Weihnachtsmarkt in Weissensee

Weissensee? Wo oder was zum Teufel ist das denn? Es gibt eine Fernsehserie des ARD, in der das Leben ostdeutscher Menschen in der Zeit von 1980 bis zum Mauerfall gezeigt wird. Etwas überspitzt zwar, doch im Grunde traf die Serie den Kern des Lebens in der DDR.

Doch mit Weißensee ist vor allen eine Stadt im Landkreis Sömmerda im deutschen Freistaat Thüringen gemeint. Die kleine Stadt mit ca. 3500 Einwohner liegt 35 km nördlich von Erfurt.

Wie dem auch sei, wir wurden eingeladen den Weihnachtsmarkt in Weissensee, auf dem Hof der Runneburg zu besuchen. Dazu wurden wir vor der Haustür abgeholt, dort hin gefahren und auch wieder nach Hause verfrachtet. Das alles im Schneegestöber und bei widrigen Straßenverhältnissen.

Es ist schon ein komisches Gefühl für mich, auf den Rücksitzen eines PKW`s zu sitzen und zuschauen zu müssen, wie ein junger Mann uns durch die Landen fährt. Daran muss ich mich erst gewöhnen. 😉

Es schneite fürchterlich und der Wind trieb den Schnee in alle Ritzen der Bekleidung. Irgendwann sah ich einem Schneemann ähnlich und der Hut hatte gut und gerne sein doppeltes Gewicht.

Ich wollte ja vom Weihnachtsmarkt berichten. Doch dafür bediene ich mich eines Artikels aus der Thüringer Allgemeinen:

„Wenn es rund um die Burg Weißensee nach Tannen duftet, wenn der Geruch von süßen Waffeln, Glühwein und Zimtsternen in die Nase steigt, dann laden Weihnachtsmann und Christengel Besucher aus nah und fern zum traditionellen Weihnachtsmarkt ein. Stimmungsvoll, aber auch unterhaltsam wird es in diesen zwei Tagen auf der Burg Weißensee zugehen. Liebhaber des Handwerks finden hier originelle Weihnachtsgeschenke und Dekorationen für ein festliches Zuhause. An beiden Tagen stehen besonders die kleinen Besucher im Mittelpunkt. In der Bastelstube können alle Kinder kreativ sein und das ein oder andere Geschenk für ihre Lieben fertigen. Kinder treffen den Weihnachtsmann, während die Erwachsenen sich im Weihnachtscafé mit selbstgebackenem Kuchen verwöhnen lassen können.“

Ich würde den Weihnachtsmarkt von Weissensee mit klein aber fein bezeichnen. Das Schneegestöber passte gut zur vorweihnachtlichen Stimmung und der Glühwein schmeckte nochmal so gut.

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Bautzener Wenzelsmarkt

Zuallererst musste ich heraus finden warum der Weihnachtsmarkt in Bautzen „Wenzelsmarkt“ heißt. Wahrscheinlich hat Peter Bachstein, der Bautzener, längst die Erklärung in seinem Blog. Gefunden habe ich bisher nichts.

Montagabend kam ich in Bautzen an, nicht vorher noch bei Brathahn eine kurze Audienz zu genießen. Viel Zeit war nicht, dafür war es ein lebendiges Gespräch.

Die Erklärung des Namens fand ich hier: http://www.bautzen.de/weihnachten-in-bautzen.asp  Der älteste Weihnachtsmarkt Deutschlands, wow. Nun ja, er hat seinen Charm. In der Woche jedenfalls ist es dort überschaubar und gemütlich.

Am Dienstag war ich unter anderen in Ebersbach in einer kleinen Kaffeerösterei mit Museum. Zur Zeit schmeckt mir kein Kaffee, also kaufte ich dort besonderen Kaffee, in der Hoffnung er schmeckt besser.

Der Kaffee hat sehr gut gerochen und das Museum ist sehr liebevoll eingerichtet. Alte Kaffeekannen, Geschirr, Kaffeemaschinen aus dem 19. Jahrhundert und jünger.

Alles sehr interessant und eine Zeitreise in die noch bekannte Vergangenheit. Und trotzdem schmeckt dieser Kaffee auch nicht besser als der aus dem normalen Laden. Schade.

Und so bleibt mir ein kluger Spruch und ein Adventsstern aus Herrenhut, der nun als Nikolausgeschenk die anderen 4 Sterne komplettiert.

Ich wünsche den Lesern dieses Blogs, eine harmonische Adventszeit.

Erfurter Weihnachtsmarkt 2017

Herrlich! Es ist wieder die Zeit der Weihnachtsmärkte, der Schlemmerei, der Völlerei, Zeit den Glühwein zu schlürfen, zu schlendern, Sachen zu kaufen die im Grunde niemand wirklich braucht, Zeit der Besinnung und Gemütlichkeit.

Der Weihnachtsmarkt ist in Erfurt so wie immer. Die wichtigsten Glühweinstände haben ihre Standplätze verteidigt. Der größte Markt ist am Domplatz. Das Mittelalter hat wieder hinter dem Dom Stellung bezogen.

Auf dem Wenigenmarkt gastiert die Erfurter Puffbohnenweihnacht. Ein Abklatsch des Mittelaltermaktes, jedoch ohne der wichtigen Ausstrahlung.

Auch am Anger findet man ein Karussell, Verkaufsbuden und Glühweinstände. Hier kann ich das Gesöff von GOTANO empfehlen. Die haben den Geschmack raus.

An der Kaufmannskirche, gleich hinter dem Lutherdenkmal steht jetzt, folgerichtig zum 500. Reformationsjahr, ein Luthermarkt. Welch tolle Idee!

Der gemütlichste Weihnachtsmarkt befindet sich aus meiner sich jedoch hinter dem Wenigenmarkt und hinter der Krämerbrücke, am Augustiner. Es gibt da ein kleines Theater, wo Schüler auf der Blockflöte Weihnachtslieder spielen, oder kleine Inszenierungen von Volksschauspieler dargeboten werden.

Und der Glühwein ist auch nicht von schlechten Eltern. Sehr heimelich dort.

Auch bei uns hat es am Sonntag so schön geschneit. Die weiße Pracht macht aus der Gemütlichkeit Behagen.

Jetzt ist der Schnee schon wieder Geschichte und alle schicken kleine Ecken konnte ich hier auch nicht unter bringen. Man sollte schon mal auf die Hinterhöfe schauen oder in den Biergarten vom ZDF-Keller.

Auslüften

Der Kopf ist die Zentrale des Menschen. Das ist auch bei Frauen so?

Ich musste mal raus!

Schellroda liegt ungefähr 200 Meter höher wie meine Behausung. Das Daberstedter Feld in Erfurt, dort wo ich wohne liegt auf 200 Meter Höhe zu NN. Man konnte also vermuten, dass auf ca. 400 Meter über NN schon die eine oder andere Schneeflocke herum liegt.

Aber es kam ganz anders. Kein Schnee, nur scharfer Wind, der an freien Stellen mir den Hut vom Kopf wehte. Dafür gab es Pilze wie zu besten Herbstzeiten.

Das feucht kühle Wetter war gerade richtig für mich, denn es hält die Sommerfrischler davon ab, die Ruhe im Wald zu stöhren.

Von Haus aus kenne ich gefühlt ca. 20-30 Pilzarten. Die meisten davon kann man essen. Doch die gefundenen Pilze kenne ich nicht und stufe sie für mich als ungenießbar ein.

Sicherlich werden meine geringen Pilzkenntnisse, meinen Gaumen so einige Genüsse verwehren. Sicher ist eben sicher!

Im Wald findet man auch Holz, denn dort wird fleißig am Nadelholz gerodet. Ganze Schneißen wurden geschlagen. Das Reißig bleibt liegen, das kann man zum Abdecken der Pflanzen nutzen.

Frisch ausgelüftet knurrten mich grimmige Rinder an. Sie müssen wohl noch etwas länger auf den Alm-Abtrieb warten.

Durch die Lappen gegangen …

Wer kennt nicht diesen Spruch. Doch woher kommt die Redewendung?

„Bei der sogenannten Lappjagd werden Stoff-Lappen (Blendzeug) an Leinen (Archen) aufgehängt, um damit flüchtende Tiere bei einer Treib- oder Drückjagd in bestimmte Richtungen zu lenken oder am Ausbrechen zu hindern. Die Lappjagd wird auch „eingestelltes Jagen“ oder „Teutsche Jagd“ genannt.  Heute wird die Lappjagd hauptsächlich noch verwendet, um Wölfe für Forschungszwecke oder Umsiedlungen zu fangen. In Deutschland wird die Lappjagd in § 19 Abs. 1 Nr. 3 Bundesjagdgesetz eingeschränkt. Obwohl viele Wildtiere tatsächlich vor den aufgehängten Lappen zurückschrecken, kommt es dabei jedoch immer wieder vor, dass Tiere durchbrechen und somit buchstäblich „durch die Lappen gehen“. Ebenso wird die Formulierung aus der Sprache der Zempiner und Lassaner Fischer etymologisch begründet, so sind Laap die Maschen eines speziellen Netzes, welches durch seine Konstruktion sowohl zu kleine, als auch zu große Fische „durch die Lappen gehen“ lässt.“ Sagt Wikipedia.

Am Mittwoch hatte ich einen Termin in Wernigerode. Auf der Fahrt dahin, entlang der  B 81 von Netzkater Richtung Blankenburg, beobachtete ich die Schilder und die Lappen im Wald. Es ging wohl den Tieren dort zu gut. Da kann Jäger auch mal Rambazamba machen.

 

Der gemeine Rechenschieber

Wer kennt ihn noch den Rechenstab aus der Schulzeit?

„Ein Rechenschieber oder Rechenstab ist ein analoges Rechenhilfsmittel (auch Analogrechner genannt) zur mechanisch-grafischen Durchführung von Grundrechenarten, vorzugsweise der Multiplikation und Division. Je nach Ausführung können auch komplexere Rechenoperationen (unter anderem Wurzel, Quadrat, Logarithmus und trigonometrische Funktionen oder parametrisierte Umrechnungen) ausgeführt werden.

Das Prinzip eines Rechenschiebers besteht in der grafischen Addition oder Subtraktion von Strecken, die sich als logarithmische Skalen auf dem festen und dem beweglichen Teil des Rechenschiebers befinden. Bis zur weiten Verbreitung des Taschenrechners, die in den 1970er Jahren begann, waren Rechenschieber für viele Berechnungen in Schule, Wissenschaft und Technik unentbehrlich.“ Zitat aus

Der ist mir heute beim Suchen nach einem Weihnachtsstern in die Hände gefallen. Es ist der Rechenschieber meiner Frau. Selbst hatte ich einen aus Aluminium und so gut erhalten wäre mein Rechenstab nicht. Denn ich habe damals viel damit gerechnet.

Selbst in den 80er Jahren, als der Taschenrechner in Mode kam, rechnete ich noch mit dem Rechenschieber. Heute lief mir ein kleiner Schauer beim Finden den Rücken runter.