Geklammert

Auch im Keller haben die Klempner die Entsorgung unserer Abwässer umgeleitet. Sie mussten Durchbrüche schaffen, um direkt, ohne Umleitungen die Toilette und die Dusche einleiten. Das geht gut, wenn man in der Hochparterre wohnt. So sah dann auch der Keller aus. Alles ist wieder zu, den groben Dreck haben sie auch mitgenommen. Der Feinstaub blieb. Das konnte meine Frau natürlich so nicht stehen lassen. Befinden sich doch ihre Waschmaschine und der Trockner dort. Ein Heiligtum wie es kein anderes gibt. Na ja, auch zu meinem Vorteil. Der Klammerkorb stand oben auf dem Waschturm und war völlig verstaubt, ach was, verdreckt. Sie nahm den Korb und schüttete alles in das Waschbecken. Die Klammern und der Korb wurden gewaschen.

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Jetzt wollte sie den Korb mit den paar hundert Klammern zum Trocknen auf den Balkon stellen. So geht das aber nicht! Musste ich feststellen. Wenn schon, denn schon!

Also stellte ich mich auf den Wäscheplatz und hängte jede Klammer an die Leine. Das hatten sich die Klammern ja auch verdient! Erst werden sie als Sklaven benutzt und müssen die Schlüpfer halten, dann werden sie verdreckt und gewaschen und nun können sie nicht einmal ihre Trockenkur genießen!

Ich kam mir zwar blöd auf dem Wäscheplatz vor, aber das war ich den Klammern schuldig.

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Alles wird gut. 😉

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Das zweifelhafte „Bunkererlebnis“

Die Ankündigung schrieb ich ja schon im letzten Eintrag. Nun also beginnt die Erzählung der Durchführung in mehreren Teilen, denn es wäre zu ermüdend den Ereignissen zu folgen. Habt bitte Verständnis dafür.

Die Anreise war bis 17:30 Uhr geplant. Ich war so gegen 16 Uhr im zugehörigen Hotel auf der Terrasse und zog mir ein kühles Bier rein. Der Kellner wusste Bescheid und gab mir Zeichen, wenn die ersten Bunkerübernachter kommen. Sie kamen aus der Rhön, waren 5 Leute, 2 Pärchen und ein Single. Das haben sie sich zum 40. Geburtstag „gegönnt“. Ich fand es ja sehr mutig, dass auch die Frauen mitgingen. Eine lustige Truppe, der ich mich mit dem 2. Bier anschloss. Nach kurzer Vorstellung und ersten Gespräch wurde ich kurzerhand von der Truppe adoptiert.

Die 2. Gruppe ließ auf sich warten. Sie kamen erst gegen 18 Uhr. 4 Mann aus der Ecke von Suhl/Zella-Mehlis, die zu Fuß unterwegs waren. Sie hatten den 50. Geburtstag als Anlass genommen.

Kurze Einweisung von der Hotelcheffin und Ausgabe der Einstrich-Keinstrich Felddienstuniformen mit Hosenträger, Koppel und Schutzmaskentasche, im Keller. Das war schon ein Spaß! Man konnte sofort sehen, wer das schon mal gemacht hatte. Die Uniform wurde über die zivilen Sachen gezogen und bald stellte sich heraus, wie gut die Verkleidung uns gegen den Schmutz schütze.

Im Anschluss antreten, Vergabe der Nummern, Übergabe an den Chef und Marsch zum Bunker. Einrücken, Klamotten verstauen und Bett beziehen. Das war der Anfang im Kurztelegramm-Stil. Die „Bunkerräume“ sind rechteckig wie Schläuche. Temperaturen so zwischen 5 – 10 Grad, die Wände waren feucht. Die Ausmaße etwa 2,3 Meter hoch und breit und ca. 15 – 18 Meter lang. Wenn man rein kommt stehen Regale auf der linken Seite, ca. 60 cm tief und auf der rechten Seite stehen 3-stöckige Betten mit einer Breite von 80 cm.

Die unteren Betten wurden nicht belegt, schon weil die Auflagen direkt auf dem Boden aufgesetzt waren. Das ist kalt, hart und ganz schlecht rein zu kommen. Die mitgebrachten Sachen konnten locker in die Regale links eingeräumt werden. Nun wurden die „Betten“ bezogen. Karowäsche und weißes Laken. Nicht ganz so einfach, wenn das mittlere und obere Bett gleichzeitig bezogen werden muss. Zumal ja die Bettwäsche für normale Betten vorgesehen ist. Im Anschluss erfolgte die Abnahme durch einen wichtigtuenden Mann.

Als alles fertig war, wieder raus (wobei wir Tische und Bänke … also Bierzeltgarnituren nach draußen brachten), antreten und Arbeitsverteilung. Auf die Frage wer denn kochen könne, meldete sich niemand. Kein Problem. Der Kerl da vorn zeigte auf 4 Mann – du, du, du und du. Ich war auch dabei.  Der Rest wird zur Wache eingeteilt.

Dann brachten sie Kisten mit Geschirr, Gemüse, Obst, Zwiebeln, Kräuter, Pellkartoffeln und Bratwurst und Grillsteaks ans Tageslicht. Ein Mann bekam den Rost in seine Verantwortung, wir drei machten Kartoffelsalat und grünen Salat. Ich übernahm das Pellen der Kartoffeln. Alles kein Thema, die arbeiten waren gut verteilt und gingen auch flott von der Hand. Einer mäkelte rum, von wegen so trocken in Wald, die Kehle klebt schon usw., womit er auch Erfolg hatte, denn die „Verantwortlichen“ hatten wohl auch Durst. Mit der Zeit bekam die Wache davon „Lunte“ und wollte meutern.

Olli, der die Kartoffeln schnippelte und den Salat würzte, hetzte die ganze Zeit den Chef auf, die Wache zu bestrafen. So mit Liegestütze oder Kniebeuge und meinte damit seine Frau. Das hatte er wohl ein wenig übertrieben. Die Bestechung mit einem Obstler wurde gern angenommen, hatte aber keine Auswirkung. Der Chef ließ antreten und fragte wer sich denn als Oberst in die Liste geschrieben hat. Olli meldete sich. Daraufhin musste seine Frau vortreten und wurde zum General befördert. Olli, der Kerl war mit einmal stinksauer und nörgelte nur rum. Nun sagte seine Frau auch noch, dass er jetzt Wache stehen solle, wenn wir essen. Olli trollte sich zum Erstaunen der Umstehenden und wollte auf keinen Fall mit essen. Aus unserem Erstaunen wurde Heiterkeit und weil Frau das Verhalten schon kannte, fiel es ihr nicht so schwer den Beleidigten an den Tisch zu holen. Dinger gibt’s, die gibt’s gar nicht.

Fortsetzung folgt.

Männergespräch

Heute war ich wieder mal beim Zahnarzt. Er musste mir nicht weh tun, also konnte ich leichten Fußes dort hin gehen. Dann erstaunte mich der Zahndoktor. Er war von dem leuchtend blauen Hemd, welches ich heute an habe beeindruckt. Er sagte „das ist ein sehr schönes und modisches Hemd“. Verblüfft erwiderte ich „mich erstaunt ihre Beobachtungsgabe. Männer konzentrieren sich doch eher auf die bevorstehende Aufgabe und nicht was ein anderer Mann an hat.“

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Dann outete er sich als Hemdenliebhaber und Träger, so wie ich auch einer bin. Nun kam schnell die Rede auf das unleidige Hemden bügeln. Aus meiner einjährigen Erfahrung als Wunschsingl nach mehr als 30 Ehejahren, berichtete ich, wie schwer mir das Bügeln gefallen ist. Als ich dann eine Reinigung fand, die für 1,90€ ein Hemd gewaschen und gebügelt hat, gab ich immer Pakete zu 10 Stück dort ab und konnte Tag und Nacht die Hemden dort abholen. Sie hatten einen Automaten, der mit einer Chipkarte (man bekommt sie bei der Abgabe und gleichzeitigen Bezahlung) die Aushändigung der Hemden vorzüglich vollbrachte.

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Das interessierte ihn sehr. Denn Herr Doktor muss seine Hemden selber bügeln. Immer sonntagnachmittags, 10 Hemden am Stück. Pro Hemd braucht er 20 Minuten, also ist der Nachmittag futsch. Er hat vor mehr als 3 Jahren mit seiner Frau gewettet und diese verloren. Er war sich so sicher diese Wette zu gewinnen und hat als Wetteinsatz das Hemden bügeln eingebracht. Seither bügelt er. Doch wenn er die Hemden zusammen legt, ist das nie so korrekt wie es seine Frau machte.

Ich würde ja mal mit Frau reden. Denn jetzt ist die blöde Wette schon so lange her und im Schrank sieht es seither „Schei…“ aus, sagte ich ihm. Oder doch die Reinigung in Anspruch nehmen. Wir unterhielten uns dann noch darüber, wo Mann am besten Klamotten einkaufen kann und welche Stoffe wir bevorzugen. Es gibt ganz selten Männer, mit denen man über solche Themen reden kann.

Die ganze Zeit stand seine Sprechstundenmutti mit großen Augen daneben und musste wohl aufpassen nicht gleich loszuprusten. Dann meldete sie sich zur Toilette ab. Frauen verstehen eben keine Männergespräche, woher auch!

in Halberstadt

Ich sitze gerade in einem Biergarten. Halberstadt, alte Zuckerfabrik, Casablanca nennt sich das Lokal. Ein Würzfleisch zum Abendessen und ein Bier sind schon in mir verschwunden. Eigentlich wollte ich den Eintrag für den Sommerurlaub schreiben.

Nun sitze ich hier und kann keinen klaren Gedanken fassen. Am Nebentisch hat eine Horde Familienmenschen Platz genommen, die mir jeden Gedanken an den Urlaub austreiben. 8 Erwachsene und 5 zum Teil pubertierende Kinder. Schon die Bestellung des Essens und der Getränke war eine Messe. Es müssen 4 Familien sein, denn sie bestellen nach Familie 1-4. Die Kinder wurden am Ende des Tisches platziert, wo ein Knabe den Großen Rechenaufgaben stellt. Die Großen sind nicht in der Lage 11*11 usw. zu rechnen. Auf die Frage in welchen Bundesland sie leben, sagten zwei pubertierende Tussis „Deutschland“.

Als  pubertierende Tussi 1 nach einem Taschentuch fragte, gab Vater zur Antwort: „hast Du keine Tampons mit“?

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Der Kleine sieht aus wie der Junge „Oskar“ aus der „Blechtrommel“. Gleich könnte er anfangen zu schreien.

Mutti 4 fragte mich gerade, ob ich genügend Ruhe zum Schreiben habe. Jetzt höre ich auf mit Schreiben. Ich habe genug Theater heute. Der Sommerurlaub muss noch warten.

saisch – ist ein Wort aus dem Harz. Das kannte ich noch nicht.

Kleiner Aufkleber – große Verwirrung

Gestern wurde ich bei der Fahrt in die Lutherstadt Wittenberg, völlig verblüfft. Von Halle entlang der Bundesstraße 100 kommend führte der Weg in die Ortschaft „Eutzsch“ der Stadt Kemberg.

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Am Ortsende, bei dem flüchtigen Blick zur Ortsausgangstafel, glaubte ich der Sehkraft meiner Augen nicht mehr. Ich „musste“ anhalten und genauer hin schauen.

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Ein kleiner Aufkleber auf den „E“ bewirkt ein ganz anderes Wort. Statt Eutzsch liest man jetzt Futzsch.

Ein gut geschulter Sachse bringt das Futzsch mit der Eigenschaft „kaputt“ auf einen Nenner.

„Der Frauenflüsterer – Der Mann der …

Kabarett Erfurter Puffbohne

Horst Müller, liebevoller Ehemann und Vater von zwei Kindern ist tot.
Er hinterlässt nicht nur ein großes Erbe, sondern auch ein paar hübsche „Freundinnen“ die mit streiten, um einen ordentlichen Teil von dem Erbschaftskuchen abzuschneiden.

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Eine schwarze Komödie mit unseren Darstellern Stefany Dreyer, Annette Krossa und Tom Dewulf in den Rollen von Brigitte, Irina und Fabienne.

Übernommen von: http://www.dasdie.de/veranstaltung/der-frauenfluesterer-der-mann-der-alles-kann.html

 

Heute lasse ich mal die Weibsen meinen Abend bestimmen. Und ich hoffe doch auf ein paar gute Lacher!