Wenn der Sommerurlaub vorüber ist …

… ist auch das Jahr vorbei.

Das habe ich in den gut 60 Jahren meines Erdendaseins erfahren. Jetzt haben wir schon Ende August. Es folgen die Herbstmonate und das Rennen Richtung Weihnachten. Und *PUFF* ist das Jahr schon wieder Geschichte.

Den Sommerurlaub haben wir in der Heimat verbracht. Im Kurort Rathen, an der Elbe, in der sächsischen Schweiz. Sehr ruhig und sehr erholsam. Wobei … mir so einiges aufgefallen ist.

  • Ist man beruflich viel unterwegs und übernachtet in Hotels, macht Erholungsurlaub, egal wo, in einem Hotel keinen Sinn. Ferienwohnungen oder Suiten können Abhilfe schaffen.
  • Mann und Frau sind nicht dafür bestimmt über einen längeren Zeitraum, 24 Stunden am Tag zusammen zu sein. Das kann sogar zum Stress ausarten. Manchmal ist ein Nichtwohlsein der Frau oder des Mannes die Lösung. Ein einsamer Vormittag, an dem sich der Partner erholen kann, ist dann sehr erholsam.
  • Kultur bringt Zerstreuung. Auch wenn man mit dem Partner zur Bühne geht, kann der Geist entfliehen. Wir hatten das Glück den „Freischütz“ von Carl-Maria von Weber und Uwe Steimle in der Felsenbühne Rathen erleben zu dürfen. Schon die Kulisse der Felsenbühne beflügelt die Fantasie. Und Uwe Steimle, ein Satiriker, ist der Ursachse in direkter Nachfolge von Wolfgang Stumph und wird von den Medien wegen seiner einfachen und ehrlichen Meinungsäußerung in die rechte Ecke gedrängt. Das ist Art der deutschen Bundesregierung, Kritiker mit Hilfe der Journalisten mundtot zu machen.

Wie dem auch sei, der Sommerurlaub ist vorbei, wir sind erholt und die Rentnergang auf dem Domplatz hat uns wieder erkannt. Heute habe ich den Gedanken verfestigt, mich als Kandidat der Erfurter Alte Männer Gang zu bewerben. Die haben noch Spaß an ihren Zusammenkünften und wahren sich die Freiheit der eigenen Meinung. Frauen sind dabei nicht zugelassen. Und doch reden sie über ihre Frauen nur im warmen Ton.

 

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Hitzefrei gibt es wohl nicht mehr …

… wenn man in die Jahre kommt. 😉

Möglicherweise war die Intensensität der Sonne früher nicht so dolle. Doch kann man auch in diesem Jahr den Sommer genießen. Nur wenn die Temperatur im Büro auf 32 Grad steigt, ist die Regung des Hirns schon etwas eingeschränkt. Trotzdem, genieße ich diesen Sommer. Flucht ist die beste Schutzmaßnahme. 😉

Könnt Ihr Euch noch an den verregneten Sommer in 2017 erinnern? Auch im letzten Jahr hatten die Bauern weniger Ernte. Die Dürre in 2018 trifft also manche Bauern doppelt. Bei Aschersleben soll das wichtigste Anbaugebiet für Majoran in Deutschland sein. Die komplette Ernte ist kaputt. Ein Totalausfall des Jahreseinkommens. Kauft also Majoran. Im nächsten Jahr wird der Stoff knapp. 😉

Dienstag wollte ich spontan und unangemeldet einen Blogfreund  besuchen. Ich kam gar nicht durch. Feuerwehren sperrten die Strasse, weil ein abgeerntetes Feld in Flammen stand. Das werde ich noch einmal angehen.

Am Montag hatte ich mehr Glück.  Dort wo die Sterne schimmern wurde ich schon erwartet. Das ist schon eine gute Tradition geworden. Einmal im Jahr und das schon seit ungefähr 7 Jahren, zeigt sie mir ihre Wahlheimat in Niedersachsen.

Das soll auch so lange es geht so bleiben. Unterhaltung hatte ich jedenfalls an diesen Tag für eine ganze Woche. Bis zum nächsten Jahr also. 🙂

Diese Woche habe ich mich wieder einmal im La Porte bei Bertingen eingemietet. Das liegt an einem alten Elbearm der zur Zeit fast ausgedörrt ist. Es gibt hier unwahrscheinlich viel Getier. Auf dem rechten Bild ist eine Schlange, die Reißaus genommen hat.

Hier treffen sich im Frühjahr und im Herbst die Gänse, um dann in ihre Winter oder Sommer-Quartiere zu fliegen. Wenn sich nicht bald das Wetter ändert, werden sie hier wohl keine wirtlichen Bedingungen mehr finden.

Das Fischsterben ist schon vorbei. Hechte die gut ein Meter lang waren hatten keinen Lebensraum mehr. Die Kadaver werden von den Vögeln gern als Futter verarbeitet. Doch wenn auch diese Lebensquelle versiegt ist, sind auch sie an der Reihe.

Zuerst sterben die Bienen … die habe ich auch schon lange nicht mehr gesehen.

Doch so lange Opa Hansi on Tour ist und die Fischer in Arneburg die nassen Netze noch über den alten Markt tragen, brauchen wir uns keine Sorgen zu machen.

Herrlich … es regnet endlich

Die letzten Wochen haben uns zwar gutes Wetter beschehrt, aber auch viel Staub aus den Blüten der Pflanzen und Bäume. Das fällt normalerweise nicht so sehr auf, denn zwischenzeitlich spühlt der gelegentliche Regen den Staub einfach weg. Da es in den letzten Wochen kaum regnete, wurde der Staub mehr als lästig.

Auch die Pfanzen und Tierwelt leidet darunter. Von der Landwirtschaft will ich gar nicht reden.

Heute, ein Tag vor Himmelfahrt, kam endlich eine schöne Husche Regen hier im Landkreis Oder-Spree herunter. Das war so richtig befreiend. Herrlich!

Es wird langsam …

Übergangszeiten von einer Jahreszeit in die nächste haben immer auch etwas skurriles. Am ersten Märzwochenende traute sich der Eiermann wegen  -10° Kälte nicht vor die Tür. Er konnte oder wollte den Versorgungsauftrag nicht gerecht werden.

Am zweiten Märzwochenende schaffte es die Sonne, den Sonntag auf 20° Wärme hoch zu pushen. 30° Unterschied von einer Woche zur anderen sind schon heftig.

Schon am Freitag lockte mich die ungewohnt warme Luft in die Stadt.

Ich brauchte dringend neue Kreisel. Und die gibt es, wie allgemein bekannt ist, in einem kleinen und feinen Geschäft auf der Krämerbrücke.

Dabei bemerkte ich schon ein leises Summen in der Stadt. Die Tante in dem Geschäft hatte Zeit mit mir zu plaudern und die Leute auf der Straße hatten offene und freundliche Gesichter.

Am Samstag war der Domplatz ein einziger Umschlagplatz von Stoffen und Tüchern.  Bunter ging es nicht.

Die Bäcker und Cafe`s trauten sich noch nicht die Bestuhlung für Draussen raus zu stellen. Deshalb mussten wir zum frühstücken in das Cafe. Flexibel ist anders.

Aber das wird schon noch. Der Sonntag war der Oberhammer. 20° C lockte auch den letzten hinter der Ofenbank hervor. Die Stadt war voll, aus den Summen am Freitag ist ein Brummen geworden.

Wir bekamen keinen Platz am Wenigenmarkt oder Domplatz. Alle hatten ihre Tische und Stühle raus gebracht und doch war kein Platz für uns. Jede Eisdiele zog eine Warteschlange von mindestens 20 Meter hinter sich her.

Am Ende langen Brücke fanden wir dann doch ein Plätzchen, beim Italiener. Das letzte Bild zeigt einen sehr filigranen Kreisel aus Birnenholz. Er ist der Ballerinakreisel unter dem gewöhnlichen Kreiselvolk.

Der kalte Brocken

Am Mittwoch sollte das Wetter für diese Woche am sonnigsten, aber auch kalt sein. Deshalb suchten wir diesen Tag für unsere Fahrt mit der Harzer Schmalspurbahn von Wernigerode über Drei Annen Hohne und  Schierke zum Brocken aus. Der Plan war durch gerechnet und besagte 7 Uhr Wecken. Mist! Ich wachte erst gegen 7:30 Uhr auf. Meine Frau fragte wie spät es wäre … 😉

Wir haben es trotzdem geschafft. Kurz vor der Abfahrt des Dampfzuges hatte wir die Fahrkarten und saßen am Fenster im Zug.

Das Bild im Zug habe ich gemacht, als alle ausgestiegen sind. Der Zug war nämlich schon in Wernigerode so gut wie voll. Aber gut, jetzt konnte es bei guten Wetter aus den grünen Wernigerode von 240 m ü. N.N. , hoch auf den Brocken zur Höhe 1.141 m ü. N.N. gehen.

An allen Stationen stiegen Fahrgäste zu, auch wenn keine  Plätze mehr zur Verfügung standen. Bei Minusgraden standen die Leute auf den Einstiegspodesten.  Spätestens ab Schierke waren wir inmitten einer herrlichen Winterlandschaft.

Nach fast 2 Stunden Fahrt kamen wir auf dem Brocken an.  Herrlich … alles weiss … wie damals … als Kind sah Winter für mich immer so aus.

Der Wind pfiff auf allen Ecken. Und dennoch ein Wintermärchen, das schon lange nicht mehr mein Auge erblickte.

Jedenfalls brauchten wir dringend eine warme Ecke und Mahlzeit. Die haben wir in einem MITROPA ähnlichen Abfertigungsgebäude gefunden und waren trotzdem zufrieden.

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Herrliche Aussicht auf Wernigerode und Ilsenburg. Ein beeindruckendes Schauspiel des Winters.

13:14 Uhr fuhr ein Zug zurück nach Wernigerode. Den haben wir auserkoren, uns wieder nach unten zu bringen.

Auch hier war der Zug wieder vollkommen überbesetzt. Chinesische Mädels musste auf der Rampe nach Schierke fahren und waren dort ganz still. Doch als sie im Abteil saßen und auftauten, gackerten die Hühner wie auf dem Misthaufen. 😉

Ich wußte gar nicht das Wernigerode eine Hochschule hat und dann noch mit einer Haltestelle der Harzer Schmalspurbahn.

Später waren wird dann im Huy. Einem kleinen Gebirgszug nahe des Harzes. Dort störten wir einen Mönch bei seiner Motivationssuche in der Kirche der Huysburg.

Das tat uns leid und so entfernten wir uns so unauffällig wie es ging.

Ein paar Tage im Harz

Im Harz bin ich sehr gern. Keine Ahnung warum. Wir sind jedenfalls im Hotel in Halberstadt untergekommen, wo ich auch sonst bei meinen Dienstfahrten absteige. Also ein wenig  zu Hause.

Auf dem Weg dort hin stiegen wir am Netzkater zum Mittagessen aus. Hier ist Winter wie wir ihn kennen.

Dann war Wernigerode angesagt. Eine Stadt mit Charakter und schönen Fachwerkhäusern. Die Brockenhexe ist dort allgegenwärtig.

Hier ist es schön kalt. Da sucht man sich auch mal kuschlige Räume mit schönen Sachen die man nicht braucht. Wir waren in einer Glasmanufaktur.

Jetzt sind wir in warmen Appartement an der Zuckerfabrik und schauen mal, was  wir morgen und übermorgen im Kino schauen können. Die dunklen Abende können wir mit der „kleinen Hexe“ oder einen schlüpfrigen Film  aufhellen.

Und hier noch ein Spruch vom Wernigeröder Rathaus. Das passt in unsere Zeit.

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