Weihnachtsmarkt in Naumburg/Saale

Die heiße Jahresendphase trudelt langsam aus und es beginnt die Zeit der Vorbereitung auf das große „Fressen“. Bis dahin kann man relaxt die Weihnachtsmärkte ab bummeln. Am 13. Dezember gondelte ich gemütlich nach Naumburg um dort nach dem Rechten zu sehen.

Verglichen mit dem Erfurter Weihnachtsmarkt ist der in Naumburg schön klein und kuschelig. Und als ich dort war auch noch schön leer. Aber wer geht auch schon am Vormittag auf den Weihnachtsmarkt?

Fast überall hat es sich eingebürgert Eisbahnen in die Weihnachtsmärkte zu integrieren. Können sich doch dort die Kinder austoben, damit die Großen den Glühwein besser genießen. Dort habe ich einen Apfelglühwein getrunken, den ich nur empfehlen kann. Nicht zu süß und oberlecker.

Die Bilder würden viel besser aussehen, wenn die vielen Lämpchen der Dunkelheit trotzen. Mit solchen Bildern kann ich jedoch nicht aufwarten. Deshalb stibitzte ich ein Bild mit toller Stimmung in Naumburg.

Weihnachtsmarkt Naumburg im Schnee

Wer gesittet in Naumburg essen gehen will, den kann ich ein Lokal empfehlen:

Gasthof „Zufriedenheit“ im Steinweg 26

Wir waren jedenfalls sehr zufrieden mit dem schmackhaften Essen und auch mit dem Ambiente des Lokals.

Und wer keine Weihnachtsmärkte mag, sollte sich den Naumburger Dom nicht entgehen lassen.

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Porree-Schinken-Rolle

Vor zwei Jahren bekam ich von einer Freundin einen Ringordner mit Rezepte. Daraus habe ich schon das eine oder andere Gericht gekocht. Heute war die Porree-Schinken-Rolle an der Reihe.

Ohne weitere Beilagen reicht das Rezept für 2 Personen., 4

Zutaten: 4 Porreestangen, Salz, 30 g Butter, 30 g Mehl, 2 Eßl. Tomatenmark, 1 Teel. Edelsüß-Paprika, 1 Messerspitze Pfeffer, 1/8 l süße Sahne, 4 cl Asbach Uralt oder anderen Weinbrand, gekochter Schinken, geriebener Gouda- oder Emmentaler Käse.

Die gesäuberten Porreestangen gleichmäßig lang schneiden, in Salzwasser 15 Minuten kochen und abtropfen lassen.

Das Fett in einer Kaserolle schmelzen, das Mehl darin anschwitzen und mit Porreewasser ablöschen. Ich nahm noch einen kräftigen Schluck Weißwein zu ablöschen. Tomatenmark einrühren, die Soße einmal aufkochen lassen und mit den Gewürzen kräftig abschmecken. Sahne und Weinbrand unterheben und zur Seite stellen.

Porreestangen mit Schinken umwickeln und in eine Auflaufform legen. Tomatensoße übergießen, mit Käse bestreuen und im Backofen bei 225 Grad 10 bis 15 Minuten überbacken.

Dazu soll Bier, Weiß- oder Rotwein passen. Wir haben nichts dazu getrunken, den Schaumwein verbrauchte ich schon beim kochen.

So … jetzt hat es aufgehört zu regnen, jetzt geht es auf den Wenigenmarkt, zum lästern. Frohe Pfingsten!

Weserradweg 1. Tag

Sonntag den 21. Mai 2017

In ruhigen Minuten, nach dem Abendessen, machte ich mir Notizen für den abgeradelten Tag. Damit sind auch kleine Begebenheiten nicht aus dem Gedächtnis verschwunden. Solch ein kleines Notizbuch hilft Informationslücken zu vermeiden. Und doch sind mir Kleinigkeiten, wie der Name einer Eselin verloren gegangen.

Frühstück gab es auf der Wiese, in der Sonne, mit Blick zur Weser. Ab 9 Uhr nahm die Fähre wieder seinen Job auf und ich kam an das andere Ufer in Niedersachsen. Es standen noch so einige Steigungen im Weserbergland an.

Durch Zufall hörte ich ein Gespräch mit dem Fährmann, indem er empfahl bei Wahmbeck wieder auf die hessische Seite zu wechseln, denn man könne so eine arge Steigung umfahren. Im Grunde waren diese Steigungen kein Vergleich mit der Werra, dennoch oder weil ich es nicht besser wußte, kam ich der gut gemeinten Empfehlung des Fährmannes nach.

Auch wenn man 20 Minuten  auf die Fähre warten musste, setzte ich in Wahmbeck über. In Bad Karlshafen überquerte ich per Brücke die Weser wieder zurück an das andere Ufer. Die Landschaft dort ist wunderschön, auch durch das satte Grün der Wälder und Felder im Wonnemonat Mai.

In Würgassen (das liegt schon in Nordrhein-Westfalen) übermannte mich der Hunger. Im Landhotel Linde bestellte ich Sülze mit Bratkartoffeln. Gebracht hat man aufgeschnittene Presswurst, die zwar wie Sülze aussah, aber völlig trocken schmeckte. Daran änderte auch die Remoulade nichts. Ich war zwar satt, die Enttäuschung über diese kulinarische Holzhackerei steckte aber tief. Sie kennen es dort wohl nicht besser.

Der Weg ging weiter über Beverungen und Höxter nach Holzminden. In Beverungen wurde der Radweg zum Volksfest ausgebaut. Dort musste ich einfach absteigen und mir das Treiben anschauen.

In Holzminden  bestellte ich ein Hotelzimmer indem das Restaurant an diesem Tag geschlossen war. So schlenderte ich nach dem frisch machen in dem Ort um etwas zu essen. Ich war ja schon gewarnt, ob der Küche in dieser Gegend.

Auf der Suche nach einem deutschen Lokal wurde ich ein wenig frustriert. Fehlanzeige! Am Markt gibt es 4 Italiener und einen Döner. Herz was willst Du mehr. Der Italiener dem ich notgedrungen meine Bestellung aufgab, bot mir frisch gemachte Bandnudeln, die zwar zusammen klebten, mit frischen Tomaten, Kapern und Oliven. Schon beim schreiben bekomme ich Gusto darauf.

Später trank ich noch ein Bier in einer ollen Kneipe, weil ich wenigstens einmal mit Landsleuten reden wollte. 4 Männer, grau im Gesicht, unterhielten sich über ihre Familien und wo sie die Nacht schlafen. Die meisten zogen das Sofa im Wohnzimmer dem Bett mit der Frau vor.

Ich war satt und reif für das Bett.

6. Kalenderwoche 2017 oder die Geschichte um die Soßenkelle

Ich hole ein wenig aus, denn diese skurrile Geschichte, in der eine Kelle im Mittelpunkt steht, kann nur aus dem Wissen der Historie nach empfunden werden.

Vor einigen Jahren wurde es in unserer Ehe einmal Zeit ein wenig Abstand zum Partner zu gewinnen. Es war die Neufindung nach einem langen erfolgreichen Zusammenleben. Die Zeit in der das Kind nicht mehr das wichtigste Ziel der Umsorgung ist.

Ich suchte mir sehr erfolgreich und zeitnah eine möblierte 2 Raum-Wohnung, nahm mein wichtigstes Hab und Gut mit und das ist nicht viel bei einem Mann, packte etwas Geschirr und was man noch so braucht ein und verschwand. Das Projekt war für ein Jahr geplant, nicht ohne um die Gefahren zu wissen, welche dabei für eine Ehe aufziehen könnte.

Ich nehme mal den Ausgang gleich vorweg, weil meine Ehebeziehung nicht das vorherrschende Thema ist. Nach einem Jahr zogen wir wieder zusammen, die kleine, schnucklige Wohnung gab ich wieder auf.

Beim Packen meiner Sachen und der Gerätschaften denkt man nur an das Naheliegende. Später ging ich nun mit mir allein, eines meiner Hobbys nach. Ich konnte ungestört kochen was mein Herz begehrte. In einer kleinen Küche, eine Flasche Wein, gutem Fleisch und leckerem Gemüse, kann man mich getrost abstellen, ohne Befürchtungen haben zu müssen, dass der Bub Blödsinn ausheckt. 😉

Nun musste ich jedoch feststellen, was in meiner Küche fehlte. Unter anderen fehlte eine Soßenkelle. Ich kaufte mir eine Wandleiste, an der ich besagte fehlende und gefundene Soßenkelle gleich neben einem Sieb, Flaschenöffner und einer Knoblauchpresse hing. Die Kelle war nicht schön, dafür jedoch gerade in der richtigen Größe, um sie auch für den Rumtopf nutzen zu können. Einen von unseren 2 Rumtöpfen habe ich natürlich mit genommen. Mit der Zeit mochte ich diese besagte Soßenkelle mehr als die Knoblauchpresse.

Als dann die Zeit gekommen war, den schicken, kleinen Hausstand wieder aufzulösen, verkaufte ich die Möbel, nahm jedoch die kleinen Helfer in der angenehm, einsamen Zeit mit in unseren gemeinsamen Hausstand. Einiges hatten wir nun doppelt.

Die kleine, mir lieb gewonnene Soßenkelle, eroberte mit der Zeit auch das Herz meiner Frau und die aufflackernde kurze Eifersucht in mir, schlug ich beherzt in die Flucht und rettete damit den Küchenfrieden.

In dieser 6. Kalenderwoche ist alles anders als sonst. Mutter wohnt bei uns seit etwa 1 1/2 Wochen zu Besuch. Am Freitag holte sie einen prächtigen Karpfen vom Fischhändler ab, den sie vorsorglich bestellte. Ich esse gern Fisch, nicht so meine Frau. Karpfen hatte ich schon lange nicht mehr gegessen, denn solch großer Fisch ist zu viel für einen  Mann.  Jetzt wo Mutter da ist, konnte ich mir den Fisch wünschen.

Sie zerlegte den Fisch in Filets und den Kopf samt Gerippe und Flossen wanderten in den Topf mit Gemüse, für eine Fischsuppe. Die Filets wurden gekocht und in Gelee eingelegt. Die kleine Schwester ging ihr wohl zur Hand. Sie wohnt nebenan. Unsere Wohnung stinkte nach Fisch als ich nach Hause kam. Und so mag ich es. 🙂 Fisch ist toll!!!!

Zurück zum Thema. Am Freitagabend kam die kleine Schwester mit ihrem Freund zu Besuch. Ich versuchte natürlich meinen unverwechselbaren Rumtopf an den Mann zu bringen, was mir auch gelang. Am nächsten Morgen vermeldete er mir auch beste Erfolge, da das Getränk samt Vitamine keine Kopfschmerzen  verbreitet hat. Ich wusste es natürlich, denn die Zutaten sind einfach toll.

Am Samstag kam dann der Urknall! Gegen Nachmittag schaute ich in der Küche das Gestell mit den Töpfen, Tellern und Kellen an.

Meine Soßenkelle fehlt!!!!!  Ich fasse es nicht!!!!

Diese Beobachtung teilte ich sofort meiner besseren Hälfte mit und erkannte die gleiche Panik in ihren Augen! Kurz flackerte meine Eifersucht wieder auf, dann gewann das gemeine Gefühl der Sorge um die wunderbare Soßenkelle die Übermacht.

Wir  durchsuchten die Spülmaschine, die Töpfe, den Herd und alles was uns sonst noch in den Kopf gekommen ist. Nichts!

Als Sirode das Esszimmer durchsuchen wollte kam ein Geistesblitz über mich.  Ich hörte meinen Vater sagen, „In einem hohlen Kopf leuchtet ein Geistesblitz am hellsten!“ Er schaut von oben auf uns und lacht sich wahrscheinlich einen Ast.

Dieser Geistesblitz zeigte mir den Rumtopf. Am Freitag, der Freund meiner Schwester, sein Rumtopf, meine Kelle! Sie war versenkt in dem edelsten Getränk des Jahres!

Wir waren mit einem Mal entspannt und so glücklich.

Ich liebe die Harmonie, den Rumtopf, Sirode und die Soßenkelle. Oder vielleicht auch in einer anderen Reihenfolge.

So viel mehr ist in der 6. Kalenderwoche nicht passiert. Ein böser Zahnarzt, ein langweiliges Büro in der Ferienzeit, leere Arbeitszimmer wegen einer Grippewelle, Freunde denen es zur Zeit gesundheitlich nicht gut geht und Zeit für das Ausprobieren neuer Rezepte.

Mir geht es gut.

4. Kalenderwoche 2017

Schon wieder ist die 4. Woche im neuen Jahr Geschichte. Es geht stramm auf Ostern zu. *lach*

Die Woche nach dem Fasten war noch ein wenig schleppend.  An den Arbeitstagen fehlte die Ruhezeit nach dem Mittagessen und der Müßiggang. Nahrungssuche hat für mich jetzt einen anderen Klang. Gemüse in allen Schattierungen, Trockenobst und Molke, Buttermilch, Dickmilch. Wurst, Fleisch und Käse kam noch nicht in die Tüte. Und schau mal an, es geht auch so. Selbst wenn Frau beim Essen mir gegenüber saß und ihren Hackbraten genüsslich verspeiste, machte es mir gar nichts aus.

Na ja, einmal kam mir schon der Gedanke … wart es nur ab, nächstes Jahr wirst Du auch keinen Braten mehr bekommen! Doch ganz cool wie ich nun mal bin, sagte ich kein Wort.

Für die ersten Tage der Woche kochte ich eine Gemüsesuppe fein püriert. Das sah ekelhaft aus und hat dennoch geschmeckt. Morgens bekam ich kein Brot oder Brötchen runter, bin deshalb auf Knäckebrot umgestiegen. Mit Topfen darauf  kann man das Zeug sogar essen. Das hält zwar nicht lange an, weshalb ab 10 Uhr schon wieder der Magen rebellierte.

Am Donnerstag gönnte ich mir eine Fahrt in die Weißenfelser Gegend. Ein paar Kontrollen vor Ort stärken das Vertrauen in die Arbeit der Mitarbeiter. Es war auch schönes, klares und kaltes Wetter, ideal für mich. Was in anderen Situationen ein schöner Tag wäre, strengte mich jetzt ungemein an.

Wieder zu Hause suchte ich gegen 20 Uhr mein Bett auf. Das Glas Wein stand am Morgen noch halb voll auf dem Nachtisch und das Buch hab ich nicht mal aufgeschlagen. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.

Freitag gleich am Morgen die wöchentliche Massage, brachte meinen Körper wieder auf Betriebstemperatur.

Jetzt klangen mir noch die Worte unserer Fastenbetreuerin in den Ohren: „Das Fasten klingt noch gut 3 Wochen nach.“ Und sie hatte wahr gesprochen.

So nun genug zu diesem Thema. Am Samstag belohnte ich mein kleines Renncar und mich, mit einer schönen Runde im Schnee. Da war er wieder, der kleine Männe. 😉 Im Anschluss brauchte das Gefährt eine Badewanne zum Abtropfen.

Mein Drucker weigerte sich beschriebene Blätter auszuspucken. So geht das NICHT! Im Technikmarkt bekam ich neue Druckerpatronen und so ganz nebenbei lachte mich endlich ein neues Notebook an. Bisher habe ich den Ersatz meines alten Notebooks (9 Jahre treu gedient) immer heraus geschoben. Jetzt war es soweit. Andere Leute nutzten das Wochenende zum Ski fahren und ich hatte nun genug zu tun, um den Rechner einzurichten.

Nebenbei backte ich auch noch Fladenbrot aus Dinkelmehl. Das muss ich aber noch mal üben.

Der Sonntagnachmittag wurde meinem Freund „G“ gewidmet. Er meckerte schon ein wenig durch die Blume, wegen der fehlenden Aufmerksamkeit. Das Glas Wein mit ihm hat aber schon wieder gemundet.

Fast hätte ich doch das obligatorische Foto vom Samstagsmarkt vergessen. Der EierMann hatte sich schon wieder gedrückt, das Weichei. Muss ich eben kleine Eier essen. Der Honigfritze hat dafür ein gutes Geschäft gemacht. 😉

1. Kalenderwoche 2017

Der Jahreswechsel ist geschafft, die erste Arbeitswoche ist Geschichte, den ersten Schnee haben wir überstanden. Alles im Jahr ist ein wenig jungfräulich und doch so vertraut.

Und dann dieses gebetsmäßige „gsundes neues Jahr!“ oder so, ist völlig abartig! Vor Weihnachten „frohes Fest“, nach Weihnachten „guten Rutsch“ und Neujahr bis zum Februar diese 3 Worte. Es ist nicht zu fassen! Und alle machen da mit!

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Hat man dann auch noch einen Sack voll „artige Kolleginnen“ ist das Glück völlig perfekt. Das ganze Jahr über nerven sie gehörig, doch manchmal merken sie es selbst. Die weibliche Ironie kennt keine Grenzen.

Das neue Jahr fängt so an wie das alte Jahr geendet hat. Die geöffnete Sektflasche von „damals“ passte am ersten Tag des Jahres perfekt zum Frühstück. Das könnte als Programm für 2017 herhalten. Wenn … ja wenn ich nicht ab und an mal „doofen“ Ideen aufsitzen würde.

Die  erste Woche verlief unspektakulär. Jeden Tag ins Büro und jeden Abend zu Hause auf dem Sofa. So oder ähnlich muss sich das Rentnerdasein anfühlen. Gruselig!

Selbst der samstägliche Gang zum Markt hatte etwas gespenstisches an sich. Der Domplatz fast verwaist, weil sich bei dieser Kälte nicht mal der Eiermann hinter der Ofenbank vor wagte. *Weichei“!

Deshalb musste Frau mit kleinen Eiern backen.  So fängt das Jahr gut an!

Wo wir gerade beim Backen sind … am Freitag bekam ich dann doch noch ein nachträgliches Weihnachtspacket mit herrlichen Plätzchen. Die besten Plätzchen überhaupt! Herzlichen Dank für diese Überraschung!

Und so sehen kleine Eier und leckere Plätzchen aus:

Zurück zu den „doofen Ideen“. Weil mein Körper nun schon erheblich mehr als ein halbes Jahrhundert immer gute Dienste geleistet hat, will ich  ihm etwas gönnen. Nicht ohne ein mulmiges Gefühl in der Magengegend, werde ich am Freitag ins Kloster gehen. Das ist kein wirkliches Kloster mehr, war jedoch bis zur Reformation ein Zisterzienkloster.

Mitten in der Walachei, hinter einem vorgelagerten Wäldchen am Rande des Thüringer Beckens, werde ich meinem Freund und Wegbegleiter eine Woche Fasten gönnen. Wohl wissend dass er kein Problem damit hat.

Aber ich! Denn nichts ist schlimmer als Hunger! Hunger macht böse!

Und doch werde ich ihm diese Auszeit gönnen. Daran können auch die besten Plätzchen und die kleinsten Eier nichts ändern.

Jetzt wird mir gerade schlecht.

49. Kalenderwoche 2016

Eine Woche die mich endlich wieder aus dem Büro führte. Die Bürozeit war und ist einfach nötig, jedoch so manches Mal nervig.

Kalt hat die Woche begonnen! Am Nachsonntag hatte ich am Morgen zu tun, um die Scheibe frei zu bekommen. Minus 8 bis 9 Grad sorgten für mit Raureif bezogene Gräser, Büsche und Bäume.

Ein Vorgeschmack auf den vor der Tür stehende Winter. Als dann die Sonne ihre Strahlen darauf warf, ergab sich ein wunderschöner Anblick.

Am Dienstag besuchten wir den Weißenfelser Weihnachtsmarkt. Dort war nichts außergewöhnlich, wenn man die herumlungernden jungen Herren in Jogginhosen mal weg lässt. 😉

So langsam  beginnt bei uns die Planungsphase für die Urlaubsaison 2017, weshalb am Mittwoch eine Zwischenstopp bei Fam. Brathahn angesagt war. Für den Januar und für Ostern ist alles schon in Sack und Tüten, aber für die Himmelfahrtswoche und den Sommerurlaub brauchen wir noch zündende Ideen. Dabei sind wir bei Brathahns gut aufgehoben.

Am Abend hatte ich noch eine Stunde Zeit in Bautzen, um auf dem Weihnachtsmarkt eine Stärkung zu ergattern, ein paar Herrnhuter Sterne zu kaufen und den Leuten bei einem Glühwein auf den Mund zu schauen. Auffällig waren die zahlreichen Polen und Tschechen, sowie die Sorben, wie man an der Sprache hört. Sie gehören dort zum selbstverständlichen Stadtbild.

Die Stadt Bautzen erlebe ich als eine gemütliche und weltoffene Stadt. Solche Bilder passen nicht dazu.

Die Tour am Donnerstag führte von Bautzen aus nach Löbau, weiter über Zittau in die wunderbare und schöne Stadt Görlitz.

Viel zu früh kamen wir in die Stadt, denn der schlesische Christkindlmarkt hatte noch geschlossen.

In einem gemütlichen Restaurant am Untermarkt haben wir sehr gut zu Mittag gegessen und uns das Treiben draußen von dort angeschaut.

Gegen 14 Uhr war Leben in den Markt eingekehrt, doch jetzt konnte ich nicht mehr essen, geschweige einen Glühwein trinken. Die Fahrt nach Hause stand bevor.

Am 3. und 4. Advent jeden Jahres findet der Tonndorfer (Weihnacht)-Markt der Direktvermarkter statt. Das ist meist eine Schlammschlacht in der Walachei, jedoch eine schöne Tradition.

Da fährt man mit sauberen Schuhen und Auto hin. Jeder Stand wird begutachtet und auch das eine oder andere gekauft, dann sind die Schuhe schön eingematscht und das Auto hat sich eine Wäsche verdient. Alle Jahre wieder!

Bemerkenswert finde ich den Heißhunger auf die Saisonfrüchte. Im Winter sind es eben Rosenkohl, Grünkohl und Wirsing. Schon beim bloßen Hinschauen knurrt mir der Magen.

Zwei Gerichte aus einem Kohl. Wirsingrouladen und Wirsinggemüse zu Schweinebäckchen. So kann man den 3. Advent auch verbringen. 😉