Manchmal …

glaube ich …

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er will mir etwas sagen.

Unser Mond.

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Das zweifelhafte „Bunkererlebnis“

Die Ankündigung schrieb ich ja schon im letzten Eintrag. Nun also beginnt die Erzählung der Durchführung in mehreren Teilen, denn es wäre zu ermüdend den Ereignissen zu folgen. Habt bitte Verständnis dafür.

Die Anreise war bis 17:30 Uhr geplant. Ich war so gegen 16 Uhr im zugehörigen Hotel auf der Terrasse und zog mir ein kühles Bier rein. Der Kellner wusste Bescheid und gab mir Zeichen, wenn die ersten Bunkerübernachter kommen. Sie kamen aus der Rhön, waren 5 Leute, 2 Pärchen und ein Single. Das haben sie sich zum 40. Geburtstag „gegönnt“. Ich fand es ja sehr mutig, dass auch die Frauen mitgingen. Eine lustige Truppe, der ich mich mit dem 2. Bier anschloss. Nach kurzer Vorstellung und ersten Gespräch wurde ich kurzerhand von der Truppe adoptiert.

Die 2. Gruppe ließ auf sich warten. Sie kamen erst gegen 18 Uhr. 4 Mann aus der Ecke von Suhl/Zella-Mehlis, die zu Fuß unterwegs waren. Sie hatten den 50. Geburtstag als Anlass genommen.

Kurze Einweisung von der Hotelcheffin und Ausgabe der Einstrich-Keinstrich Felddienstuniformen mit Hosenträger, Koppel und Schutzmaskentasche, im Keller. Das war schon ein Spaß! Man konnte sofort sehen, wer das schon mal gemacht hatte. Die Uniform wurde über die zivilen Sachen gezogen und bald stellte sich heraus, wie gut die Verkleidung uns gegen den Schmutz schütze.

Im Anschluss antreten, Vergabe der Nummern, Übergabe an den Chef und Marsch zum Bunker. Einrücken, Klamotten verstauen und Bett beziehen. Das war der Anfang im Kurztelegramm-Stil. Die „Bunkerräume“ sind rechteckig wie Schläuche. Temperaturen so zwischen 5 – 10 Grad, die Wände waren feucht. Die Ausmaße etwa 2,3 Meter hoch und breit und ca. 15 – 18 Meter lang. Wenn man rein kommt stehen Regale auf der linken Seite, ca. 60 cm tief und auf der rechten Seite stehen 3-stöckige Betten mit einer Breite von 80 cm.

Die unteren Betten wurden nicht belegt, schon weil die Auflagen direkt auf dem Boden aufgesetzt waren. Das ist kalt, hart und ganz schlecht rein zu kommen. Die mitgebrachten Sachen konnten locker in die Regale links eingeräumt werden. Nun wurden die „Betten“ bezogen. Karowäsche und weißes Laken. Nicht ganz so einfach, wenn das mittlere und obere Bett gleichzeitig bezogen werden muss. Zumal ja die Bettwäsche für normale Betten vorgesehen ist. Im Anschluss erfolgte die Abnahme durch einen wichtigtuenden Mann.

Als alles fertig war, wieder raus (wobei wir Tische und Bänke … also Bierzeltgarnituren nach draußen brachten), antreten und Arbeitsverteilung. Auf die Frage wer denn kochen könne, meldete sich niemand. Kein Problem. Der Kerl da vorn zeigte auf 4 Mann – du, du, du und du. Ich war auch dabei.  Der Rest wird zur Wache eingeteilt.

Dann brachten sie Kisten mit Geschirr, Gemüse, Obst, Zwiebeln, Kräuter, Pellkartoffeln und Bratwurst und Grillsteaks ans Tageslicht. Ein Mann bekam den Rost in seine Verantwortung, wir drei machten Kartoffelsalat und grünen Salat. Ich übernahm das Pellen der Kartoffeln. Alles kein Thema, die arbeiten waren gut verteilt und gingen auch flott von der Hand. Einer mäkelte rum, von wegen so trocken in Wald, die Kehle klebt schon usw., womit er auch Erfolg hatte, denn die „Verantwortlichen“ hatten wohl auch Durst. Mit der Zeit bekam die Wache davon „Lunte“ und wollte meutern.

Olli, der die Kartoffeln schnippelte und den Salat würzte, hetzte die ganze Zeit den Chef auf, die Wache zu bestrafen. So mit Liegestütze oder Kniebeuge und meinte damit seine Frau. Das hatte er wohl ein wenig übertrieben. Die Bestechung mit einem Obstler wurde gern angenommen, hatte aber keine Auswirkung. Der Chef ließ antreten und fragte wer sich denn als Oberst in die Liste geschrieben hat. Olli meldete sich. Daraufhin musste seine Frau vortreten und wurde zum General befördert. Olli, der Kerl war mit einmal stinksauer und nörgelte nur rum. Nun sagte seine Frau auch noch, dass er jetzt Wache stehen solle, wenn wir essen. Olli trollte sich zum Erstaunen der Umstehenden und wollte auf keinen Fall mit essen. Aus unserem Erstaunen wurde Heiterkeit und weil Frau das Verhalten schon kannte, fiel es ihr nicht so schwer den Beleidigten an den Tisch zu holen. Dinger gibt’s, die gibt’s gar nicht.

Fortsetzung folgt.

Jetzt ist die erste Kalenderwoche …

in 2018 schon Vergangenheit. Die Zeit, vom Mensch gemacht, scheint zu rasen. Stimmt aber nicht! Das machen wir selbst. Wir nehmen uns viel zu selten die „Zeit“ zur Ruhe zu kommen.

Endlich sind die Feiertage vorbei und die Tage werden wieder länger. Aber noch nichts ist wie es war. Wir haben jetzt das Jahr 2018 … als Kind hätte ich nicht so weit denken können.

Jetzt ist Realität was undenkbar war.

Der alte Sack lebt immer noch.

 

 

Der gemeine Rechenschieber

Wer kennt ihn noch den Rechenstab aus der Schulzeit?

„Ein Rechenschieber oder Rechenstab ist ein analoges Rechenhilfsmittel (auch Analogrechner genannt) zur mechanisch-grafischen Durchführung von Grundrechenarten, vorzugsweise der Multiplikation und Division. Je nach Ausführung können auch komplexere Rechenoperationen (unter anderem Wurzel, Quadrat, Logarithmus und trigonometrische Funktionen oder parametrisierte Umrechnungen) ausgeführt werden.

Das Prinzip eines Rechenschiebers besteht in der grafischen Addition oder Subtraktion von Strecken, die sich als logarithmische Skalen auf dem festen und dem beweglichen Teil des Rechenschiebers befinden. Bis zur weiten Verbreitung des Taschenrechners, die in den 1970er Jahren begann, waren Rechenschieber für viele Berechnungen in Schule, Wissenschaft und Technik unentbehrlich.“ Zitat aus

Der ist mir heute beim Suchen nach einem Weihnachtsstern in die Hände gefallen. Es ist der Rechenschieber meiner Frau. Selbst hatte ich einen aus Aluminium und so gut erhalten wäre mein Rechenstab nicht. Denn ich habe damals viel damit gerechnet.

Selbst in den 80er Jahren, als der Taschenrechner in Mode kam, rechnete ich noch mit dem Rechenschieber. Heute lief mir ein kleiner Schauer beim Finden den Rücken runter.

Ein melodischer Abend

Der Hallesche Jazzer Conny Bauer ist ein Meister der melodischen Improvisation auf der Posaune und dem Publikum des neuen theaters sicher nicht erst durch sein Mitwirken bei der »Stunde der Komödianten« ein Begriff. Nun feiert er einen runden Geburtstag mit einem Konzert bei uns. »Der gelbe Klang« ist inspiriert von der Experimentierfreude und Modernität Wassily Kandinskys, der seinem ersten Bühnenwerk diesen Titel gab. Conny Bauers gleichnamige CD erreichte einen Platz auf der Bestenliste des Preises der Deutschen Schallplattenkritik in der Kategorie »Grenzgänge«.

Zitat: https://www.halle365.de/veranstaltung/der-gelbe-klang-neue-improvisationen?time=2017-07-04T19%3A30%3A00

Conny Bauer feierte heute seinen 74. Geburtstag mit uns. Zweimal 45 Minuten bließ er die Posaune mit Power die einem 30 jährigen Ehre machen würde.

Heute hatte ich wieder mal so einen kulturellen Tag in Halle /Saale, wie ich es mag. Der Kalk rieselt vom Kopf, ein herrliches, freies Gefühl nimmt Besitz in mir und die Leichtigkeit kommt so langsam in mein Hirn.

Ich möchte noch viele solche Tage haben!

 

Ich war neunzehn… oder die 16. Kalenderwoche ist mir schnuppe.

Es gibt einen Film mit den Titel „Ich war neunzehn„. Darin spielt der heute ins Alter und auch in den Speck gekommene Jaecki Schwarz (Sputnik) die Hauptrolle. Diesen Film werden ich wohl nie vergessen. Doch darum geht es mir heute nicht.

Heute ist der Tag vor dem „Tag der Arbeit“. 😉 Walpurgisnacht … wenn es Nacht ist. Maifeuer lodern auf. Die Freude auf den Sommer bricht durch.

Bei mir kommen Gedanken  über den Tag vor 40 Jahren auf.  Ich war neunzehn und hatte den Einberufungsbefehl für den 3. Mai in der Hosentasche. Nicht gerade prickelnd. Damals gab es noch die Wehrpflicht. Bei der Musterung wurde ich als motorisierter Schütze (Infanterie oder Kanonenfutter) eingestuft. Tatsächlich kam ich für 3 Jahre an die Grenze. Doch dass war alles ein paar Tage später.

Für den 30. April 1977 hatten wir eine Fete geplant. Mein Freund feierte seine 18. Geburtstag, seine Schwester ihre Verlobung mit einen polnischen Mann und ich meinen Abschied vom zivilen Leben. Alles sollte in der Wohnung des Freundes, der damals noch bei seiner Mutter wohnte, ablaufen. Schon Wochen zuvor planten wir, wer was besorgt und wer eingeladen wird. Alles Leute die ich schon kannte. Pitti (der Spitzname von dem damaligen Freund) setzte eine Woche vor dem Termin noch seine Lieblingscousine auf die Einladungsliste. Ich kannte sie nicht und brauchte Informationen.

Er: Lieb, hübsch anzusehen. blond und siebzehn.

Ich: Na dann … ist sie den Abend meine!

Pitti winkte ab, nie und nimmer! Du wirst abblitzen, da wette ich einen Kasten Bier drauf!

Und dieser Kasten Bier steht immer noch zwischen uns. Seine Lieblingscousine hat mich zwar etwas zappeln lassen, doch Männe bekommt was er wirklich will. (Ich weiß … das ist die Machonummer, die kommt bei mir immer wieder durch) *lach*

Damals … hatte ich eine „Sturmfreie Bude“ und sie kam nicht mit zu mir. Das konnte ich nicht verstehen und DAS machte mich kämpferisch. Der Kampf hat sich gelohnt.

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So … und nun lehne ich mich zurück, rauche eine Zigarre, trinke einen grünen Veltliner und heute Abend gehe ich mit meiner Frau auf den Domplatz und lasse die Hexen fliegen.