie im Frühling die jungen Knospen.

Als wir vom Schloßberg kommend zurück Richtung Markt schlenderten, erklang der Ton einer Lokomotive, als wäre sie gleich neben mir.

Das langen Suchen hatte erst Erfolg, als wir ein paar Schritte mehr vom Eisenbahn & Spielzeugmuseum entfernt standen. Man muss schon Geduld haben.

Diese Puppe sitzt vor einem Geschäft in Wernigerode, wo wir noch einmal den Pool der Brockenhexen auffüllten.

Freitags fuhren wir in aller Ruhe und quer durch den Harz in unsere Heimat. Zufrieden und sehr aufgeräumt.

Weihnachtsmarkt in Naumburg/Saale

Die heiße Jahresendphase trudelt langsam aus und es beginnt die Zeit der Vorbereitung auf das große „Fressen“. Bis dahin kann man relaxt die Weihnachtsmärkte ab bummeln. Am 13. Dezember gondelte ich gemütlich nach Naumburg um dort nach dem Rechten zu sehen.

Verglichen mit dem Erfurter Weihnachtsmarkt ist der in Naumburg schön klein und kuschelig. Und als ich dort war auch noch schön leer. Aber wer geht auch schon am Vormittag auf den Weihnachtsmarkt?

Fast überall hat es sich eingebürgert Eisbahnen in die Weihnachtsmärkte zu integrieren. Können sich doch dort die Kinder austoben, damit die Großen den Glühwein besser genießen. Dort habe ich einen Apfelglühwein getrunken, den ich nur empfehlen kann. Nicht zu süß und oberlecker.

Die Bilder würden viel besser aussehen, wenn die vielen Lämpchen der Dunkelheit trotzen. Mit solchen Bildern kann ich jedoch nicht aufwarten. Deshalb stibitzte ich ein Bild mit toller Stimmung in Naumburg.

Weihnachtsmarkt Naumburg im Schnee

Wer gesittet in Naumburg essen gehen will, den kann ich ein Lokal empfehlen:

Gasthof „Zufriedenheit“ im Steinweg 26

Wir waren jedenfalls sehr zufrieden mit dem schmackhaften Essen und auch mit dem Ambiente des Lokals.

Und wer keine Weihnachtsmärkte mag, sollte sich den Naumburger Dom nicht entgehen lassen.