Mobbing

Am Mittwoch musste ich schon um 6 Uhr zu einem Termin im Norden von Thüringen fahren. Ich stellte also meinen Wecker auf 5:30 Uhr, dann duschen, Kaffee in eine Thermostasse und los.

So früh auf der Strasse sein zu müssen, ist nicht meins. Es wurde trotzdem ein guter Tag, auch wenn ich die gesamte Tageslichtzeit mit 2 Weibsen im Auto auskommen musste.

Heute am sehr frühen Morgen klingelte mein Wecker und ich stand wie immer auf. Erst ins Bad, dann in die Küche, den Kaffee für Frau aufbrühen. Ein Blick zur Uhr verrät, es ist erst 5:40 Uhr. Normal stehe ich 6 Uhr auf. Ach … wegen 20 Minuten muss ich mich nicht ins Hemd machen, so meine Gedanken. Und so döste ich vor mir hin, um dann wieder ins Bett zu gehen.

Dazu kam ich aber nicht. Denn … meine Frau kam in die Küche, um mir lauthals mitzuteilen, das es noch nicht  6 Uhr ist.

Ich bekam den Schreck meines Lebens! Ich wurde bestialisch aus meiner Döserei gerissen, es hätte auch ein Herzinfarkt werden können! Und DASS … wegen 20 Minuten zu früh aufstehen! Ich fasse es nicht! Toleranz ist männlich!

Langsam wird mir klar, warum Männer früher sterben.

Advertisements

Ende Februar / Anfang März 2018

Der Februar endet in Magdeburg am Montag und Dienstag in Halberstadt bei eisiger Kälte.

Und dennoch hat dieser Winter etwas. Fast vergessen geglaubte Bilder einer Winterlandschaft rücken wieder in das ständige Erinnerungsvermögen.

In Kleinmölsen, kurz vor Erfurt hat man winterlichen Humor und künstlerische Umsetzungstalente.

Diese niedliche Spinne, oder wie man in Erfurt so schön sagt, dieser Ganker verirrte sich in unsere Badewanne. Jetzt soll das komplette Bad saniert werden. Das ist Stress der auf uns zu kommt.

Das erste Wochenende im März hat den Eiermann auf dem Markt zu Weichei gemacht. Wir musste ohne frische Eier und bei Kälte zur Planung des neuen Bades in die Andreasstraße 1. 

Der Service dort gefällt mir gut. Habt ihr schon mal ein betrunkenes Straßenschild gesehen?

Den Sonntag wollten wir eine neue Ausstellung über „alte Nutzpflanzen“ auf der EGA ansehen. Jetzt fiel uns auf, wie lange wir nicht dort gewesen sind. So im Winter ist ja auch nicht viel los dort.

Aber im Schmetterlingshaus soll es ganzjährig warm sein. Man sollte vielleicht dort überwintern. Ja und nun kamen sie uns im Gartenbaumuseum mit solchen Sprüchen.: „Der schönste Apfel hat oft einen Wurm.“ Tztztztztz

Jedenfalls waren wir von der hoch-geprieseneen Ausstellung ein wenig enttäuscht. Keine Pflanzen, für den Laien zu trocken und so gingen wir unwillig nach Hause.

Das Wetter zeigt sich am Sonntag zwar von seiner besten Winterendeseite, was uns jedoch nicht vom Sitz- und Liegemöbel hoch trieb.

 

Zeit

Manche Wochen enden, wie die Woche davor geendet hat. Ist das Eintönigkeit? Oder nur Beständigkeit?

Nach dem Kurzurlaub im Harz endete die Woche bei einem guten Gespräch mit meinem Freund im Speicher der Altstadt. Die neue Arbeitswoche bringt eine Flut an Arbeit, die mir nun wieder richtig gefällt. Konzentriertes arbeiten befreit mich von Zeit und Raum und schwups … ist der Tag rum, ohne unnütze Gedanken zuzulassen.

Morgenrot und Abendrot wechseln sich ab. Arbeiten, schlafen …immer im Wechsel. Es gibt Zeiten, da denke ich nicht darüber nach. Das nennt sich wohl „Hamsterrad“.

Doch dann kommt das Unerwartete … nein, das Erhoffte. Ein angenehmer, lockerer Termin im Norden von Thüringen. Projektübergabe – abnahme mit gleichzeitiger Anbahnung neuer Projekte. Anregende Gespräche bei gutem Essen. Das mag ich.

Die Zeit  gut zu kochen, muss man sich einfach nehmen. Das ist für mich ein wenig Meditation, oder Verarbeitung der kürzlich erlebten Ereignisse. Die Freude auf geschmackliche Genüsse lässt ein eher abgeklärtes Bild auf die vergangenen Ereignisse zu.

Geschmorte Schweinebäckchen sind ein Genuss für das Auge und den Gaumen.

Man bekommt solche Leckereien auf Bestellung beim Metzger auf dem Domplatz.

Aber auch Brot und Brötchen kann man gern selbst backen. Mit Dinkel ist das sehr bekömmlich.

Und dann endet das Wochenende wieder im Speicher. Frau lässt sich kosmetiktechnisch beraten und ich warte in ruhiger Atmosphäre im Speicher, bei einem Gläschen Wein, mit der Lektüre einer Tageszeitung und dem Studium der anwesenden Gäste.

Und hier endet die Woche sehr gemütlich, mit der Frage, ob die Zeit der Woche gut genutzt ist.

Carpe diem.

Ein bisschen Harz nochmal

Am Donnerstag letzte Woche wollten wir den Kontrast zum Brocken schaffen. Angesagt waren die Höhlenwohnungen in Langenstein nahe Halberstadt. Leider waren wir wohl zu früh unterwegs, denn gegen 10 Uhr hat der Ort noch geschlafen.

Nun gut, dann eben nicht. Über Blankenburg nach Quedlinburg der Welterbestadt mit Charme.

„Die Stadt liegt im nördlichen Harzvorland durchschnittlich 123 m ü. NN, 50 km südwestlich der Landeshauptstadt Magdeburg. Die unmittelbar angrenzenden Höhen erreichen 181 m ü. NN. Die Stadt liegt im Flussbett der Bode, mit dem größeren Teil westlich des Flusses.“ Wikipedia

Mit gut 2000 Fachwerkhäusern ist Quedlinburg ein Kleinod im Osten Deutschlands. Mich hat es beeindruckt, wie aus der einstigen, dem Zerfalls preisgegeben Stadt, die Schönheit spießt wie im Frühling die jungen Knospen.

Als wir vom Schloßberg kommend zurück Richtung Markt schlenderten, erklang der Ton einer Lokomotive, als wäre sie gleich neben mir.

Das langen Suchen hatte erst Erfolg, als wir ein paar Schritte mehr vom Eisenbahn & Spielzeugmuseum entfernt standen. Man muss schon Geduld haben.

Diese Puppe sitzt vor einem Geschäft in Wernigerode, wo wir noch einmal den Pool der Brockenhexen auffüllten.

Freitags fuhren wir in aller Ruhe und quer durch den Harz in unsere Heimat. Zufrieden und sehr aufgeräumt.

Der kalte Brocken

Am Mittwoch sollte das Wetter für diese Woche am sonnigsten, aber auch kalt sein. Deshalb suchten wir diesen Tag für unsere Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn von Wernigerode über Drei Annen Hohne und  Schierke zum Brocken aus. Der Plan war durch gerechnet und besagte 7 Uhr Wecken. Mist! Ich wachte erst gegen 7:30 Uhr auf. Meine Frau fragte wie spät es wäre … 😉

Wir haben es trotzdem geschafft. Kurz vor der Abfahrt des Dampfzuges hatte wir die Fahrkarten und saßen am Fenster im Zug.

Das Bild im Zug habe ich gemacht, als alle ausgestiegen sind. Der Zug war nämlich schon in Wernigerode so gut wie voll. Aber gut, jetzt konnte es bei guten Wetter aus den grünen Wernigerode von 240 m ü. N.N. , hoch auf den Brocken zur Höhe 1.141 m ü. N.N. gehen.

An allen Stationen stiegen Fahrgäste zu, auch wenn keine  Plätze mehr zur Verfügung standen. Bei Minusgraden standen die Leute auf den Einstiegspodesten.  Spätestens ab Schierke waren wir inmitten einer herrlichen Winterlandschaft.

Nach fast 2 Stunden Fahrt kamen wir auf dem Brocken an.  Herrlich … alles weiss … wie damals … als Kind sah Winter für mich immer so aus.

Der Wind pfiff auf allen Ecken. Und dennoch ein Wintermärchen, das schon lange nicht mehr mein Auge erblickte.

Jedenfalls brauchten wir dringend eine warme Ecke und Mahlzeit. Die haben wir in einem MITROPA ähnlichen Abfertigungsgebäude gefunden und waren trotzdem zufrieden.

P1200801

Herrliche Aussicht auf Wernigerode und Ilsenburg. Ein beeindruckendes Schauspiel des Winters.

13:14 Uhr fuhr ein Zug zurück nach Wernigerode. Den haben wir auserkoren, uns wieder nach unten zu bringen.

Auch hier war der Zug wieder vollkommen überbesetzt. Chinesische Mädels musste auf der Rampe nach Schierke fahren und waren dort ganz still. Doch als sie im Abteil saßen und auftauten, gackerten die Hühner wie auf dem Misthaufen. 😉

Ich wußte gar nicht das Wernigerode eine Hochschule hat und dann noch mit einer Haltestelle der Harzer Schmalspurbahn.

Später waren wird dann im Huy. Einem kleinen Gebirgszug nahe des Harzes. Dort störten wir einen Mönch bei seiner Motivationssuche in der Kirche der Huysburg.

Das tat uns leid und so entfernten wir uns so unauffällig wie es ging.

Ein paar Tage im Harz

Im Harz bin ich sehr gern. Keine Ahnung warum. Wir sind jedenfalls im Hotel in Halberstadt untergekommen, wo ich auch sonst bei meinen Dienstfahrten absteige. Also ein wenig  zu Hause.

Auf dem Weg dort hin stiegen wir am Netzkater zum Mittagessen aus. Hier ist Winter wie wir ihn kennen.

Dann war Wernigerode angesagt. Eine Stadt mit Charakter und schönen Fachwerkhäusern. Die Brockenhexe ist dort allgegenwärtig.

Hier ist es schön kalt. Da sucht man sich auch mal kuschlige Räume mit schönen Sachen die man nicht braucht. Wir waren in einer Glasmanufaktur.

Jetzt sind wir in warmen Appartement an der Zuckerfabrik und schauen mal, was  wir morgen und übermorgen im Kino schauen können. Die dunklen Abende können wir mit der „kleinen Hexe“ oder einen schlüpfrigen Film  aufhellen.

Und hier noch ein Spruch vom Wernigeröder Rathaus. Das passt in unsere Zeit.

P1200616