Sie schreibt mir aus der Seele

https://vera-lengsfeld.de/2018/10/02/der-umsturz-mit-dem-luftgewehr/?subscribe=error#blog_subscription-2

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Wiederholungstat

Nach zwei Jahren wollten wir die Whiskystrassenbahn noch einmal machen.

https://maenne2456.wordpress.com/2016/05/23/whisky-strassenbahn/

Gegen 19:00 Uhr trafen wir uns im Dubliner Irish Pub zu Erfurt zum Auftakt der herbstlichen Whiskystrassenbahn. Etwa 20 Teilnehmer fanden sich, meist aus den ländlichen Gebieten Thüringens, um ein besonderes Whiskyseminar zu erleben.

Erst ein gutes Essen im Pub legte die Grundlage für den Alkohol und die guten Tropfen die uns geboten wurden. Dann ging es gegen 20:00 Uhr mit der Straßenbahn los. Eine Dixieland band spielte herrliche und lustige Musik zum feuchtfröhlichen Anlass.

Wir fuhren überall dort wo Schienen liegen. Es gab Bereiche von Erfurt die mir nicht bekannt waren. Unterwegs gab es auch noch eine Stärkung, damit die Prozente nicht so sehr in Kopf gehen.

Die Stimmung war richtig gut. Am Messegelände von Erfurt wurden die Türen geöffnet, damit der schwelende Alkoholgeruch auch mal an die frische Luft kommen konnte. Aber auch, weil Mann eine Zigarette genießen wollte.

Am Ende der Fahrt landeten wir in Patricks Pub und dort in dem Gewölbekeller der Lokalität.

Wir hatte Spaß und gute Unterhaltung. Das Whiskyseminar zog sich hin, die Tropfen wurden immer gehaltvoller und die Unterhaltung immer intensiver.

Echt mal, wir werden auch in Zukunft solche guten Seminare besuchen.

 

 

 

Jetzt haben wir den herbei geschwitzten Herbst

Der Sommer hat so lange Land und Mensch ausgedörrt wie noch nie. Mein Hitzespeicher ist übervoll und lechzt nach Abzukühlung. Und doch habe ich die Sommerzeit auch genossen.

Auf dem Domplatz tobt das Herbstfest und die ersten Kürbisse zeigen ihre herbstliche Farben. Der Rumtopf  wird reifer und reifer …

Herbst bringt jedoch auch Erntearbeit. Der erste Sturm wirbelte unsere Kräuter so sehr durcheinander, das ich diese verarbeiten musste und in die Kühltruhe versenkt habe.

Heute wandelte ich auf meinen jugendlichen Spuren im Eichsfeld. Dort wo mehrheitlich Katholiken wohnen, habe ich in den Jahren 1974 – 1976, im Kalibergbau den Beruf des „Instandhaltungsmechaniker“ gelernt. Die Gegend und der Beruf lag mir nicht. Nicht lange nach der Lehre hängte ich den Beruf an den sprichwörtlichen Nagel.

Leider wurden die Kalischächte im Osten nach der Wende von der Treuhand „abgewickelt“. Das war ein harter Schlag für die Region.

Dort wo ich heute übernachte, gibt es Hängebauchschweine und alte Reichsadler denen die Beute an den Fängen fehlt.

Als ich diese alte landwirtschaftliche Maschine besichtigte, kam mir sofort der vergessene Arbeiterdichter Arthur Schramm in den Sinn. Ihm wird folgender Spruch zugeordnet: „Im Wald, da steht ein Ofenrohr. Stellt euch mal die Hitze vor.

Also … wir haben Herbst. Die Gemüsemutti vom Domplatz hat sich schon abgemeldet, weil sie Vorbereitungen für den Weihnachtsmarkt machen muss. Bei ihr gibt es dann Raclette und Feuerzangenbowle. Auch gut gewärmten Rumtopf soll es wieder geben. Last uns aber erst den Altweibersommer genießen. So jung war die Mutti nun auch wieder nicht. 😉

Manchmal …

habe ich die Gelegenheit schöne und alte Dinge anzusehen …

Und manchmal sehe ich skurile Sachen die mich zum Nachdenken anregen.

Nach dem „Bürgerschießen“ von Bad Dürrenberg kommt die Entspannung.

In Erfurt und in Halle.

Wo auch immer ich bin, sehe ich Dinge, Sachen und Verhaltensweisen, die mich erstaunen oder mir gut tun.

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Den Film „Gundermann“ …

… habe ich mir heute in der Zuckerfabrik von Halberstadt angesehen, rein gezogen und bin wieder in eine fast vergessen geglaubte Vergangenheit eingetaucht.

Es ist gut solche Filme zu machen und anzuschauen. Dadurch werden unsere Wurzeln wieder anschaulich und bewußt sichtbar.

normalerweise stehen die Leute ganz schnell auf, wenn der Film offensichtlich zu Ende ist. Heute war es anders. Den gesamten Abspann mit einem Song von Gundermann ist niemand aufgestanden.

Für mich war der Film „Gundermann“ ein kleine Haare erschaudern.