Herrlich … es regnet endlich

Die letzten Wochen haben uns zwar gutes Wetter beschehrt, aber auch viel Staub aus den Blüten der Pflanzen und Bäume. Das fällt normalerweise nicht so sehr auf, denn zwischenzeitlich spühlt der gelegentliche Regen den Staub einfach weg. Da es in den letzten Wochen kaum regnete, wurde der Staub mehr als lästig.

Auch die Pfanzen und Tierwelt leidet darunter. Von der Landwirtschaft will ich gar nicht reden.

Heute, ein Tag vor Himmelfahrt, kam endlich eine schöne Husche Regen hier im Landkreis Oder-Spree herunter. Das war so richtig befreiend. Herrlich!

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Es wird langsam …

Übergangszeiten von einer Jahreszeit in die nächste haben immer auch etwas skurriles. Am ersten Märzwochenende traute sich der Eiermann wegen  -10° Kälte nicht vor die Tür. Er konnte oder wollte den Versorgungsauftrag nicht gerecht werden.

Am zweiten Märzwochenende schaffte es die Sonne, den Sonntag auf 20° Wärme hoch zu pushen. 30° Unterschied von einer Woche zur anderen sind schon heftig.

Schon am Freitag lockte mich die ungewohnt warme Luft in die Stadt.

Ich brauchte dringend neue Kreisel. Und die gibt es, wie allgemein bekannt ist, in einem kleinen und feinen Geschäft auf der Krämerbrücke.

Dabei bemerkte ich schon ein leises Summen in der Stadt. Die Tante in dem Geschäft hatte Zeit mit mir zu plaudern und die Leute auf der Straße hatten offene und freundliche Gesichter.

Am Samstag war der Domplatz ein einziger Umschlagplatz von Stoffen und Tüchern.  Bunter ging es nicht.

Die Bäcker und Cafe`s trauten sich noch nicht die Bestuhlung für Draussen raus zu stellen. Deshalb mussten wir zum frühstücken in das Cafe. Flexibel ist anders.

Aber das wird schon noch. Der Sonntag war der Oberhammer. 20° C lockte auch den letzten hinter der Ofenbank hervor. Die Stadt war voll, aus den Summen am Freitag ist ein Brummen geworden.

Wir bekamen keinen Platz am Wenigenmarkt oder Domplatz. Alle hatten ihre Tische und Stühle raus gebracht und doch war kein Platz für uns. Jede Eisdiele zog eine Warteschlange von mindestens 20 Meter hinter sich her.

Am Ende langen Brücke fanden wir dann doch ein Plätzchen, beim Italiener. Das letzte Bild zeigt einen sehr filigranen Kreisel aus Birnenholz. Er ist der Ballerinakreisel unter dem gewöhnlichen Kreiselvolk.

Der kalte Brocken

Am Mittwoch sollte das Wetter für diese Woche am sonnigsten, aber auch kalt sein. Deshalb suchten wir diesen Tag für unsere Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn von Wernigerode über Drei Annen Hohne und  Schierke zum Brocken aus. Der Plan war durch gerechnet und besagte 7 Uhr Wecken. Mist! Ich wachte erst gegen 7:30 Uhr auf. Meine Frau fragte wie spät es wäre … 😉

Wir haben es trotzdem geschafft. Kurz vor der Abfahrt des Dampfzuges hatte wir die Fahrkarten und saßen am Fenster im Zug.

Das Bild im Zug habe ich gemacht, als alle ausgestiegen sind. Der Zug war nämlich schon in Wernigerode so gut wie voll. Aber gut, jetzt konnte es bei guten Wetter aus den grünen Wernigerode von 240 m ü. N.N. , hoch auf den Brocken zur Höhe 1.141 m ü. N.N. gehen.

An allen Stationen stiegen Fahrgäste zu, auch wenn keine  Plätze mehr zur Verfügung standen. Bei Minusgraden standen die Leute auf den Einstiegspodesten.  Spätestens ab Schierke waren wir inmitten einer herrlichen Winterlandschaft.

Nach fast 2 Stunden Fahrt kamen wir auf dem Brocken an.  Herrlich … alles weiss … wie damals … als Kind sah Winter für mich immer so aus.

Der Wind pfiff auf allen Ecken. Und dennoch ein Wintermärchen, das schon lange nicht mehr mein Auge erblickte.

Jedenfalls brauchten wir dringend eine warme Ecke und Mahlzeit. Die haben wir in einem MITROPA ähnlichen Abfertigungsgebäude gefunden und waren trotzdem zufrieden.

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Herrliche Aussicht auf Wernigerode und Ilsenburg. Ein beeindruckendes Schauspiel des Winters.

13:14 Uhr fuhr ein Zug zurück nach Wernigerode. Den haben wir auserkoren, uns wieder nach unten zu bringen.

Auch hier war der Zug wieder vollkommen überbesetzt. Chinesische Mädels musste auf der Rampe nach Schierke fahren und waren dort ganz still. Doch als sie im Abteil saßen und auftauten, gackerten die Hühner wie auf dem Misthaufen. 😉

Ich wußte gar nicht das Wernigerode eine Hochschule hat und dann noch mit einer Haltestelle der Harzer Schmalspurbahn.

Später waren wird dann im Huy. Einem kleinen Gebirgszug nahe des Harzes. Dort störten wir einen Mönch bei seiner Motivationssuche in der Kirche der Huysburg.

Das tat uns leid und so entfernten wir uns so unauffällig wie es ging.

Ein paar Tage im Harz

Im Harz bin ich sehr gern. Keine Ahnung warum. Wir sind jedenfalls im Hotel in Halberstadt untergekommen, wo ich auch sonst bei meinen Dienstfahrten absteige. Also ein wenig  zu Hause.

Auf dem Weg dort hin stiegen wir am Netzkater zum Mittagessen aus. Hier ist Winter wie wir ihn kennen.

Dann war Wernigerode angesagt. Eine Stadt mit Charakter und schönen Fachwerkhäusern. Die Brockenhexe ist dort allgegenwärtig.

Hier ist es schön kalt. Da sucht man sich auch mal kuschlige Räume mit schönen Sachen die man nicht braucht. Wir waren in einer Glasmanufaktur.

Jetzt sind wir in warmen Appartement an der Zuckerfabrik und schauen mal, was  wir morgen und übermorgen im Kino schauen können. Die dunklen Abende können wir mit der „kleinen Hexe“ oder einen schlüpfrigen Film  aufhellen.

Und hier noch ein Spruch vom Wernigeröder Rathaus. Das passt in unsere Zeit.

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Weihnachtsmarkt in Tonndorf

Am 3. Advent sind wir traditionell auf dem Tonndorfer Bauernmarkt. Auch in diesem Jahr mussten wir dort hin. Das „MUSS“ kommt von der Tradition her, sonst fehlt etwas in der Adventszeit.

Normalerweise liegt zu dieser Jahreszeit Schnee oder der Boden ist wenigstens gefroren. Das war in diesem Jahr nicht so, weshalb man dort mit einer Schlammschlacht rechnen musste.

Aber gut, es gibt da ja noch die große Halle, in der gekocht, gestrickt, geschnitzt, gegessen und getrunken wird.

Der obligatorische Glühwein hat wieder sehr gut geschmeckt und geräucherten Speck für die Rouladen haben dort auch bekommen. Das war unsere Ausbeute.

Wir waren dort, die Schuhe sahen danach schön matschig aus und das Auto musste zum ersten Mal in die Waschanlage. Der Dreck in den Fußmatten hat sich sehr gut gehalten.

Und hier noch ein paar Worte zum Markt selbst: „Im Gelände des Pflanzenhofs, einer Baumschule in der Nähe des Ortes Tonndorf, der zur Verwaltungsgemeinde Kranichfeld gehört, findet in jedem Jahr vor Weihnachten ein „Bauernmarkt“ statt. Angefangen hat er damit, dass viele Menschen aus der Umgebung im Pflanzenhof ihren Weihnachtsbaum kauften. Dieses System der Direktvermarktung fand großen Zuspruch und wurde zunächst vor allem auf Geflügel und dann auf weitere Waren ausgeweitet.   Hier kann man direkt zusehen, wie z.B. Forellen geräuchert werden oder Schnitzereien entstehen. Hier kann man nach der Herkunft, Entstehung und Zusammensetzung der Waren fragen und sich unmittelbar vom Hersteller informieren lassen. Die Waren sind frisch, nicht lange gelagert, nicht eingefroren worden und durch keine weiteren Hände gegangen. Darin besteht der Reiz der Direktvermarktung.  Dazu bietet der Tonndorfer Bauernmarkt das Erlebnis eines volkstümlichen Festes. Selbstverständlich gibt es auch frisch gegrillte Thüringer Bratwurst und andere Leckereien zu kaufen. Der Markt ist auch Ausgangspunkt für Pferdekutschfahrten und Fahrten mit Hundeschlitten durch die Umgebung. Ich bin sicher, dieser Markt wird noch viele neue Freunde gewinnen.“ http://www.thueringen-lese.de